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2011/10/19

Grüne Mode Für Männer...


Mal abgesehen davon, dass das Thema Grüne Mode eh schon kein einfaches ist; für Männer ist es noch ungleich schwieriger schöne Sachen in dem Segment zu finden. Ausser Hess Natur fiel mir erstmal wenig ein und haben auch fast ausschließlich Sachen, die man als Basics bezeichnen kann. Und auch sonst bietet dieser Markt scheinbar wenig. 
Natürlich kann dies grundsätzlich daran liegen, dass Männer zum einen weniger kaufen und zum anderen viel mehr Wert darauf legen, dass sich die Sachen gut anfühlen. Polyester und Acryl hat es bei Männern schwerer, meist fühlen sich die Klamotten aus Baumwolle, Wolle und ähnlichen Naturmaterialien am besten an. Frauen stellen als Zielgruppe einen viel größeren Markt dar, was dann auch dazu führt, dass es einfach viel mehr Sachen gibt. Im Bereich Grüner Mode, also ökologischer und bestenfalls noch fair produzierter Kleidung, ist das nicht anders.
Was also machen, wenn man sich mal ein bisschen informieren möchte? Erstmal nachschauen, was die Bloggerlandschaft so zu bieten hat. Ich landete recht schnell bei Kirsten Brodde. Als Autorin schreibt sie über diese Themen Bücher, und zusammen mit anderen Autoren gibt es einen Blog über Grüne Mode. Infos zu Labels finden sich genauso, wie Läden die diese Mode vertreiben. Es werden Berichte von Stiftung Warentest unter die Lupe genommen und auch meine Lieblingsjeansmarke Nudie kommt ganz gut weg. 

Jeans von Nudie

2012/01/13

News From Nudie...


Schade eigentlich, dass interessante Sachen meist nicht hierzulande zu haben sind. Auch die neue Jeans von Nudie, die aus recycelten alte Hosen hergestellt wird, gibt es exklusiv bei Barney's. Auch wenn es davon nur 500 Stück gibt, hatte man ja netterweise auch ein paar davon nach Deutschland schicken können!? 
Trotzdem ist die Idee gut aus alten Hosen Neue herzustellen. Die Herstellung ist eigentlich ganz einfach, alte Nudie's wurden zermahlen und unter Beimischung neuer Baumwollfasern zu neuen Fäden versponnen. Die Beigabe ist deshalb wichtig, weil so einen Stabilität erreicht wird, die mit alten Fasern allein nicht erreicht werden würde. Trotzdem ist ein weicherer Denim entstanden, als es bei Nudie üblich ist. Beim Schnitt hat man sich am Erfolgsmodell Slim Jim orientiert, die im übrigen ziemlich bequem ist und gut sitzt. 

Via GQ

2012/01/22

Berlin HW-2012: Nudie Jeans...


Seit anderthalb Jahren ist Nudie Jeans die Marke meines Vertrauens und natürlich habe ich bei denen am Stand auf der Bread&Butter vorbeigeschaut. Denim ist deren Metier und aufgereiht hingen da die Jeansmodelle in den unterschiedlichsten Waschungen und Styles. Aber natürlich gibt es auch allerlei anderes, von Shirts bis hin zu Jacken. 
Das alles ist soweit noch nichts besonderes. Was aber die Marke von anderen Herstellern unterscheidet ist die Tatsachen, dass Nachhaltigkeit von Anfang an ein Anliegen war und es Nudie innerhalb seiner knapp über zehnjährigen Firmengeschichte geschafft hat ein zu 100% nachhaltiges Produkt herzustellen. Und dies dann auch noch mit gut gemachtem Design zu verbinden.

2012/10/01

Me Vs. Nudie Repair Tutorial...


Habe ich doch vor gerade einmal zwei Wochen geschrieben, dass ich mich daran gemacht habe meine Lieblingsjeans zu flicken. Nun hat Nudie ein Video gemacht, wie man machen sollte. Ganz ehrlich: Ich habe da einiges mehr an Sorgfalt walten lassen und dementsprechend besser repariert sieht nun auch meine Hose aus!

2010/10/13

Nudie-Diary...


Ich habe heute bei Modepilot von einer Frau gelesen, die mittlerweile seit 336 Tagen das gleiche Modell Kleid trägt. Ähnlich könnte ich es auch mit meiner Nudie Jeans halten. Am 28.07. habe ich sie gekauft und seitdem ständig in Gebrauch. Ich trage sie nun nicht jeden Tag, aber so circa fast jeden Zweiten. Und ich muss sagen, es vereinfacht das Leben schon. Alles passt irgendwie dazu und die Entscheidung für das Tagesoutfit geht noch schneller als zuvor schon auch.
Langsam wird das auch was mit der ganz persönlichen Note. Wenn ich sie anschaue, sehe ich zwar noch keine wirklichen Spuren, aber so ein paar Veränderungen sind dann doch sichtbar. Unter anderem war die Idee mit dem kleinen R super, es zeichnet sich schon ziemlich gut ab. Es hat sich übrigens selbst entschieden so zu liegen und ist seitdem nicht mehr verrutscht.
Für mich als ungeduldigen Zeitgenossen ist es auch ein Üben in Geduld. Ich habe erwartet schon nach einer Woche wirklich was erkennen zu können und quasi wöchentlich posten zu können. Aber das hat nicht wirklich funktioniert, ein Buchverkäufer ist halt kein Bauarbeiter, und die körperlichen, Hosen abnutzenden Tätigkeiten halten sich in Grenzen. Stattdessen ist die Jeans mein Alltagsbegleiter und war sogar mit auf der Zugspitze. Wenn das mal nichts ist.
Und dann waren ja noch meine Zweifel wegen des nicht waschen könnens. Aber nein, sie stinkt nicht. Nicht mal annähernd! Ich habe natürlich aufgepasst und nicht mit Essen gekleckert, bin nicht in Pfützen rumgesprungen und so. Nach circa dreimal tragen kommt sie ins Gefrierfach und ist am nächsten Tag wieder taufrisch.
In ein paar Wochen oder Monaten, sofern neue Entwicklungen zu sehen sind, werde ich wieder Neuigkeiten posten.

2010/07/28

Nu(r)die...


Mindestens sechs Monate lang soll man die Jeans von Nudie tragen, dann erst überhaupt ans Waschen denken. Oh man, genau nicht mein Ding.
Ich wasche ständig, trage Hosen im allgemeinen (Jeans gehören da auch dazu) nur zweimal und dann wandern die Sachen in die Maschine. Wie müssen sich die Dinger nach einen halben Jahr anfühlen? Und wie riechen?
Ich würde es ja gerne mal ausprobieren, oder zumindest hätte ich gerne eine Hose die nach mir aussieht, die meine Schlüsselabdrücke als Liebesmale vor sich her trägt. Ich sollte wohl diesem Experiment eine Chance geben!


Kleiner Nachtrag: Die Hose ist gekauft. Ich werde meine Erlebnisse dokumentieren. Sicher ist schon mal, keine weißen Sofa's!
Noch was: Gerade habe ich auch noch festgestellt, dass ich mich für das 'Organic'-Modell entschieden habe. Naturbaumwolle, natürliches Indigo und nach sechs Monaten auch ein 'natürlicher' Geruch....

2011/03/28

Im Waschgang...


Gestern war Waschtag. Nach genau acht Monaten habe ich zum ersten Mal meine am 28. Juli gekaufte Nudie Jeans gewaschen, ich habe es sogar zwei Monate länger ausgehalten als von der Firma vorgeschlagen. Allerdings muss ich auch sagen, dass man der Hose ansieht, dass ich kein Bauarbeiter oder Rockstar bin. Das Ergebnis sind bisher nur leichte Gebrauchsspuren, aber keine wirklich flächigen Abnutzungen.


Es heißt nun abwarten, noch ist sie nicht vollständig trocken. Ich bin gspannt wie der Denim jetzt aussieht und sich anfühlt. Die Geschichte ist noch nicht zu Ende.


Nachtrag: Die Hose ist inzwischen getrocknet, ist es schon seit Montagmorgen wieder, und ich habe sie in den letzten Tagen wieder getragen. Es brauchte zwei Tag bis sie sich wieder gut anfühlte, also wieder komfortabel zu tragen war. Und die Selbe ist sie trotzdem nicht mehr. Die Passform ist anders, sie sitzt enger, und die Oberfläche ist nicht mehr so glatt.
Natürlich hat sich auch die Farbe verändert. Man sieht plötzlich viel mehr Spuren, mehr als ich erwartet habe.

2012/01/20

Berlin HW-2012: Bread&Butter...


Mit Abstand ist die Bread&Butter die größte unter den Berliner Messen, und nach vier Stunden dort war ich auch schon ziemlich fusstot. Ich habe alle Hallen, ich glaube es zumindest, einmal abgelaufen und habe einige Stände besucht. Vor allem waren es Marken, die ich schon kannte und die auch schon öfter hier im Blog vorgestellt wurden. Es gibt zwar viele Labels zu entdecken, aber die schiere Fülle erschlägt einen fast und ein Tag ist definitiv zu wenig um alles einmal gesehen zu haben. Es wäre zu überlegen, ob ich nicht im nächsten Jahr nur noch Messen machen und diesen Schauen-Quatsch weglasse. Wirklich interessant ist es die Sachen zu sehen und anfassen zu können, was ja im Zelt nicht geht.
Unglaublich was aufgefahren wurde, wie riesig die Stände waren. Die Eisfläche bei Hilfiger Denim war schon mit das imposanteste, aber auch ohne Eis waren Stände aufgebaut in denen ein Supermarkt Platz finden könnte. Obwohl ich nun schon seit sechs Jahren in Berlin lebe, war es mein erster Besuch auf der Bread&Butter. Zum ersten Mal war ich nicht durch meinen Job abgehalten und natürlich habe ich das in den vergangenen Tagen dann genutzt und mich in dieses Getümmel gestürzt. Es war auch eine gute Möglichkeit Leute zu treffen, mit denen ich bisher nur per Email Kontakt hatte. (Allen voran muss ich mal Sandra von Loew's PR dafür danken, dass sie mir bei der Akkreditierung für die Bread&Butter behilflich war.)
Morgen dann kommen noch ein paar Post's zu Labels, die ich auf der Messe besucht habe. Unter anderem war ich am Stand von Nudie Jeans, bei Barbour und Floris van Bommel. Und natürlich bei Sandra am Stand von Ralph Lauren Denim&Supply.

2013/02/22

Tagesoutfit...


Es hat schon länger keinen Tagesoutfitpost gegeben, und hätte nicht heute morgen kurz nach acht der UPS-Mann geklingelt und ein Päckchen vorbeigebracht wäre auch dieser hier nicht entstanden. Der im Päckchen befindliche Cardigan von Muriee nahm mir die Entscheidung ab was ich den anziehen könnte, er wurde übergestreift und fühlte sich gleich wie ein komfortables Zuhause an. 
Made in Germany und gefärbt mit natürlichen Farben ist das Teil zu dem auch aus ökologischer und ökonomischer Sicht mehr als vertretbar. Das gilt übrigens für alle Produkte der Firma, die mit ihren Produkten auf Langlebigkeit und somit auch auf Nachhaltigkeit setzt statt schnelle und ersetzbare 'Modeteile' zu machen. 
Zum Cardigan trage ich ein Hemd von Arrow, eine schon mehrfach geflickte und gerade deshalb heiß geliebte Jeans von Nudie und Zugstiefeletten von Redwings. Infos zur den Bildern im Hintergrund gibt es inclusive Galeriekontakten gerne auf Nachfrage. 

2012/08/22

What I Wore Today...


Weniger ist mehr. Weniger Zeit um über das richtige Tagesoutfit nachzudenken am Morgen, kann tatsächlich zu einem entspannten Tag beitragen. Heute war genau das der Fall. Ich habe mich im Bad vertrödelt und dann hat das Anziehen einfach etwas fixer gehen müssen, schließlich wollte und konnte ich nicht aufs Frühstück verzichten. Getragen habe ich also ein blaukariertes Hemd, dazu ein graues Tanktop und ne verwaschene Jeans, dazu Chucks und Unterhosen von Calvin Klein. 
Gar nicht schlecht habe ich mich gefühlt in diesem Look, der mich irgendwie zurück ins Jahr 1994 brachte und ein bisschen Grungestimmung hat aufkommen lassen. Kleidung als Jungbrunnen, wenn es zufällig passiert und nicht forciert wird, ist das gar nicht schlecht. Morgen kann ich mich dann wieder wie 30 anziehen...

Hartford
Asos
Calvin Klein
Nudie Jeans
Converse
Headerbild von hier, Kleidung von hier...

Und wem noch ein bisschen nach 90-er zu Mute ist, der kann sich ja mal wieder Reality Bites anschauen... M M M My Sharona


2012/05/03

Dark...


Was in meinem Kleiderschrank noch fehlt ist eine dunkelblaue Jeansjacke. Diese ist von Nudie, gibt es aber bei denen im Store nur noch in den größer und riesig...

2013/03/28

Ich Mach Nen Teppich Draus...


Wenn ich irgendwann an den Punkt gekommen bin, dass die ganze Flickerei meiner Lieblingsjeans nicht mehr funktioniert und mehr Loch als Hose da ist, dann mache ich einfach einen Teppich draus. Nudie Jeans macht es jetzt vor, warum also nicht ein gutes Beispiel dran nehmen. 


2011/08/12

Tipp Zum Einkaufen In Dresden: The Spot...

Während die Dresdner Altstadt vor allem von der Hässlichkeit immer gleicher Einkaufsgalerien dominiert wird, finden sich auch in der Neustadt nur wenige interessante Geschäfte.
Herausragend ist 'The Spot' auf der Alaunstraße. Wood Wood, Fred Perry, Nudie, etc. wurden gut zusammengestellt und werden schön präsentiert. Vorbeischauen lohnt sich!


von unterwegs

2011/01/06

Gut Vorbereitet...


Manche Vorsätze für das neue Jahr bedürfen kaum Vorbereitung. Wenn man zum Beispiel mit dem Rauchen aufhören möchte, muss man einfach alle Zigaretten in der Neujahrsnacht aufrauchen oder die halbvolle Schachtel am 1. Januar einfach wegschmeißen. Mein Plan hingegen, die Weigerung 365 Tage lang keine Kleidung und ähnliches zu kaufen, musste wohl durchdacht werden. Auch wenn man einen vollen Kleiderschrank hat, gibt es Schwachstellen. Diese sind meist in der Socken- und Unterhosenschublade zu finden und wurden in den letzten Tagen des vergangenen Jahres noch schnell aufgearbeitet und dagegen angewirkt.
Heute kam das letzte Paket an, die Unterhosen wurden geliefert. Bestellt und natürlich bezahlt wurden sie im Dezember, die verspätete Lieferung ist also eher dem Onlineversand anzukreiden. Jedenfalls bin ich nun gut gerüstet und muss mich im Sportstudio nicht schämen. Da es nun für ein Jahr keine neuen geben wird, habe ich mich für die Klassiker von Herrn Klein entschieden.
Während mir Unterhosen in den vergangenen Jahren egal waren und ich mir immer die Dreier-Packs vom Schweden besorgte, ist 2010 auch das Jahr der klassischen Briefs mit Eingriff in Weiß, Grau und Schwarz gewesen. Es hat kaum modische Gründe, ich mag einfach die Form. Und wenn es darum geht sich noch schnell einen Vorrat zu legen zu müssen, dann doch wenigstens mit den Sachen die man gerne am Körper trägt!?
Bei Socken (Nein, keine Kniestrümpfe.) bin ich übrigens weniger wählerisch, da durfte es ein weiterer Zehner-Pack sein. Und auch 'modisch' habe ich vorgesorgt, neben Grauen waren auch Bunte mit in der Tüte. Ich habe übrigens tatsächlich Sorge nicht übers Jahr zu kommen. Socken halten bei mir leider nicht sehr lange und werden regelmässig nachgekauft.
Weiterhin auf der Einkaufsliste stand eine Jeans. Da ich meine Nudie ja sehr liebe, habe ich mich für eine weitere Hose dieser Marke entschieden. Nun können sie sich den Platz im Gefrierschrank teilen. Auch das neue Modell, eine Thin Finn, ist wieder tiefdunkelblau und aus Eco Organic Cotton. Weiße Sofas sind momentan mal wieder zu meiden. Aber Leute die sowas rumstehen haben, denn zum Gebrauch sind die eh selten da, sind mir etwas suspekt.
Dann war ich ja auch zwischen den Feiertagen noch bei COS. Die hatten gerade Sale und ich habe weder eine dunkelblaue Strickweste, noch kein weißes Kurzarmhemd und schon gar kein Hemd in dunklem Olivgrün im vollgestopften Kleiderschrank.
Uff, meine kleine Liste mit getätigten Einkäufen wird immer länger und es stellt sich langsam ein schlechtes Gewissen ein. Ich habe in der vergangenen Woche also ordentlich vorgesorgt und kann nun gar nicht mehr anders als ein Jahr nicht einkaufen zu gehen. Ich kann diesen Vorsatz aber auch schon deshalb nicht brechen, weil dadurch auch mindestens zwei Posts (bisher) ad absurdum und als 'Lüge' enttarnt werden würden. Und wenn ich etwas richtig doof finde, dann ist es Versprechungen zu machen die ich nicht einhalte oder eben Vorsätze zu brechen.
Das Jahr ist gerade einmal sechs Tage alt, es liegen also noch 359 vor mir. Schaue ich mir aber die vergangenen Jahre an, so wird auch dieses wie im Fluge vergehen. Ein schon jetzt gefasster Vorsatz für 2012 ist dann besser darauf zu achten was ich kaufe. Ich will weniger auf Masse setzen und mehr auf Nachhaltigkeit schauen. Dazu gehört auch keine Firmen zu unterstützen die ArbeiterInnen in In- und Ausland ausbeuten, sei es bei der Produktion oder hinterm Ladentisch.

2012/05/22

Lieblingsstücke: Zikaden Zum Anstecken...


In den 1930-er Jahren waren die Menschen fasziniert von den neuen Materialien, die nicht nur den Alltag sondern sondern auch den Inhalt der Schmuckschatullen bereicherten. Valentina machte Kleider aus Zellophan und Designerinnen wie Coco Chanel und Elsa Schiaparelli machten Modeschmuck salonfähig. Es ging nicht mehr darum edle Materialien zu imitieren, sondern besonders unedle Materialien kamen zum Einsatz. Eines dieser neuen Materialien war Lucite, eine Art Kunststoff die Acrylglas nicht unähnlich ist. 
Bei Antique & Vintage Jewellery entdeckte ich neulich Zikaden, die aus eben genau jenem Material gefertigt sind. Ihre strenge, fast architektonische Form passte perfekt in den Stilkanon des Art Deco. Nicht mehr das verspielte von Schmetterlingen und Libellen war gefragt, sondern eine klare Linie. 
Nun sind es Schmuckstücke, die nicht allein Frauen vorbehalten sind, sondern auch am Revers eines Mannes gut aussehen. Gerade jetzt im Sommer, getragen im Urlaub Süden Europas sind sie ein Hingucker. Ich habe einen Look bei Mr. Porter zusammengestellt, den die Zikaden perfekt ergänzen. 


Ralph Lauren Purple Label 
Acne
Loro Piana
Nudie Jeans
Acne
Antique & Vintage Jewellery
Oliver Rheinfrank
Linienstraße 44 / 10119 Berlin
Tel. 030 20 68 91 55

2010/09/22

Ich Packe In Meinen Koffer...

Dies wird mal ein unbebilderter Post, einzig die Aufzählung der sich in wenigen Momenten im Koffer befindlichen Kleidungsstücke und Accessoires steht im Vordergrund.
Morgen geht es in die Ferien, wieder nach Garmisch. Man braucht da nicht viel, bequeme Kleidung und nichts förmliches. Ich bleibe übrigens zwölf Tage, es muss also schon ein bisschen was mit.
Bereits gestern habe ich einen Karton mit drei Paar Schuhen, der Lederhos'n und einer dicken Jacke vorausgeschickt, im Koffer landen nun die restlichen Kleidungsstücke.
Aber hier nun meine Aufzählung:
  • zwei Jacken – eine dickere und einen leichte Übergangsjacke
  • vier Jeans – drei verschiedene Blautöne und eine in grau (die Nudie liegt gerade im Kühlfach und riecht dann morgen wieder ganz frisch)
  • eine Lederhose, schließlich gehts aufs Oktoberfest
  • fünf Pullover in dunkelblau und grau – ein dicker aus Kaschmir, einer aus einem Kaschmir-Baumwoll-Gemisch, einer aus Merinowolle, zwei aus Baumwolle
  • drei Stricjacken – eine in grau aus Wolle, zwei aus Baumwolle in dunkelblau und grau
  • zwei weiße Hemden, fünf einfarbig oder kariert
  • fünf weiße T-Shirts, vier farbige
  • neun weiße Unterhemden
  • fünfzehn Unterhosen
  • fünfzehn Paar Socken
  • zwei Paar Sneakers, dunkelblau und violett
  • ein Paar Wildlederschnürschuhe
  • ein Paar knöchelhohe Schnürstiefel falls es schneit
  • vier Gürtel, passend zu den Schuhen
Ich gehe nun weiter packen, und höre auch schon meine Urlaubsmusik. Dazu gehört:
  • Jonas Kaufmann (div. CD's)
  • Jay-Z
  • Counting Crows

2015/01/15

Nach Der Mode...

Nach Mode kommt Kleidung... Normcore, wenn man es unbedingt etikettiert haben möchte. Mein Normcore sind die immer gleichen Jeans von Nudie, Basicshirts von COS und darüber am liebsten ein Sweatshirt von Acne, an den Füssen Boots von Red Wing und drinnen Socken von Falke. Eine Alltagsuniform, die nicht zu dechiffrieren ist und auch gar keine Botschaft in sich trägt. Keine Meinung, die durch Kleidung transportiert werden soll, sondern erst durch den gefassten Gedanken und das gesprochene Wort nach aussen tritt. 
Lebt man mit der 'Mode' muss man sich heute auch auf deren Schizophrenie einlassen können, muss als Mann Jet Set-Versatzstücke und Luxus-Hooligan vermisschen. Das Ich wird eingezäunt und hinter Mauern versteckt, muss herausgeprüllt werden um sich gehör zu verschaffen und läuft doch Gefahr missverstanden zu werden, weil die Fassadenbemalung eine andere, eine vermeintlich deutlichere Sprache spricht. Wenn sich der 'Spornosexuelle', ein weiteres Etikett übrigens, das Shirt vom Leib reißt und die nächste Verkleidung, oder besser transformierte Fassade, zeigt, wird die Maskarade und Unsicherheit erst richtig deutlich.
Normcore ist nicht minimal, doch unbelasteter und ein weißeres Blatt. Weniger ist nicht weniger sondern oft der Versuch Intellekt durch Weglassen und Reduktion zu vermitteln. 'Ich brauche weder Form noch Farbe noch unnötigen Zierrat.' schreien mir diese Looks entgegen. 'Und auf Spass kannst du auch verzichten?' schreie ich zurück. Kleidung soll Spass machen, mir selbst und bestenfalls auch dem, der sich meine Klamotte den ganzen Tag anzuschauen hat. Spass habe ich dann, wenn sich das Übergestreifte nicht mehr bemerkbar macht und die Kleidung zu einem Teil von mir wird und mich sie vergessen lässt, mich nicht einschränkt und in eine Form zwängt. Womit ich wieder bei meinen Basics wäre.
Überdeutlich wird, dass dies ein Männerding ist. Frauen können sich austoben und mit Kleidung, die sogar Mode sein darf, stets neu erfinden ohne sich selbst darin zu verlieren. Es gibt kein weibliches Pendant zum Dandy, zum Gecken oder Stutzer. Mode richtete sich seit ihrer Erfindung in der Mitte des 19. Jahrhunderts in erster Linie an sie, während dem Mann nur die formale Strenge des bürgerlichen Anzugs oder die Zugehörigkeit vermittelnde Uniform angedacht war. Natürlich änderten sich Kragenformen, Jacketlängen oder Hosenweiten, doch die eigentliche Form des Auftritts und die Regeln seine Gesamterscheinung gesellschaftskonform zu halten waren allen bekannt und wurden eingehalten. Bestimmte Altersstufen erforderten bestimmte Kleidung, bestimmte Anlässe eine bestimmte Uniformierung. 

An wen adressieren Labels ihre Mode heute? 
Wer wird es tragen? 

Wenn gerade wieder all die Schauen laufen, die Marken in London, Mailand und Paris, ihre Visionen vom Morgen zeigen, stellt sich die Fragen danach, an wen die Sachen eigentlich adressiert sind. Der deutsche Kunde scheint es nicht zu sein, schließlich hängen in den Flagshipstores dann keine ausgefallenen Laufstegkreationen, sondern teure, und fraglos luxuriöse Stücke, die jede Normcoreseele zum jubeln bringen. Ein schlichter Pullover aus Kaschmir wird am Ende gekauft, doch angelockt wurde der Käufer von den attraktiven Bildern und den als neu propagierten Looks. Lassen wir uns also wieder ein auf die Schauen, auf die Livestreams und die Bilder, und träumen von Looks die wir nicht tragen werden, weil hinter den Normcore-Fassaden unser Individual-Ich sein Zuhause gefunden hat.

Bild: Look von Rory Parnell Mooney via Style.com

2010/12/28

Konsumverweigerung...


2011 wird das Jahr der Konsumverweigerung. Was das bedeutet? Ich werde im kommenden Jahr keine Bekleidung kaufen und ausschließlich mit den Sachen auskommen, die entweder schon im Schrank liegen oder aber in den kommenden drei Tagen noch angeschafft werden.
Das klingt komisch, vor allem da es jemand schreibt der zum einen gerne Sachen kauft und zum anderen, als Betreiber eines doch stellenweise modelastigen Blogs, sich permanent damit auseinandersetzt. Aber es ist eine Art Therapie oder eine Übung in Verzicht, man kann es nennen wie man will.
Natürlich ist das nicht auf meinen Mist gewachsen, Mainlandoffice von Modepilot war der Initiator der ganzen Geschichte. Sie möchte dies in 2011 durchziehen und sucht nun Mitstreiter. Da ich mich nur allzu gerne solchen Aufgaben stelle und auch gleichzeitig aus unterschiedlichsten Gründen mein Kaufverhalten umstellen möchte, kam die Aktion gerade recht. Erstmal alles auf Null fahren um dann 2012 bewußter und mit Bedacht kaufen.
Ich bin nun nicht wirklich kaufsüchtig, deshalb habe ich keine Ahnung wie die Geschichte so verlaufen wird. Momentan stelle ich es mir unproblematisch vor, ich habe ja genug Kram und komme locker hin. Andererseits ist ein Jahr lang und ich habe Angst, dass ich mit meinen geschätzten 55 Hosen (eher mehr als weniger) nicht auskommen werde. Aber so lange die Wohnung nicht abbrennt oder mir das Wasser bis in den zweiten Stock hochsteigt, kann kaum was passieren. Beides ist eigentlich auszuschließen. (Ich klopfe gerade dreimal auf die hölzerne Tischplatte!) Und ich werde auch endlich mal genötigt Schuhe neu besohlen zu lassen und Hosen zum Schneider zu bringen, damit kann ich mir auch vorgaukeln etwas Neues im Schrank zu haben.
Es will nun aber wirklich gut vorbereitet sein. Und da auch solche Kleinigkeiten wie Unterwäsche oder Socken dem Kaufverbot unterliegen, muss ich noch los zum Sockenkauf. Neue Unterhosen habe ich schon bestellt, das einzige Produkt was ich online kaufe. Und dann habe ich noch eine neue Jeans zurücklegen lassen, eine Zweite von Nudie. Wenn ich darüber nachdenke, fing damit schon die ganze Geschichte an. Es war quasi die Generalprobe für das nun Kommende.

Es bedarf ein paar Regeln, welche Folgende sind:
  • Ich darf keine Kleidung kaufen, keine Schuhe, keine Accessoires.
  • Ich darf keine Geschenke annehmen, welche Kleidung, Schuhe oder Accessoires beinhalten.
Ich neige nun selten dazu meine Outfits zu posten, das wird nun auch in Zukunft nicht der Fall sein. Ein kleiner Erfahrungsbericht hier und da, ist aber schon drin. Ansonsten muss ich halt schauen welche Entzugserscheinungen auftreten, oder wie ich mich davon abhalte, etwas zu sehen und davon zu denken, dass ich ohne dieses Hemd oder ohne diese Jacke nicht mehr leben kann. Ich bin mir sicher, ich kann!