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2025/04/05

New Video: 48 Stunden Antwerpen


 Vergangenes Wochenende hat es uns nach Antwerpen verschlagen. Sightseeing, Kunst und Läden anschauen stand auf dem Programm. Mich hat die Vielfalt und Geschäftigkeit der Stadt überrascht und begeistert. Aber seht selbst

2025/03/23

Fashion Buyer's Diary: Shopping and Art in Frankfurt


 Zum zweiten Mal in dieser Woche ging es gestern nach Frankfurt. Ziel war der Kauf eines Fahrradhelms, was wir dann aber nicht machten. Stattdessen haben wir ein Bild aus einer Galerie abgeholt, waren bisschen in Läden unterwegs und haben das gute Wetter genossen. Hier gehts zum Video

2023/12/07

Paris for a day...


 Bahndesaster, beliebtes Thema. Aber Dienstag hatten wir eins und keins. Wären fast zuhause geblieben, kurz um vier wieder ins Bett gegangen und wieder umgedreht. Die Bahn-App zeigt an 'Zug fällt aus', statt Zug umbenannt und trotzdem auf gleicher Strecke verkehrend. Wir stiegen ein, fuhren los und kamen fast pünktlich an. Heimweg, sieben Stunden später. Bangen. Pünktliche Ankunft am Umsteigebahnhof, fast pünktlich Zuhause. 

Paris an einem Tag kann man machen, wenn man muss. Glücklich macht es nicht, weil die Stadt aus dem Taxi den gesehen Flaneur verlockt. Und zurückhält. Man sitzt im Bonbonglas, Candyland ist unerreichbar. 

Arbeit ist kein Zuckerschlecken, auch nicht in Paris. Auch nicht in der Mode, schon gar nicht da. Es ist als Verlockung verpackte Pflicht, die Auswahl nur scheinbar. Ein balancieren in Interessen. Aber nett wird es durch die Menschen, die man mal zwei und manchmal viermal im Jahr sieht. Feen und Golden Retriever Welpen, manchmal Dampfwalzen und Grashalme. 

2023/11/13

Mannheim, Kunsthalle...


 45 Minuten, länger fährt man nicht von Wiesbaden nach Mannheim. Trotzdem waren wir erst zum zweiten Mal dort, und zum zweiten Mal wegen der Kunsthalle. Hat es sich gelohnt? Definitiv! 

Hoover Hager Lassnig wird als Sonderausstellung gerade beworben. Noch bis Februar kann man das Werk dreier Künstlerinnen entdecken, die mir nicht nur unbekannt waren, sondern sich auch als Überraschung entpuppten. Aber auch die Werke der klassischen Moderne, die Ausstellungen zur Neuen Sachlichkeit und zum Portrait waren sehr gut gemacht. (Die kleinen Striche mit dem Portrait Rembrandt's erinnerten mich daran, dass ich mir eben kein Teil aus der Sonderkollektion von JW Anderson gekauft haben. Mist.)

Kunsthalle Mannheim

2021/12/21

Wie's in Rom weiterging

Wir haben in Rom einen Schatz gefunden, den wir nun nicht mehr so schnell loslassen wollten. Nichts materielles, einen Wissenschatz. Bereiechernd und wertvoll. 

Frau Dr, Susanne Hohwieler begleitete uns also nicht nur durch die vatikanischen Museen, sondern wurde von uns für zwei weitere Touren angeheuert. Nach etwas hin und her, auch das Wetter kam als Faktor hinzu, entschieden wir uns für 'Barocke Lebenswelten' und für einen Rundgang durch die Villa Borghese.

Der Barock ist unverkennbar mit Rom verbunden, die Kirchenbauten und Paläste mit all ihrem Überschwang und ließen diese Kunstrichtung zu unermessliche Höhen steigen. Natürlich ist die Ranaissance der Schlüssel und der Ausgangspunkt in Kunst und Wissenschaft, der Barock bringt aber erst die Schnörkel ins Spiel und boten den Päpsten die notwendigen Stilmittel um die Selbstüberhöhung im Namen Gottes zu feiern. Die Päpste übten sich in Demut und ließen in ihren Namen Nepoten für Glanz und Pomp sorgen. Darauf will ich aber gar nicht eingehen, das ist bei Wikipedia unter 'Der Nepotismus am Heiligen Stuhl' ganz gut beschrieben. 

Innozenz X., von ihm gibt das berühmte Bild von Velázquez, an welchem sich später auch nich Francis Bacon abgearbeitet hat, pflegte den Nepotismus wie seine Vorgänger und Nachfolger. Den Palast der Familie mit illustrer Ahnenreihe, auch heute noch bewohnt von Nachfahren, besuchten wir und tauchten ein jene Welt als Schein und Sein. 


Eine Galerie, die sich um einen Innenhof legt mit Terrakottafließen an Boden. Rom ist heiß Sommer, die Böden boten Kühle. Durch die abgedunkelten Fenster, strahlten sie elektrischen Ersatzkerzen um so mehr und man konnte sich gut hineinversetzen in jenes Gefühl, welches den Besucher vor mehr als 300 Jahren vermittelt werden sollte. Selbst die Plastikschonbezüge über den Polstern kann man schnell vergessen. Jedes Bild an der Wand ist jedes Bild ein Kunstwerk, allerdings hängen dann da noch der schon erwähnte Velázquez  und eine halbe handvoll Caravaggios... Man verliert schnell den Blick fürs Detail, ist überwältigt und satt im besten Sinne des Wortes. 

Was bedeutet ein Vermögen, dass man nicht veräussern darf? Milliarden an der Wand und ein immaterielles Erbe in jeder Fuge, das Damokles-Schwert des Verfalls immer über den Köpfen schwebend. Wir wunderten uns Anfangs über verschlissene Vorhänge, die man ja auch als Charme abtun kann. Die Unterhaltskosten für einen solchen Palast lassen sich aber gar nicht ermessen, wodurch dann eine Öffnung nach aussen folgerichtig ist. Heute werden die Räume nicht nur durch Touristen wie uns durchstreift, sie werden auch gerne von Banken und Versicherungen angemietet. Der Barock hat nichts an Anziehungskraft verloren und bietet auch im 21. Jahrhundert noch eine Bühne zur Selbsterhöhung. 
 
 
Auch die Villa Borghese, Ziel unserer zweiten Tour mit Susanne (Wir waren da schon beim Du.), diente zur Darstellung päpstlichen Ruhmes durch seine Nepoten. Diese Villa war nie Wohnraum, sie war ein Festsaal für die Kunst und wieder waren es Caravaggios denen wir Aufmerksamkeit schenkten, der rote Faden unserer Romreise. Aber auch Plastiken von Bernini, wie der im Bild zu sehenden Verwandlung der Daphne nach Ovid. Faszinierend mit welcher Leichtigkeit die Figur schwebt, wie jedes Detail leicht wird. Apollo's Locken, das Tuch um seine Hüften, alles möchte man Anfassen um sich zu versichern, dass es doch aus dem harten Stein gemeiselt ist. 

In jedem Raum wurden zwei oder drei Werke herausgriffen und etwas tiefer betrachtet, nur um dafür 100 andere zu ignorieren. Wir waren nach drei Stunden auch körperlich fertig. Das Gefühl ist schwer zu beschreiben, auch nach nahezu drei Wochen habe ich noch nicht alles verarbeitet. Ich schaue die Bilder an kann die Eindrücke dieser doch nur sechs Tage noch nicht zusammenbringen. Das wird wohl auch noch etwas dauern. 

Fest steht, dass ein weiterer Besuch in Rom Pflicht ist und auch die ein oder andere Tour mit Susanne geplant ist. Die Münze in den Trevi Brunnen zu werfen war gar nicht nötig, Rom begeistert an allen Ecken und Enden. 

2021/12/11

Rom als ungeplante Bildungsreise

Nun liegt die Rom-Reise schon wieder etwas über eine Woche zurück und die ganzen Eindrücke sind noch immer nicht verarbeitet. Was als kleine Reise mit ein paar Museen geplant war, hat sich zu einem Highlight entwickelt, dass in Erinnerung bleiben wird. Nicht nur der gelungenem Überrraschungsbesuch lieber Freundinnen bereicherte die Tage auf unbeschreibliche Art und Weise, sondern auch die glückliche Fügung eine tolle Frau kennenlernen zu dürfen, die uns zum staunen brachte. Hier nun der kurze Abriss der Reise.

Nach unserem abgesagten Sizilien-Trip galt es die Flüge umzubuchen, so kam uns Rom in den Sinn und die Woche rund um meinen Geburtstag schien ideal. Statt Hotel haben wir uns auch für eine Wohnung entschieden, auch um auf eventuelle Reisebeschränkungen oder Reklementierungen besser reagieren zu können. Die Wohnung lag im Herzen der Stadt, zwischen Spanischer Treppe und Fontana di Trevi. Ein Supermarkt war nebenan, ein Restaurant gab es im Erdgeschoss - besser ging es also gar nicht. Die Wohnung hatte zwei Schlafzimmer, zwei Bäder und auch das Sofa konnte man zum schlafen nutzen. Es war Platz für sechs, allerdings war es für vier Leute bequemer und ideal für uns zwei. Von vornherein geplant war, dass eine Freundin zu uns stösst. Erfreulicherweise hatte die aber noch drei weitere im Gepäck... Sie hatten ebenfalls  eine Wohnung gleich um die Ecke, bei uns war dann für die kommenden Tage die Frühstückslocation und der Ausgangspunkt für Erkundungen.

Im Gegensatz zu meiner eigentlichen Angewohnheit Reisen durchzuplanen, habe ich mich diesmal für treiben lassen entschieden. Rom bietet einfach zu viel und an jeder Ecke gibt es spannendes zu sehen. Kirchen natürlich in erster Linie, aber auch wunderschöne Plätze und Architektur. Es gab Pflichtpunkte, die wir auch abgearbeitet haben. Das Koloseum haben wir bei einem Abendspaziergang umrundet, das Pantheon haben wir bestaunt und im Peterdom waren wir. Natürlich sind diese Bauwerke alle erstaunlich, beeindruckend und nachwirkend. Aber sie wurden einfach durch weitere Erreignisse in den Schatten gestellt. 

Einzig geplante und vorgebuchte Aktivität war der Besuch in den Vatikanischen Museen, nicht zuletzt wegen der sixtinischen Kapelle. Beim Buchen der Tickest wurden auch die verschiedenen Führungen angezeigt, auf das Wort VIP bin ich dann sofort angesprungen und wußte, das auch nichts anderes in Frage kommt. Die Eckdaten: Einzelführung vor Öffnung der Museen, individuelle Gruppe, Sprache der Wahl, Frühstück im Garten. Ok, das war es genau mein Ding. Weniger wegen des Frühstücks, welches am Ende auch besser war als gedacht, sondern wegen der Aussicht einen Guide nur für uns zu haben. Ich hab die Tickets also gebucht, aufstocken vo 3 auf 6 war auch möglich, und die Vorfreude war groß. 

 

7:30 Uhr, Treffpunkt in der Museumshalle... Wir kamen zwar verschlafen an, ich bin mir aber sicher, dass wir schnell ziemlich wach wurden als wir das leere Treppenhaus hinaufstiegen und die leeren Säle betraten. Das Sonnenlicht schien durch die Fenster und erleuchtete die Karten im Kartensaal, die Skulpturen zeigten sich uns von ihrer schönesten Seite und die Tapeserien entfalteten ihre Pracht. Konnte das noch gsteigert werden? 

Ja! Nur wir vor Raffael's 'Schule von Athen' in der Stanza della Segnatura. Es gibt Kunstwerke, die jeder schon einmal gesehen hat, die in Büchern, egal ob Geschichte oder Kunst oder Philosophie, abgebildet und zitiert werden und die letztendlich auf Postkarten landen. Das ist definitiv eines davon. Es war beeindruckend, wunderschön. Und bereichernd!

 

Aber auch das hat sich noch steigern lassen. Natürlich gehört das Deckenfresko in der Sixtinischen Kapelle zum Pflichtprogramm, es macht aber einen Unterschied ob man fast allein in der Kapelle steht oder zusammen mit vielen vielen anderen. In unserem Fall waren es circa 20 Leute, was in Anbetracht der Raumgröße quasi nichts ist. Ja, ich habe auch kurz mit den Tränen kämpfen müssen. Die Berührung von Gott und Adam wurde kitschig verklärt, ist aber tatsächlich sehr ergreifend. Die Schönheit der Farben, das geniale in Michelangelos Komposition haben mich kurz mit dem Gedanken spielen lassen einfach ein bisschen zu weinen. 

Es ist schwer diese Eindrücke in Worte zu fassen, weil sie im Nachhinein bereits wieder unreal erscheinen. 

Es kommt aber ein weiterer Faktor hinzu, der dieses Erlebnis so unglaublich wertvoll macht. Ganz abgesehen davon, dass ich diese Momente mit wirklich wichtigen Menschen habe teilen können, trug unserer Führerin dazu bei, durch ihr Wissen und die Kunst dieses zu vermitteln, die Bilder und Zeit ihres entstehens lebendig werden zu lassen. Als promovierte Historikerin und einen weiteren Doktortitel in Philosophie führte sie uns nicht nur lapidar durch die Sammlungen, die konnte die Sachen vor allem im Kontext ihrer Zeit erklären. 

Ich werde wohl einen weiteren Post zu diesem Thema verfassen müssen, schließlich begleitete und bereicherte uns Susanne noch an zwei weiteren Tage. Mehr dazu bald...

2021/12/05

VALENTINO, Rome...

Nahe der Spanischen Treppe in Rom liegt das Stammhaus von Valentino. Eigentlich sind es mehrere Häuser, die sich um einen Platz gruppieren und das Herz der Marke bilden. Schaut man aufmerksam nach oben, sieht man hinter Fenstern Kleider entstehen und die fleißigen Hände in den Ateliers wirbeln. Es geht ein Zauber von diesen Mauern aus, vergleichbar mit der Rue Cambon oder der Avenue Montaigne. 

Die Schaufestern strahlen, die Vorweihnachtszeit wird auch bei Valentino mit Pailletten und Federn zelebriert. Die neuesten Schuhe sind genauso ausgestellt, wie die klassischen Rockstuds. Die neuen Roman Studs zieren Taschen und Schuhe. Schwellenangst, die diese ehrfurcherbietenden Mauern verursachen könnten, verfliegt schnell. Die Mitarbeiter sind alle mehr als freundlich. Vielleicht ist das die Philosophie des Hauses oder aber der Krise geschuldet, an der auch große Marken durchaus zu knabbern haben können. Asiatische Touristen und Reisende aus dem Golfstaaten sind aktuell einfach kaum sichtbar in Rom, somit fehlt diese Kaufkraft auch in den Flagshipstores. 

Umschauen, anfassen, anprobieren ist also kein Thema, wir wurden sogar ausgesprochen dazu ermutigt. Bei drei Etagen Herrenmode und Accessoires beginnt dann auch genau hier das Dilemma. Alles ist einfach wunderschön. 

Angefangen hat es mit diesem wunderschönen Wollmantel, der schon vom Treppenabsatz aus meine Aufmerksamkeit auf sich zog. Ich habe ein Faible für ungefütterte Mäntel und Jacken aus Double-Face Wolle. Kommt dann noch etwas Kaschmir hinzu, ist es um mich geschehen. Doch das allein war es dann noch nicht. Applizierte Schmetterlinge können bei anderen Marken schnell zu Kitsch ausarten, bei Valentino heben sie das Stück noch etwas mehr. Der Mantel wurde also angezogen, er passte. Innerlich begann ich meinen Kontostand abzugleichen und kam schnell zu dem Schluss, dass er nicht drin ist. Ich spielte auch mit offenen Karten diesbezüglich. In anderen Geschäften werden die Verkäufer dann unsichtbar und vermitteln das Gefühl, man würde ihre Zeit verschwenden. Vincent, so hieß der Herr in diesem Fall, veränderte stattdessen seinen Blickwinkel und wurde zum Marketingprofi. Statt uns kurzsichtig Kleidung verkaufen zu wollen, verkaufte er uns die Philosophie des Hauses Valentino, die Handwerkskunst und Ästhetik hinter dem Produkt. Er hatte selbst Freude an den Dingen, wertschätzte und liebte jedes einzelne Detail. 

Ja, ich konnte seine Leidenschaft teilen. Männermode kommt viel zu oft nicht über Sweatshirts mit Markenlogo hinaus. Die Fantasie wird nicht angeregt. Hier war das Gegenteil der Fall, Träume in Stoff hingen auf den Bügeln. Ich trug einen Caban mit Stickeren aus Pailletten, die sich zu einem Karomuster fügten, einen Mantel, dessen Muster durch einzeln von Hand auf Tüll genähte Wollbahnen entstand und ein Cape, das auf meinen Schultern schwebte... Jedes Stück war handwerklich so nah an Couture, wie es eben für Ready-to-wear möglich ist. Tragbare Kunstwerke, die mich trotzdem nicht kostümiert aussehen ließen. Sie passten, sie wirkten selbstverständlich, sie werden zukünftig Richtmaß sein. 

Man probiert solche Teile nicht ohne Folgen. Man schult den Blick für Ästhetik, für Details. Die Finger spüren den Stoff und seine Haptik brennt sich ein. Diese Teile erheben. Nicht aber, weil das Logo Brust und Rücken ziert, sondern weil sie nach innen strahlen. Es geht nicht darum der Aussenwelt plump zu zeigen was man hat, sondern das Ich zu erheben. Es ist wie ein gutes Buch, ein guter Wein, gutes Essen. Nachhaltig bleiben Erinnerungen, die dann zu bewußtem Konsum führen. Das ist sicherlich zu philosophisch gedacht und es wird auch Menschen geben, die Stücke dieser Art konsumieren, entsorgen, neu konsumieren. Aber trotzdem kauft man Teile, die langlebig sind, weil sie eben gar nicht aus der Mode kommen können.

Was zählt ist in Geschäften auf Menschen zu treffen, die dem vielleicht weniger geschulten Kunden dieses Erlebnis vermitteln können. Die Kunst des Verkaufens besteht meiner Meinung nach nicht darin stumpfsinnig Ware anzuschleppen und dem Kunden nach dem Gießkannen-Prinzip überzugießen in der Hoffnung, dass er schon irgendwas mitnehmen wird. Nein, ganz im Gegenteil. Es geht darum Begeisterung zu wecken und ein Erlebnis zu kreieren, dass langfristig den Kunden in Erinnerung bleibt. Diese Erlebnisse bleiben und sorgen so dafür, dass auch das Geld am Ende in die richtigen Kanäle fließt. Wo gibt man sein Geld am liebsten aus? Da, wo das gute Gefühl auch langfristig bleibt!

2019/04/20

Lost My Heart In Florence

I've never been that much impressed by a city, as I am with Florence. We planned that trip spontaneous, it was something like a honeymoon. Some other cities have been on the list, even Paris again. Lukily we ended in the city of the Renaissance. And I'm sure it wasn't the last visit.
Before the trip I asked my boss, born and raised in Florence for some tipps, and I booked some museums to avoid to much waiting for tickets. We had the Uffizi galleries on our list, the David at the Academia and Palazzo Pitti... All in all we visited arround more or less 12 museums.

Florence is about fashion, it became rich because of it's cloth makers and even the Medici family started in that business before they became rich and famous. 
For fashion addicts the Costume Gallery at Palazzo Pitti is a must-see. Currently they are showing how animals influenced fashion in an exhipition called Animalia Fashion. Designs from Dior, Valentino, Iris van Herpen and many more designers and fashion houses are shown next to stuffed animals, paintings and sculptures from ancient times. 
The second spot for fashion enthusiasts is the Gucci Garden, or Gucci Museum. We felt brainwashed by the shown items and ready to spend some money at the store, that sells special items from the Gucci Garden Collection. But I was also surprised by the designs and how the current collections reflect the history and the archives of Gucci.

After a lot of art, a little shopping is always nice. Next to luxury stores, vintage and antiques dealers and a lot of gelato we found Richard Ginori. Founded in the 1730's it is finest table wear made in Florence. The shop is more a showroom and an amazing treasure chest. I fell in love with a series called Oriente Italiano. A cup with a cover will remind me on Florence and keep my coffee warm. 
This is just a small description of our trip. You need a few more pages to write about that amazing city, the landscape, the light, the architecture, the art... You need a room with a view, an aperitivo and an open mind. 

2019/02/04

Zurück

Eine Woche Insel mit Idealtemperatur. Warm genug für Klamotten jenseits des Wollpullis, kühl genug um angezogen zu sein.
Keine Kleidung ist nie eine Option, der Moment des Anziehens ist immer Teil des Tages. Selbst die Jogginghose am ungeduschten Körper während des ersten Kaffees ist gewählt und nie zufällig. Es sind Posen des Alltags – nicht ganz so ausgefeilt und zelebriert wie bei Beau Brummell,  aber definitiv nicht unbedacht.
Neon hebt sich gut ab vor rot sandiger Erde...

2019/01/27

Insel

Ich schaue auf die Küste Lanzarotes, schaue den Wolken und den Möwen zu; ich habe eine Cola in der Hand und höre nur das Meer. Es ist warm genug für ein T-Shirt, aber es ist nicht schwül klebrig. Alles ist perfekt. 
Das Essen ist gut, und unprätentiös. Die Gesellschaft auch. Es geht früh ins Bett, aber erst nach der Betrachtung des Sternenhimmels und gezielt an Sternschnuppen gehefteten Wünschen. 
Die Insel ist ein Traum, den ich gerne für mich behalte. Ich will sie mit wenigen teilen, weil selbst der weitestete Strand am Ende ganz schön klein sein kann und der Sand hier noch nicht einer Müllhalde gleicht.
Trauminsel gefunden!
 

2014/11/07

48h Amsterdam...

Für Amsterdam sind zwei Tage eigentlich zu wenig, trotzdem war es genug Zeit um einen ersten Eindruck zu bekommen und wiederkommen zu wollen. Michael hatte Anfang der Woche Termine und ich habe die Chance genutzt mitzukommen.
Vom Hotel aus war es zehn minütiger Fussweg vorbei an Grachten und historischen Bürgerhäusern bis in den Stadtkern, bis zum Rijksmuseum und zu den hübschen Einkaufsstrassen rund um Keizersgracht. An die Fahrräder und das verstörende Fahrverhalten der Amsterdamer kann man sich gewöhnen, allerdings waren die sonntäglichen Menschenmassen in den engen Strassen doch recht anstrengend. Da die Geschäfte auch an Sonntagen geöffnet haben, kann man sonntäglichen Eintracht deutscher Innenstädte hier nicht erwarten. Es war war aber auch eine gute Gelegenheit die schicken Amsterdamer zu sehen, die den Deutschen diesbezüglich schon noch einen Schritt voraus sind.
Am Montag habe ich dann nochmals die Stadt erkundet und vor allem die schönen, individuellen Gecshäfte angeschaut die Amsterdam zu bieten hat. Das Foam Museum für zeitgenössische Photograpie lag auf dem Weg, ebenso das Museum Van Loon, wo ganz wunderbar der Einrichtungsstil reicher Amsterdamer Kaufmannsfamilien im 18. und 19. Jahrhundert erhalten ist. Am Dienstag morgen hatte ich dann noch Zeit fürs Rijksmuseum, wobei ich mir in den drei Stunden dort nur einen kurzen Überblick habe verschaffen können. Das Museum ist riesig, die Eingangshalle hat die Größe eines Fussballfeldes und während sich die meisten vor Rembrandt's Nachtwache zusammenfinden, hat man in den restlichen Räumen ziemlich seine Ruhe.
Die Zeit verflog ziemlich schnell, trotzdem war es ein Ausflug mit vielen neuen Eindrücken. Auf jeden Fall habe ich Lust wieder hinzufahren.

Rembrandt's Nachtwache im Rijksmuseum
'Modern Times' im Philips-Flügel des Rijksmuseums
Drawing Room im Museum Van Loon
Marie Stella Maris – Best shop in town

2014/10/06

Wien...

Ein paar Tage Urlaub im Herbst sind perfekt für Städtetripps, dieses Jahr war Wien das auserkorene Ziel. Sechs Tage sind zu zwar zu kurz um alle Facetten einer Stadt kennenzulernen und zu erkunden, aber immerhin lang genug für ausgibige Museumsbesuche, eine große Anzahl an Kaffeehäusern mit verlockenden Leckereien und den ein oder anderen Drink in diversen Bars.Wir haben genossen und geschlemmt, es gab viel fürs Auge und den Magen. Hier ein paar ganz persönliche Highlights und Tipps.
Man kann Wien auf den Spuren der Habsburger erkunden, schließlich haben sie die Stadt und ihren Geist geprägt, oder aber Design und Kunst Leitfaden nehmen. Wir haben versucht beides zu vermischen und waren natürlich in der Hofburg und in Schönbrunn, aber genauso im Museum für Angewandte Kunst, wo das Helmut Lang Archiv untergebracht ist. Zusammengerechnet haben wir in den knapp sechs Tagen in zwölf Museen besucht und waren auch in der Wiener Staatsoper.
Wirklich großartig ist auch das Hofmobiliendepot, wo einem nicht nur die kaiserlichen Wohnsituationen nahegebracht werden, sondern auch die Modernität des Biedermeier. Den Kuratoren ist es gelungen eine spannende Ausstellung zu gestalten, die den Betrachter für sich einzunehmen vermag. Man kann Stunden zwischen Barocksesseln, Standspiegel und Nachttöpfen verbringen und entdeckt kreative Lösungen für Alltagsprobleme genauso wie skurile Zeitgeister, die nicht grundlos ihre Epoche nicht zu überstehen vermochten. 
Unweigerlich stößt man dann auch auf die Granden der Architektur und des Designs. Loos, Hoffmann, Wager und die Wiener Werkstätten sind allenhalben unausweichlich und nach dem Museum kann man in ihren Designs gleich noch Kleider kaufen und Drinks nehmen. Aber dazu später mehr.

Essen ist ein Kulturgut in Wien, an erster Stelle stehen natürlich die ganzen wunderbaren Süßspeißen und Torten, das Gulasch und Wiener Schnitzel. Michael hat sich auch einmal zu Kalbsbeuschel hinreißen lassen, ohne allerdings zu wissen was dies genau beinhaltet. Ich habe gleich geahnt, das es nichts gutes sein kann und war froh nicht einmal probiert zu haben.
Zu den Läden, die wirklich empfehlen kann gehört die Kaffeehäuser Central, Ritter und Prückel. Letzteres haben wir leider erst am Abreisetag entdeckt, sonst wären wohl öfter eingekehrt. Während das Central sehr klassisch und ein wenig touristisch ist, weist das Ritter eine überzeugende wienerische Schnodderichkeit auf. Gar nicht zu empfehlen ist das Café Mozart bei der Albertina, dorthin trieb uns auch nur der anhaltende Regen. 
Perfekt um den Abend ausklingen zu lassen ist die von Adolf Loss gestaltete American Bar. Hier zeigt sich die Meisterschaft seiner Ästhetik und wir waren hingerissen von der Eleganz des kleinen Raumes aus Marmor, Holz und Spiegeln. Die durchscheinende Wand aus Onyx über der Türfront gehört sicher zu schönsten, was in je in einer Bar gesehen haben. Auch die Drinks sind gut, einzig vor billigen blonden Frauen sollte man sich in Acht nehmen. 
Gut den Abend ausklingen lassen kann man auch in der Bar vom Imperial und der Bar vom Sacher. Beides eher klassische Hotelbars, aber doch unterschiedlich und charmant. 

Wenn neben den recht kostspieligen Museumsbesuchen noch etwas Geld zu shoppen übrig bleibt, dann ist Wien ein guter Platz um es unter Leute zu bringen. Zum Beispiel könnte man sich passgenaue Tischwäsche in der Schwäbischen Jungfrau anfertigen lassen, bei Lobmeyer Glasbonbonieren kaufen und bei Knize in Loos'scher Raumgestaltung einen Morgenmantel aus Kaschmir für den Preis von zwei Monatsmieten erwerben. In keiner anderen Stadt haben ich soviele Traditionsgeschäfte gesehen, die verlockende Unnützlichkeiten feil bieten und mein Herz höher schlagen lassen. 
Auch zeitgemässes findet man. Park bietet in der Mondscheingasse auf zwei Etagen Mode von Acne, Margiela, van Noten und anderen Designer. Amici hingegen hat Highfashion von Burberry, Valentino, Givenchy, etc. Auch das Outlet von Amici ist einen Besuch wert, vor allem weil das Personal wirklich freundlich und hilfsbereit ist. Im Gegensatz zum Hauptladen für Herren.
Ich kann wieder nur sagen, dass Wien tatsächlich zu meinen Lieblingsstädten gehört und ich ganz sicher bin, dass es nicht mein letzter Besuch in der Donaumetropole war! Mehr von meinen Eindrücken gibts auf meinem Account bei Instagram.

2014/06/12

Erklommen...

Nach drei Tagen Faulenzen haben wir heute das 2.316 Meter hohe Weisshorn erwandert. Ein grandioser Blick hat uns für die Strapazen entschädigt.


2014/06/10

Bergzauber...

Unterm Sonnenschirm liegend, auf die Südtiroler Bergwelt blickend, verliert man jedes Gefühl für Zeit. Es ist ein guter Ort hier oben; den wussten schon Max Planck und Richard von Weizsäcker zu schätzen.

2014/06/09

Dolce Far Niente...

Wie wir die Tage in Südtirol verbringen werden, war ziemlich schnell klar: lesend am Pool dahin dösend.
Der erste Tag verging im Fluge und war angefüllt mit süßem Nichtstun, welches nur von einheimischer Speckknödelsuppe unterbrochen wurde.

Südtirol...

Gut 30km von Bozen entfernt, auf 1.560m Höhe, haben wir unser 'Zelt' aufgeschlagen und werden unseren Urlaub genießen. Beste Grüße von hier oben!

2014/05/29

Bücher Im Mai / Urlaubslektüre...

Juni ist Urlaubsmonat, wie schon im letzen Jahr freue ich mich auf drei freie Wochen. Diesmal geht nicht an die See, sondern in die Berge. Südtirol ist das Ziel, abgelegen auf 1.600 Metern Höhe liegt unser Hotel und bietet dort nichts als Landschaft, gutes Essen und viele Ruhe zum entspannen und erholen. Es bleibt also viel Zeit zum lesen, und natürlich ist Platz für Bücher schon im Gepäck einkalkuliert.
Doch von den hier kurz vorgestellten Exemplaren sind bis auf zwei alle schon gelesen. Sie sind somit als eine geprüfte und für gut empfundene Empfehlung zu verstehen. Einzig Stefan Zweig und Miklós Bánffy werden mich begleiten. Beide bieten mit ihren knapp 500 bzw. 800 Seiten genug Stoff für zehn Tage. Und schließlich soll ja auch noch ein wenig Zeit zum wandern und zum Faulenzen am Pool bleiben. Ja, einen solchen gibt es oben auf dem Berg auch...

Vor dem Wiesbadener Literaturhaus gibt es einen Vitrinenschrank mit Bücher zu tauschen und sich gegenseitig ausleihen. Als es darum ging die eigenen Regale zu beräumen nutze ich diese Möglichkeit und konnte mit unseren Büchern hoffentlich jemanden eine Freude bereiten. Gleichzeitig und ganz ungeplant nahm ich wiederum Thomas Mann's 'Königliche Hoheit' mit nach Hause, was mich mehr als überraschte und sich als gut zu lesende Lektüre herausstellte. 
Das Buch ist nun weniger ein herausragendes literarsches Meisterwerk, eher ist ein es bisschen vorhersehbar und gut auf ein Happy End hin kalkuliert. Aber es ist auch eine schöne Geschichte, die nicht nur den Nerv des frühen 20. Jahrhunderts getroffen haben mag, sondern auch tatsächlich Realitäten beschreibt. Dollarprinzessinnen haben schließlich so manches Adelshaus vor dem Ruin gerettet und gleichzeitig das neue Geld aus der Neuen Welt gealdelt.

Karl Lagerfeld hat manchmal einen nicht sehr guten Geschmack, wie sonst kann man Eduard von Keyserling's 'Landpartie' überhaupt wieder aus der Versenkung holen, in diese Geschichte zurecht verschwunden ist? Einzig die hübsche Aufmachung, schließlich ist das Buch bei Steidl erschienen, rechtfertigen den Kauf und den Besitz. 

Gabriel Garciá Márquez ist eine Art südamerikanischer Nationaldichter, dessen Tod vor wenigen Wochen in seinem Geburtsland Kolumbien sogar eine dreitägige Staatstrauer zur Folge hatte. Seine 'Chronik eines angekündigten Todes' fand ich ebenfalls in der Vitrine vor und hat Lust auf weitere Werke des Autoren gemacht. 
(Am kommenden Dienstag wird der Film von 1986 gezeigt, ich habe große Lust ihn zu sehen.)

'Das finstere Tal' von Thomas Willman wurde im vergangenen Jahr verfilmt und mit vielen Preisen überhäuft. Gesehen habe ich den Film noch nicht, aber das Buch gelesen. Willman hat einen Alpenkrimi geschrieben, der durchaus Abgründe offenbahrt, vielleicht aber auch das ein oder andere Vorurteil über das Leben in der Abgeschiedenheit der Bergwelt aus der Mottenkiste holt. 
Ein junger Mann kehrt in das Bergdorf zurück, aus dem seine Mutter vor seiner Geburt hat fliehen müssen und in den sein Vater martialisch ermordet wurde. Schnell begreift der Leser, dass es sich um einen Rachefeldzug handelt, der noch das ein oder andere Opfer fordern wird. 
Spannend ist das Buch durchaus, allerdings sind gerade die ersten hundert Seiten eine Herausforderung, die man überwinden muss bis die Geschichte wirklich Fahrt aufnimmt. Aber im Urlaub hat man ja Zeit genug und die gerade die Berge Südtirols bieten die perfekte Kulisse für Willmanns Roman.

Österreich wurde keinesfalls von Hitlerdeutschland überrumpelt, sondern viele haben 1938 den Anschluss mehr als beführwortet. Schon den Jahren zuvor wurden Juden suksesive aus öffentlichen Ämtern verträngt oder bei den Vergaben von Ämtern übergangen. Franz Werfel's Romanfigur Leonidas zeigt in seinem Denken und Handeln genau auf, wie der Beamtenapparate vor dem Anschluss funktionierte und durchaus dem deutschen Nachbarn zu gefallen versuchte. 
Ein Brief, den 'Eine blaßblaue Frauenschrift' zierte, bringt dann kurz sein Leben aus den Fugen und schüttelt seine Ordnung durcheinander. Aber nur kurz, dann kann es ohne große Störungen weitergehen...

Gerade einmal zu einem Drittel habe ich Stefan Zweigs Erinnerungen an 'Die Welt von Gestern' gelesen, in denen er Städte, Menschen und Ansichten beschreibt, die zur Zeit des Entstehens des Buches längst der Vergangenheit angehörten.

Auch das Siebenbürgen von Miklós Bánffy ist längst untergegangen, doch der Autor, Landedelmann und Diplomat lässt es noch einmal auferstehen und in blumigen Bilder erstrahlen.

Die Bücher im Mai sind geprägt von vergangene Zeiten und spiegeln meine ganz persönliche Vorliebe wieder für Literatur, die im frühen 20. Jahrhundert angesiedelt ist. Noch besser ist sogar, wenn Wien und das untergegangene Kakanien die Bühne für die Dramen bilden.

2014/04/29

Strandtauglich...


Klar, wenn man Britt Ekland im Arm hält, kann man eigentlich alles tragen. Es schaut sowieso dann keiner mehr auf den Typen im gestreiften Zweiteiler. Aber ein bisschen Stoff, vor allem untemrum, hätte auch Rod Stewart nicht geschadet. (Vielen Dank übrigens an M&M dafür, dass sie mich auf dieses 'scharfe' Foto aufmerksam gemacht haben!)
Nun steht der Sommer bevor und damit die Ferienzeit. Wer keine schicke, zeitlose Badehose im Schrank hat oder diese vom Salzwasser ganz verblichen ist (oder aber die letztjährige Sommerfigur mit dem aktuellen Zustand nicht übereinstimmt), der findet wirklich schöne Modelle von unterschiedlichen Marken unter anderem bei Mr. Porter. Die sind zwar keine Schnäppchen, machen aber wirklich was her. Und vor allem ist man ein positiver Blickfang, auch wenn gerade keine heiße Blondine zur Hand sein sollte.

Valentino, 290 €
Orlebar Brown, 285 €
Robinson Les Bains, 155 €

2014/03/17

Weimar...


Weimar ist ein verschlafenes Städtchen, das wie kaum ein anderes über drei Jahrhunderte hinweg die deutsche Geschichte, die deutsche Kultur und die deutsche Identität prägte. Weimar steht für Sternstunden in Kunst und Literatur, hier wurde der Versuch unternommen einen demokratischen Staat zu begründen und gleichzeitig fanden die giftigen Samen der Nationalsozialisten früher als in vielen anderen Städten fruchtbaren Boden. Bei zwei zur Verfügung stehenden Tagen muss man sich entscheiden, was man machen und anschauen möchte. Wir entschieden uns für Goethe. 

Goethehaus
Christianezimmer
Goethes Bibliothek
Goethes Schlaf- und Sterbezimmer
Goethes Gartenhaus im Park an der Ilm
Fürstengruft 

2014/01/05

Unterwegs In Der Umgebung - Kloster Eberbach...


Idyllisch eingebettet, ganz nach den Regeln des Zisterzienserordens an einem Bachlauf im Tal, liegt von einer Mauer umgeben das Kloster Eberbach. Es sind nur gut 15 Minuten von Wiesbaden aus, allein in der letzten Woche waren wir zweimal dort. Nachdem am Silvestertag wieder die Klosteranlage noch der Hofladen geöffnet hatte, war beides heute zugänglich und wir hatten einen sehr spannenden und schönen Nachmittag in der ehemaligen Klosteranlage und der zugehörigen Wirtschaft. 
Die Geschichte des Klosters reicht bis ins 12. Jahrhundert zurück und steht in enger Verbindung mit dem Kloster Clairvaux, von wo aus ein Abt und zwölf Mönche, mit der Gründung eines Tochterklosters betraut, an den Rhein entsandt wurden. Bis zur Säkularisation im beginnenden 19. Jahrhundert machte die Anlage nicht nur baulich einiges durch, sie wurde auch immer wieder geplündert. Und trotzdem konnte sie zumindest äusserlich bis heute überstehen und zeugt in ihrer Geschlossenheit von der Komplexität des Klosterlebens. 
Auch für Filmaufnahmen bot und bietet das Innere des Klosters eine perfekte Kulisse, da sich dort das Mittelalter gut hat darstellen lassen. Mitte der 1980-er Jahre wurde das ehemalige Mönchdormitorium, ein gut 1.000qm großer, zweischiffiger Saal mit beeindruckendem Kreuzrippengewölbe, der als Schlafsaal für die Mönche diente, zum Schreibsaal in der Verfilmung von Umberto Eco's Roman 'Der Name der Rose'. Auch die Basilika wurde als Kulisse verwendet. 
Ruhe kann man finden in der wunderbar gepflegten Gartenanlage, sofern man nicht gerade dann dort aufschlägt, wenn die Touristen busseweise angekarrt werden. Wir hatten das Glück selbst die Basilika und die wunderschönen alten Weinkeller ganz für uns zu haben und so die Stille der Gebäude genießen zu können.