Edward Honaker zeigt auf seinem Blog nur sich selbst in seinen Tagesoutfits. Das könnte man schon fast als Old School sehen, schließlich gehört es zu den verpönten No Go's in der Bloggergemeinde. Aber egal, es macht Spass sich die Bilder anzusehen. Schon allein wegen Edward's Dackelblick bleibt man einfach hängen...
Posts mit dem Label Blogkritik werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Blogkritik werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
2013/08/23
2013/06/20
Macht Mal Was Neues...
London Men, Pitti Uomo, dann Mailand, Paris, ein bisschen Couture und zum Schluss dann noch die ganzen Messen und Fashion Weeks in der zweiten Reihe, nach drei Monaten Ruhe geht der Zirkus von vorne los. Mit dabei natürlich auch die ganzen Streetstylefotografen, die sich die Finger wund knipsen und sofern sie ihre Bildchen gewinnbringend haben verkaufen können, auch nach dreimonatiger Durststrecke wieder den Kontostand aufstocken.
Tommy Ton ist natürlich (wieder) für style.com unterwegs, aber noch niemals war ich so desinteressiert wie im Moment mir die Sachen anzuschauen. Seine Perspektiven waren frisch vor drei oder vier Jahren. Während The Sartorialist die Motive zum Stillstand brachte und in Szene setzte, zeigte sich Tommy Ton als Meister des scheinbar aus der Hüfte geschossenen Bildes. Einem Paparazzi nicht unähnlich fror er einen Moment ein und nutzte die Bewegung und den Fluss um ein Bild zu kreieren. Das machen aber mittlerweile so ziemlich alle und man kann kaum noch eine Handschrift erkennen. Alles ist gleich, alles ist gleich langweilig.
Keine Ausnahme bildet dabei die Mode, um diese auf den Bildern theoretisch zumindest gehen soll. Man kann höchstens noch an den Accessoires ablesen wann das Bild entstanden ist, die neuesten It-Bags in den neuen Trendfarben sind die Jahreszahlen unter den fehlenden Signaturen. Valentino mit Nieten ist eindeutig 2013, eine Luggage von Céline weist Richtung 2011 und die Balenciaga mit den großen Nieten ist schon lange passé. Der Rest der Kleidung ist international favorisierter Einheitsbrei, der manchmal durch ein bisschen extravaganten Vintagekram an Charakter gewinnt. Im großen und ganzen ist es aber ein wenig zurückhaltender Schrei nach Aufmerksamkeit, was man da vor und hinter Zelten oder eben total geheimen Off-Locations durch die Kamera hindurch auf den Bildschirm geliefert bekommt.
Statt eine Pause zwischen den Schauen zu machen und Reste zu verwerten, würde ich mir wünschen wieder mehr Straße zu sehen. Echte Kleidung an echten Menschen ist schon bei August Sander interessant gewesen und zeigt noch am besten Unterschiede auf, die erst den Reiz an den Menschen ausmachen. Siems Luckwaldt hat recht, wenn er für mehr Bottrop plädiert.
2013/02/27
Großes Kino...
Es stellt sich doch wirklich die Frage ob sich dieses ganze Streetstyle-Ding nicht langsam selbst überholt hat. Zumindest hat es an Kraft an und Glaubwürdigkeit verloren seit man immer nur noch die gleichen Gesichter zu sehen bekommt. Wenig erfrischend sind die russischen Püppchen und italienischen Editorialistinnen anzusehen, auch wenn sich diese deutlich ins Zeug legen immer wieder die neuesten It-Bekleidungen und Must-Have-Accessoires vorzuführen. Ob sie sich nicht selbst langsam anöden?
Tommy Ton schießt natürlich auch in diesem Jahr wieder für Style.com und ist live vor Ort um genau im richtigen Moment abzudrücken und einen gewollt ungekünstelten Eindruck zu vermitteln. Doch seine Fotos haben lange nicht mehr die Frische von vor drei oder vier Jahren, man erkennt in ihnen das abgekaterte Spiel zwischen Fotograf und Modell; manchmal sogar sehr augenscheinlich.
Wie schön ist es doch, wenn zwischendrin mal die Funken schlagen und ein Bild von der alten Kraft der Streetstyle-Fotografie zeugt. Die junge Dame im Bild hat viel zu sehr damit zu tun auf ihren schwindelerregenden Pumps die Straße zu meistern und dazu noch diesen Mantel zu raffen, der sich leicht in den Absätzen verheddern könnte, als dass sie sich um einen Fotografen scheren würde. Die Eleganz die sie ausstrahlt ist umwerfend, es ist die Würde und Grazie einer Geisha gepaart mit dem Stil einer Grace Kelly. Davon würde ich gerne wieder mehr sehen wollen!
2012/06/14
Blogempfehlung...
Nahazu all die empfohlenen Blogs lese ich in mehr oder minder regelmässigen Abständen. Trotzdem hilft es vielleicht dem ein oder anderen eine neue Seite zu entdecken, die er (oder sie) bisher nicht im Reader abgespeichert hat!?
Quelle
2012/05/03
Ich Lese Dein Blog Nicht...
Eigentlich ist es an der Zeit mal wieder ein bisschen den Rechner zu entrümpeln, mal zu schauen welche Blogs ich irgendwo und irgendwann abgespeichert habe nur um sie dann doch nie wieder zu lesen. Facebook sollte ich dann gleich noch mit bearbeiten, denn auch da tümpeln einige Leichen vor sich her und erzeugen dann, wenn ich doch kurz reinschaue gleich wieder Unmut. Vielleicht sollte ich auch einfach mal einen neuen Ordner anlegen, ihn 'vollkommener mist' nennen und als Warnung dahingehend betrachten, wie dies hier keinesfalls sein soll. Oder aber ich lasse einfach alles beim alten und ignoriere die (un)lieben Kollegen weiterhin.
P.s.: Aber natürlich lese ich auch ein paar Blogs, und die kann ich mir auch merken ohne sie abspeichern zu müssen.
P.s.: Aber natürlich lese ich auch ein paar Blogs, und die kann ich mir auch merken ohne sie abspeichern zu müssen.
2012/02/23
Roland Hoffmann Im Interview...
Roland Hoffmann PR hat sich auf Familienunternehmen spezialisiert, auf Marken mit Geschichte und Identität. Im Portfolio der Agentur finden sich Textilgiganten, die bei Forbes gelistet sind, Schuhmanufakturen mit königlicher Anhängerschaft und deutsche Luxusstores. Ich habe nun Roland Hoffmann um ein kleines Interview zu Blogs gebeten und danke ihm für interessanten Antworten.
Liest du regelmässig Blogs? Wieviele sind das so im Durchschnitt?
Ja. ca. 5
Nach welchen Kriterien wählst du sie aus? Was erwartest du von einem guten Blog?
Nach nachweislicher Qualität der Autoren. Ich erwarte einen guten Gesamtüberblick über das jeweilig abgedeckte Spektrum des Blogs.
Gibt es Unterschiede zwischen denen die du privat liest und denen die für deine Agentur von Interesse sind?
Nein, aus Zeitgründen und Informationsoverkill in einem Kommunikationsjob auf keinen Fall.
Wie sollte ein Blog sein, damit er für eine PR-Agentur interessant ist? Geht es eher um den Inhalt, die Zielgruppe oder die statischen Zahlen?
Um Zahlen geht es am wenigsten: Um profunden Inhalt, der im Fashionbereich über die reine Wiedergabe von Fashionshows, die auf Style.com ebenfalls abzurufen sind, hinausgehen muß. Es geht um News, Strömungen, Insideraustausch - kurzum möglichst Tiefeninformation innerhalb der jeweiligen Zielgruppe.
Kann du Zahlen benennen, ab wann ein Blog interessant ist?
Es gibt z. B. einen hervorragenden Blog, der hohe Anerkennung genießt, dessen Zahl jedoch unter 2.000 liegt. Qualität statt Quantität und dies fundiert, ist entscheidend!
Sind Blogs eine Plattform, auf der Werbung im klassischen Sinne funktioniert? Oder muss die speziell auf Blogs zugeschnitten sein?
Werbung muss auf den Blog zugeschnitten sein. Wie jedes Medium verlangt auch dieses seine eigene Herangehensweise.
2012/02/09
Janosch Bösche Im Interview...
Janosch Bösche schreibt nicht nur für seinen eigenen Blog restless mind, sondern ist auch für das in Athen ansässige Magazin OZON tätig. Ich habe ihn zu Blogs und Bloggern befragt, aber auch über Mode im allgemeinen. Vielen Dank für das Interview und die interessanten Antworten.
Seit wann blogst du, und wie kamst du dazu?
Mein erstes Blog hatte ich 2006 für mein Auslandssemester in Italien gemacht, da habe ich aber nur drei Artikel veröffentlicht. Richtig blogge ich seit 2009, zuerst für stilzeug.de und mein eigenes Fashionalyst.org. Eigentlich hätte ich schon zwei Jahre früher anfangen sollen, als ich im Online Marketing als Praktikant gearbeitet und verschiedene Tools und Webseiten im E-Commerce analysiert habe. Mein damaliger Vorgesetzter hat mich ermutigt, aber es hat dann doch bis 2009 gedauert, bis ich mich endlich regelmäßig geschrieben habe. Weil Fashionalyst für meine Themen nicht mehr ausreicht, arbeite ich gerade an einem neuen Format.
Gleichzeitig schreibst du für OZON, beschreibe doch bitte kurz das Format?
OZON ist ein unabhängiges Magazin aus Athen über Mode, Urbankultur, Kunst und Musik. Es wirft einen frischen Blick auf zeitgenössische Themen und reflektiert die kulturellen Einflüsse der jüngeren Vergangenheit und Popkultur. Es gibt OZON schon seit 1996, es hat sich aber mit der Zeit auch entwickelt. Mittlerweile heißt das in Griechenland veröffentlichte Format OZON Raw und erscheint zehn Mal pro Jahr, zusätzlich gibt es die internationale Ausgabe, die weltweit in ausgewählten Shops verkauft wird (in Berlin z.B. bei 'do you read me?!').
Was bedeutet Mode für Dich? Und welchen Stellenwert hat sie bei OZON?
Für mich persönlich spiegelt Mode die gesellschaftlichen Entwicklungen in all ihren Facetten wieder. So wie das Sprichwort "Wie man sich bettet so schläft man" besagt, kommt es mir oft so vor, dass "wie man sich kleidet, so erlebt man." An der Mode erkennt man, wie die Menschen ticken. So wie sie sich mit der Mode auseinander setzen, tun sie auch mit ihrem Umfeld und sich selbst. Viele haben durch ihren Beruf eine gewisse Kleiderordnung vorgegeben, aber den Unterschied erkennt man immer noch im Detail. Ich trage lieber kleinere (Designer-) Labels und konzeptionelle Stücke, die eine eigene Identität oder Geschichte haben. Als Kontrast dazu besteht meine Alltagsgarderobe aber aus vielen einfachen und bequemen Klamotten, in denen ich mich wohl fühle und meine Arbeit machen kann.
Für OZON ist Mode sehr wichtig, wir unterscheiden uns von vielen anderen Magazinen über die äußere Hülle, das Papier und seine Prägung sowie über die Modestrecken. Auch wenn wir mit größeren Marken und Herstellern zusammen arbeiten, zeigen wir diese in unorthodoxer Weise und oft auch mit einem zweideutigen Augenzwinkern.
2012/01/31
Modepilot - Im Neuen Gewand...
Die Modepilotinnen haben sich umgezogen und alles erstrahlt nun in einem neuen Gewand. Was sofort auffällt ist die neue Übersichtlichkeit, welche die Navigation auf der Seite vereinfacht. Man kann nun leichter die Archive durchstöbern und findet spannende Posts, die sonst schon in den Weiten des Internets verschwunden wären. Katrin Bierling, die sich hinter Modejournalistin verbirgt, sagt, dass es nach viereinhalb Jahren einfach Zeit für eine Veränderung wurde. Das Resultat kann sich sehen lassen!
Modepilot ist nicht ohne Grund einer der besten deutschen Modeblogs, wenn nicht sogar der Beste. Nun passt auch endlich das Design zu den Inhalten.
2012/01/11
Über Männermodeblogs...
"Within 2008, there was a massive bloom in blogs and I think everybody was writing at Blogspot", so Derek Guy (Blogger, was sonst). Nun schreiben wir mittlerweile das Jahr 2012 und die Blogwelt hat sich verändert. Nicht nur ist die Zahl derer, die einen eigenen Blog betreiben um ein vielfaches gestiegen, auch die Akzeptanz des Mediums hat sich verändert. GQ.com hat nun Blogger und Leute aus der Wirtschaft interviewt und nach deren persönlichen Erfahrungen befragt. Herausgekommen ist nicht nur eine Bestandsaufnahme über den Stand des Mediums an sich, sondern vor allem wird die Entwicklung der Männermode analysiert.
Das Interesse an Männermode hat in den letzten Jahren einen enormen Sprung gemacht. Allein wenn man sich die Anzahl der Labels anschaut, die mittlerweile auf all den Fashion Weeks rum um den Globus ihre Kollektionen zeigen, kann man dies sehen. Von den Messen ganz zu schweigen. Wenn in Berlin in der kommenden Woche wieder alles im Zeichen der Mode steht, sind es Messen wie die Seek und die Premium Men, die vor allem herausstechen. Und natürlich die Bread&Butter. Angesprochen werden da Männer die sich für authentische Mode interessieren und bereit sind mehrere hundert Euro für eine Jeans oder ein paar Schuhe auszugeben. Doch nicht weil es um das Mitmachen von Trends geht, sondern weil vor allem wieder Firmen gefragt sind, sie auf Authentizität setzen und eine eigene Geschichte transportieren. Warum tragen wir plötzlich Schuhe von Red Wings? In den Werbeagenturen muss man sich wohl kaum Sorgen darum machen, plötzlich in einer Öllache zu stehen. Aber die Schuhe versprechen eben 'der beste Freund' zu sein, der ideale Begleiter in allen Lebenslagen, selbst wenn die Wahrscheinlichkeit, dass diese je eintreten gleich Null tendieren. 'Pieces made with intergrity' beschreibt sie Cory Ohlendorf, Editor von Valet, und sagt weiter "...it helped illuminate the process of how you got a really well-made shoe or the steps it takes to build a really well-fitting jacket."
Männer interessieren sich für Mode die eine Aussage hat, nicht einfach nur trendy ist. Die Entwicklung der Männermodeblogs, vornehmlich natürlich der amerikanischen Vertreter, baute von Anfang an auf dieses Interesse und daraus entwickelte sich dann eben auch der Erfolg von Seiten wie Valet, und natürlich, mit einen Verlag im Rücken, der von men.style.com. Bevor die Seite 2009 zu GQ.com umgewandelt wurde, waren es Leute wie Josh Peskowitz, die auf lässige Art und Weise Männermode dem 'Leser' näherbrachten. Er sass dann schon mal zusammen mit seinem Kollegen im Kleiderschrank und diskutierte über die richtige Geldbörse für den Mann, die Whiskyflasche auf dem Tisch und beide unheimlich lässig. Es war eben nicht die steife Zeigefingermentalität, die bisweilen mit Stilfragen einhergeht und hierzulande auch heute noch von dem ein oder anderen 'Stilexperten' gepflegt wird. Da reden Männer über Mode, die danach in einer Bar abhängen oder im Park Fussball spielen. Kein Wunder, dass sich damit plötzlich dann auch eben Jungs identifizieren konnten, die eher verstört auf einen Haarreifen tragenden David Beckham reagierten.
"I think guys are feeling more comfortable. I think what helps is, these [blogs] are done by real guys, [readers] have a sense of who they are. It makes them more comfortable getting advice from bloggers." Damit trifft Scott Schuman den Nagel auf den Kopf und so liegt auch Nick Woosters Schluss nahe: "I think it's just totally changed the dynamic of how guys shop." Männer wollten so aussehen wie die Typen in den Blogs, die Typen die The Sartorialist auf der Straße ablichtete. Alles wirkte modern und modisch, aber eben nicht angestrengt. "I think that Michael Williams (A Continuous Lean) was the guy who said, it is possible to create a men's fashion/lifestyle blog that is something other than hot new sneaker releases for 19-year-olds or, "Let's all dress like Cary Grant." Something in between. And that was, I think, the thing that spawned 1,000 imitators.", so Jesse Thorn.
"You could say the double monkstrap shoe is a blog phenomenon." Josh Peskowitz
Nun sind wir in Bezug auf Männermode anderen Zyklen unterworfen. Abgesehen von dem was man auf dem Laufstegen sieht, brauchen Männer länger um Trends zu adaptieren. Auch vielleicht weil Kaufentscheidungen bedachter getroffen werden, was auch durch das neue Markenbewußtsein bedingt ist. Hat sich ein Mann erstmal entschieden 300€ für ein Paar der oben schon einmal erwähnten Schuhe auszugeben, kauft er sich nach zwei Monaten nicht Neue, einfach weil er plötzlich nicht mehr ohne die andere Farbnuance leben kann. Scott Schuman bringt es auf den Punkt, wenn er sagt: "Men's fashion doesn't move as fast. Men's is more about subtlety and the fit and women's is more about cut and newness. I like that difference—I hope men are never moving that fast." Erfolgreiche Männermodeblogs haben genau deshalb eine Anhängerschaft, weil sie mehr auf den Servicegedanken setzen statt 'Trends' aufzuzeigen. Vertrauen ist das Schlüsselwort. Der Leser hat das Gefühl, dass der Typ sich auskennt und ihm keinen Scheiß andrehen will. Neuerdings spielen damit auch kommerzielle Seiten, vor allem Onlineshops. Neben den zu verkaufenden Produkten gibt es Berichte und Interviews, die einen Mehrwert zum bloßen Einkauf darstellen. Man besucht Seiten wie Mr. Porter auch, weil es dort spannendes zu lesen gibt und man neue Leute 'kennenlernt'.
Zum Schluss ist nun noch die Frage zu klären, welchen Stellenwert Männermodeblogs in Deutschland haben. Es ist schwierig für mich das zu analysieren, weil mein Standpunkt nie der eines reinen Konsumenten war. 2006 habe ich angefangen zu bloggen und natürlich auch Blogs gelesen. Vornehmlich waren und sind es amerikanische Blogs, die mein Interesse auf sich ziehen. Vergleiche ich diese nun stelle ich fest, dass immer die Einfluss auf mich hatten, die eben eine Meinung darstellten und deren Macher keine PR gesteuerten Hündchen sind, sondern Männer mit klar erkennbaren Standpunkten. A Continuous Lean war von Anfang in meinem Reader, neuerdings gehört auch Isaac likes zu den Favoriten. Besonders an letzterem schätze ich eine sichtbare Offenheit, was Meinung angeht. Mir fallen noch einige weitere Beispiele ein, zum Beispiel Mister Mort, Jake Davis und viele mehr. Vergleichbares aus Deutschland zu finden ist schwierig. Horstson, aber das wars dann auch eigentlich schon. Entweder sind die Blogger zu jung und ich bin einfach nicht Zielgruppe, oder sie treffen nicht meinen Geschmack. Während amerikanische Männermodeblogs klar auf eine Zielgruppe ab 30 abzielen, weil sie selbst in genau dem Alter sind und wissen, was diese Männer wollen, sind viele hiesige Blogger einfach sehr jung und Mode wird ganz anders behandelt. Doch obwohl viel vom Ende der Blogs geunkt wird, ist hier noch einiges zu machen.
Bild via The Sartorialist
2011/12/28
Best Blog In 2011...
Es handelt sich hierbei um eine vollkommen subjektive Auswahl, schließlich kann man ein subjektives Medium schlecht objektiv bewerten. Ich habe die drei Blogs ausgewählt, die ich jeden Tag lese und die immer wieder aufs neue überraschen und durch Qualität überzeugen.
Lynn&Horst, Blica und Silvae setzen sich mit Mode auseinander, mehr oder weniger. Es geht um eine kulturelle Einordnung und um eine kritische Auseinandersetzung. Es wird eben nicht das übliche PR-Getöns weitergetragen, im Gegenteil.
Drei besondere Blogs, auf die ich mich auch 2012 freue!
2011/12/13
Streetrunway Im Interview...
Streetwunway, das sind die Schwestern Nicole und Stephanie Neuberger. Gemeinsam schreiben die beiden über Mode und all das, was dazugehört.
Gemeinsam haben sie geduldig meine Fragen über sich ergehen lassen. Vielen Dank für die aufgebrachte Zeit und für die interessanten Antworten.
Wie kamt ihr zum bloggen?
Stephanie: Um ganz ehrlich zu sein, waren die Anfänge von Streetrunway eher naiv. Wir haben beide Germanistik studiert und arbeiten freiberuflich. Wir dachten, dass Streetrunway eine Möglichkeit ist, für uns selbst über unsere Leidenschaft, die Mode, zu schreiben. Welche Arbeit hinter einem Blog steht, haben wir zu Anfang gar nicht erkannt. Schnell mussten wir feststellen, dass technische Grundkenntnisse und auch das Wissen um die rechtliche Lage zum Bloggen dazugehören. Allerdings hat sich am Inhalt unseres Blogs nichts geändert. Wie in den Anfängen geht es auch heute noch um Mode. Nur die Arbeit hinter den Kulissen der Seite ist aufwändiger, als wir zu Beginn dachten. Sicherlich arbeiten wir heute auch professioneller und haben daher das Layout der Seite angepasst. Auch die Qualität unserer Bilder ist im Laufe der Jahre besser geworden.
2011/10/31
In Eigener Sache...
In der vergangenen Woche wurde ich gefragt ob ich nicht Lust auf einen kleinen Plausch hätte. Seit gestern Abend ist das Resultat nun bei Horstson nachzulesen. Ich danke Daisydora nicht nur für die Möglichkeit dieses Gespräch zu führen, sondern auch dafür, ein so eloquenter und verständiger Gesprächspartner zu sein.
2011/10/08
Iain's Fashion Du Jour...
Iain Russell liefert fast täglich Outfitposts, bezeichnenderweise heisst die Plattform auf der er dies tut auch 'Fashion du Jour'.
Sein Stil ist klassisch, die Details lässig und durchdacht. Auch das Interior, in dem er sich immer wieder ablichtet ist mehr als cool. Wer hätte nicht auch gerne den Stuhl von Gerrit Rietveld Zuhause stehen?
"The main idea with FDJ is just to show menswear everyday. I am a lucky guy who works at a beautiful menswear store in Victoria British Columbia Canada. So I feel instead of keeping this art form local and personal why not get it out there."
2011/10/05
Blogempfehlung Zum Abend...
Gerade bekam ich per Email den Tipp mir doch mal den Blog 'Dads are the Original Hipsters' anzuschauen. Kannte ich bislang nicht, ist aber was wo man schon hängenbleibt...
Passend dazu fiel mir dann nochmals der Spiegel-Artikel ein, der sich mit der Retrowelle beschäftigte.
2011/09/27
Things I Miss...
Vor drei Jahren hatte ich zwei Lieblingsblogs, Mr. Peacock und Richard Haines. Der eine bewertete Mode und schrieb ganz wunderbar über Stil, der andere brachte Streetstyle zu Papier. Jeden Tage schaute ich vorbei und war ganz stolz, als mich Robert aka Mr. Peacock fragte, ob ich nicht Lust auf ein Interview habe. Vor drei Tagen erinnerte ich mich daran und fühlte mich gleich zurückversetzt in den Frühling 2009.
Merkwürdigerweise kann ich mich noch sehr gut in meine damalige Verfassung hineinversetzen, oder vielleicht auch schon wieder. Ich war damals in einer ähnlich Findungsphase, nur ein klein wenig unerfahrener. Ich mag noch immer die gleichen Filme und würde die meisten Fragen heute nicht anders beantworten als damals.
Gestern habe ich mir DVD's bestellt. Nicht nur weil jetzt der Herbst kommt und ich nichts mehr liebe als am Nachmittag eine Tasse Tee bei einem guten Film zu trinken. Vor allem sind es Filme die mir in den Kommentaren angeraten wurden und die sicherlich in vielerlei Hinsicht prägend sind, nicht nur in modischer Hinsicht. Vielleicht kommen sie schon morgen, dann werde ich Ihnen in den nächsten Tagen einen oder mehrere Posts widmen.
Seit mehr als einem Jahr gibt es nun keine neuen Posts mehr bei Mr. Peacock, ich vermisse sie sehr. Wenige Blogs habe mich inspiriert und mir auch so viel Spass bei lesen bereitet!
Richard Haines habe ich ungefähr zur gleichen Zeit entdeckt und war gleich begeistert von seinen 'Strichmännchen'. Mittlerweile illustriert er sehr erfolgreich für alle möglichen Magazine, damals aber war er noch unbekannt, vor allem in Deutschland. Ich schrieb du Zeit noch nebenbei für The Junction und zeigte vielleicht zum ersten Mal eine seiner Zeichnungen auf einem deutschen Blog.
Auch bei Richard schaue ich nur noch selten vorbei. Seine Auftragsarbeiten finde ich weit weniger interessant als seine Straßenszenen vor ein paar Jahren.
2011/09/22
LYNN and HORST Im Interview...
'Quality since 2007' steht groß neben dem Titel. Und in der Tat liefert Horst Meier diese in jeden einzelnen Post. LYNN and HORST setzt sich mit Mode auseinander und verortet diese immer in einen gesellschaftlichen Kontext, und vor allem in der Kunst. Vielen Dank an Horst für das Interview.
Was bedeutet Mode für Dich?
Es klingt vielleicht pathetisch, ist aber tatsächlich ein zentraler Bestandteil der Auseinandersetzung mit meinem ästhetischen Umfeld. Interessant neben der äußerlichen, sehr attraktiven Komponente, ist aber auch die psychologische Dimension von Mode. Welche Beziehungen stellt sie im kulturellen System her, welche Referenzen werden aufgegriffen, welche emotionalen Bedürfnisse der Gesellschaft gestillt. Mode ist vergänglich und auch darum wahrscheinlich für mich als Existentialist von Bedeutung. Andere setzen sich mit dem Tod auseinander, ich wähle die Kollektionen.
2011/09/21
Blica Im Interview...
Anne Feldcamp und der von ihr gemachte Blog 'Blica' gehören zu den Glanzlichtern in der Blogosphäre. Die Betrachtung von Mode und deren Einordnung in einen gesellschaftlichen Kontext findet in so gelungener Form kaum anderswo statt.
Sie war nun so nett ein paar Fragen zu Mode im allgemeinen und zu Blogs ganz speziell zu beantworten. Ich danke ihr sehr für das nachfolgende Interview.
Seit wann bloggst du regelmässig? Und wie kamst du dazu?
Ich blogge seit Anfang 2008 – mein Blog entstand nach meinem Umzug nach Wien als Privatblog, das eigentlich niemanden interessiert hat. Erst so langsam habe ich entdeckt, dass da auch noch andere über Mode bloggen und so eröffnete sich für mich so langsam die wunderbare Welt der Modeblogs.
Welchen Stellenwert hat Mode für Dich?
Ich habe in der Schule immer meine Mitschülerinnen in ihren damals angesagten Levis501- bewundert. Faszinierenderweise waren das nämlich auch die, die die Jungs abbekamen. Was ich daraus gelernt habe: Mit Kleidung kann man einfach verdammt gut tricksen. Ich habe dann gleich mal modisch rebelliert gegen die 501 und die damit einhergehenden Kleidungskonventionen. Das sah zwar ziemlich scheiße aus, war aber wohl wichtig und auch richtig. Kurz gesagt: Mit 15 wäre ein Modeblog für mich undenkbar gewesen. Die Mode an sich hat mich jedoch nie mehr so richtig losgelassen, auch wenn sich meine Leidenschaft jetzt nicht unbedingt in einem Kleiderschrein à la Anna dello Russo niederschlägt. Denn eines habe ich gelernt: Modische Improvisation ist alles.
2011/09/05
Weiter...
"Alles muss sich ändern, damit es bleiben kann wie es ist." Ungefähr so erklärt Tancredi seinem Onkel, dem alten Gattopardo, den Lauf der Dinge. Und ungefähr so kann man nun Jessica Weiß' Weggang von Les Mads auch sehen. Irgendwann wachsen Blogger aus ihren Projekten heraus, zumindest dann, wenn es sich weniger um die eigene Plattform, sondern vielmehr um das künstliche Pflänzchen eines großen deutschen Verlages handelt.
Nun verlässt mit Jessica Weiß das zweite 'Gründungsmitglied' von Les Mads das Projekt und übereignet es einem neuen Gesicht mit Spaß an Outfitposts und Begeisterungsfähigkeit für Vintage und Modeketten. Katja Schweitzberger war bisher das Gesicht von 'Bees and Ballons', und nun wird also Chefin bei Les Mads. Zuletzt bekam sie Aufmerksamkeit, weil sie ihr Gesicht für de spanische Kette Bershka zu Verfügung stellte. Das sind ideale Voraussetzungen um den Geschmack der Zielgruppe zu treffen, schließlich wollen die Leserinnen lieber Massenmarkt als wirkliche Mode.
2011/08/31
The Power Of Blogging...
Bloggen ist ein Geschäft, soweit haben wir das alle mittlerweile verstanden. Die Mechanismen dahinter sind aber weit weniger leicht zu durchschauen, vor allem dann, wenn es darum geht warum Blogs als Geschäftsmodelle funktionieren. Imran Amed öffnet nicht nur das Business hinter der Mode, sondern zeigt auf, wie strategisch Blogger agieren und welche Erfolge damit verbunden sein können.
Mit der Rubrik 'The Business of Blogging' hat BOF nun eine Reihe ins Leben gerufen, die sich vor allem den Globalplayern der Branche annimmt und deren jeweilige Geschichte und die aktuellen Geschäftsstrategien analysiert. (Wobei man gleichzeitig sagen muss, dass was für die Einen funktioniert nicht gleichzeitig beim Nächsten auch klappen muss.) Nach Susanna Lau und Tommy Ton wird nun die äusserst umtriebige Elin Kling vorgestellt. Seit 2007 bloggt sie immer unter Verwendung ihres Namens und ganz klar unter Verwendung ihre hübschen Gesichts, was den Wiedererkennungswert in meinen Augen deutlich mehr erhöht, als die meisten Phantasienamen die sich Blogger gerne geben.
Wie wichtig einzelne Blogger sind, ist die Gretchenfrage in der ganzen Geschichte. Eine wirkliche Antwort darauf kann man deshalb nicht geben, weil dies von der subjektiven Sicht des Lesers aus gesehen werden kann, aber natürlich auch an Fakten durchaus messbar ist. Das hohe Besucherzahlen seltener mit der Qualität der Blogger zu tun haben, als vielmehr mit deren Umtriebigkeit und Selbstvermarktung ist ein alter Hut, gleichzeitig kann ein kleiner Blog für seine Leser das Nonplusultra sein, was ebenfalls bekannt sein dürfte.
2011/06/30
Ergebnisse...

Die kleine Marktforschung am Rande ist nun beendet, nun gilt es aus den Zahlen die richtigen Schlüsse zu ziehen. Spannend ist zum einen die Verteilung auf männliche und weibliche Leser und die Altersgruppenaufteilung. Bei den Lesern lagen die Männer von Anfang an vorn, beim Alter war es an den ersten zwei Tagen die Gruppe 40-50. Erst später gewannen die 30-40-jährigen die Oberhand und auch die unter 30 legten nochmals zu. Das mehr Männer als Frauen die Inhalte interessant finden, war mir klar und wurde nochmals bestätigt.
Schade ist aber, dass der fast keine Kommentare mit Kritik und Anregungen allgemein zum Blog kamen. Vielleicht hat ja jemand Lust unter den Post noch was zu schreiben!?
Abonnieren
Posts (Atom)



















