2012/07/04

Haute Couture HW-2012: Elie Saab...


Die Kleider von Elie Saab sind für Prinzessinnen gemacht, nur mit einer entsprechenden Allure lassen sich diese Kleider tragen. Seine Kundinnen finden sich nicht nur in den europäischen Königsfamilien, sondern auch in denen des nahen Ostens. Eleganz wird ganz großgeschrieben, Sexappeal hingegen nur zurückhaltend eingesetzt. Wunderschön sind die Sachen auf jeden Fall immer. 

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Haute Couture HW-2012: Armani Privé...


Giorgio Armani lässt ja bekanntlich sehr gerne zwei Models ins fast gleichen Kleidern nebeneinander laufen, mal um einen geht es um eine Verdeutlichung einer Idee und mal um eine zweite Farbe. Dieses synchrone aufmarschieren finde ich bei der Couture tatsächlich ganz nett anzusehen, bei seinen anderen Kollektionen hingegen eher störend. Besonders die eher weniger spektakulären Modelle gewinnen so noch etwas an Reiz. 
Ins gesamt war die Kollektion sehr typisch für den Designer. Palazzohosen, kleine Käppchen und viele elegante Kleider wurden wieder gezeigt, dazu Kasacks mit tiefen Ausschnitten und überschnittenen Ärmel. Lässig sah es auch, und die Farben und gut fallenden Stoffe unterstützen diese Wirkung noch zusätzlich. Auch Sophia Loren und Claudia Cardinale, 'Il Gattopardo' gehört zu Armani's immer wieder zitierten Filmen, dürfte es gefallen haben. 

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Tipps Zur Berlin Fashion Week...


Glücklicherweise gehört die Nahrungsaufnahme nicht zu den Notwendigkeiten des Fashionvolkes während einer Fashion Week. Am neuen Standort des Zeltes, also direkt mit Blick auf die Goldelse, hat man schwer etwas nahrhaftes in unmittelbarer Umgebung zu finden. IMG und der Berliner Senat haben sich wohl extra Mühe gegeben um einen möglichst von aller Infrastruktur entfernten Ort zu finden. Nichts mehr mit Borchardt und Café Einstein, nichts mehr mit Adlon und Grill Royal. 
Und trotzdem gibt es auch dort mehr oder minder fussläufig ein paar Geheimtipps, die es sich zu erkunden lohnt. Hier ein paar Tipps rund um den Tiergarten:

Café am Neuen See – Der neue See liegt im süd-westlichen Teil des Tiergartens und ist ein nettes Stück (künstlicher) Natur, auf dem man im Sommer auch herumrudern kann. Direkt dran liegt das Café bestehend aus Biergarten und Glaspavillon. Entspannt kann man hier ganz gut frühstücken, mittags Pizza essen und abends dann die Beine hochlegen und sich von der ganzen Mode erholen. (10 bis 15 Minuten zu Fuss)

Marjan-Grill – Deftiges, bisweilen auch ordentlich Fettiges, bekommt man beim Marjan-Grill direkt am S-Bahnhof Bellvue. Viel Fleisch kommt da auf den Teller, wie man es von kroatischer Küche erwartet. Danach ist man dann voll bis oben hin und passt sicher nicht mehr ins knappe Outfit, aber man ist auch zufrieden und satt. Schick ist das freilich nicht. (15 Minuten zu Fuss, oder fünf mit dem Rad)

Konditorei Buchwald – Die Bedienung ist machmal etwas ruppig, ganz so wie man es den Berliner eben nachsagt, aber der Kuchen ist sensationell. Die schließen um sechs, das Publikum ist eher älter und mit Design hat die Einrichtung nichts zu tun. Gut ist es trotzdem! (ebenfalls 15 Minuten)

Teehaus im Tiergarten – Immer dann, wenn ich mal rein wollte, war entweder zu oder es gab geschlossenen Veranstaltungen. Trotzdem ist das Teehaus im Tiergarten keine schlechte Anlaufstelle für hungrige Fashion weake Besucher. (5 bis 10 Minuten)

So, mehr fällt mir jetzt spontan auch nicht ein, es gibt in der Gegend einfach nicht viel. Am besten kommt man mit dem Rad, dann ist man auch in zehn Minuten am Brandenburger Tor und hat dann wieder alle Möglichkeiten. Trotzdem sind meine vier kleinen Empfehlungen durchaus wirklich gute Ziele um den Hunger zu stillen oder einfach mal nichts mehr von der Modemeute zu hören und zu sehen. 

2012/07/03

Haute Couture HW-2012: Givenchy...


Dass Riccardo Tisci das Handwerk der Haute Couture beherrscht daran besteht kein Zweifel, doch waren mir seine Entwürfe in den letzten Jahren meist etwas zu unbelebt. Die Samurai's und Kriegerinnen waren zu starr und leblos. Die nun gezeigten Modelle gehen wieder in Richtung Kleidung, sie verbinden die Kunst mit der Mode. Besonders die Mäntel sind einen genaueren Blick wert. 

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Haute Couture HW-2012: Giambattista Valli...


Lee Radziwill hat einen Stammplatz bei Giambattista Valli, ihre Eleganz adelt die erste Reihe. Sie kann selbst zweimal hintereinander das gleiche Kleid tragen, bereits im Sommer letzten Jahres trug sie orange, und versprüht trotzdem Charme und Stil. Daneben verblassen dann all die Anna's und Ulyana's in ihren teils grenzwertigen Kostümierungen. 
Teils etwas zu kostümhaft kamen leider diesmal auch Valli's Modelle daher. An Blumen- und Waldfeen erinnerten die Mädchen, ungemein blumig für eine Herbst Winter Kollektion waren die Kleider. Während die zarten Blumenmuster und Applikationen noch zauberhaft wirkten, hätte der Designer auf den Federmantel allerdings lieber verzichten sollen. 
Trotzalledem sind Giambattista Valli's Kreationen wunderschön, tragbar und bei den Kundinnen Begehren weckend. Innovatives findet man hingegen nicht, aber das ist auch nicht die Ambition hinter der Kollektion. 

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Haute Couture HW-2012: Chanel...


Schattierungen von Grau mischt Karl Lagerfeld mit pudrigen Rosatönen, Frauen jenseits der 65 mögen das und tragen es auch gerne. Chanel denkt eben an seine Kundinnen. Einzig die jungen Gesichter der Models, jener unter 20-jährigen, wie Lindsay Wixson, geben den Kollektionen ein Stück weit Frische. Auch wenn Chanel Abverkaufszahlen hat von denen andere Marken nur träumen können und als eines der wenigen sogar noch mit der Haute Couture Gewinne einfährt, Meilensteine der Mode wird es wohl erst wieder geben, wenn mal ein neuer frischer Wind durch Rue Chambon Nummer 31 weht.

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2012/07/02

Haute Couture HW-2012: Christian Dior...


Wie sehr die Jil Sander Kollektion für den kommenden Herbst schon eine Vorschau auf Raf Simons Debüt bei Christian Dior sein würde, das wurde dann heute sehr deutlich. Raf Simons führt die im Februar zu sehende Linie fort, egal für welches Haus er nun arbeitet. Im ersten Moment war ich doch enttäuscht von dem was gezeigt wurde, ich habe wohl mehr Fantasie erwartet. Doch die Kollektion geht einfach subtiler mit dem um, was die Couture ausmacht: perfektes Handwerk und besondere Materialien. 
Raf Simons begann die Schau mit Hosenanzügen, schlichten schwarzen Ensembles. Die Form der Jacke griff eines der berühmtes Modelle von Christian Dior auf: Bar. Eine schmale, eng sitzenden Jacke mit angesetztem Schoß begründete den New Look mit und wurde zu einem weit schwingenden Rock kombiniert. Statt zum Rock trug das Model sie mit einer schwarzen Hose, dem Teil weswegen Yves Saint Laurent Anfang der 1960-er Jahre den Chefposten hat aufgeben müssen. Raf Simons ging also in die Geschichte zurück und hat zwei Meilensteine in der Geschichte der Mode in einem Outfit kombiniert. Auch die weiteren Modelle waren den Archiven entnommen und neu interpretiert. Bestickte Teepuppenkleider mit ausgeformten Bustiers und rundgeschnittene Mäntel. 
Transparente Chiffonoberteile hingegen hätte es in den 1950-er Jahren nicht gegeben, auch keine schmalen Kleider aus teils geschorenen Pelzen. Von den neuen bedruckten steifen Seiden ganz zu schweigen. Hier kommt Couture im 21. Jahrhundert an und Raf Simons zeigt meisterhaft wie sich die Geschichte einer Marke und die eines Couturiers, denn das ist Simons quasi seit heute, verbinden lassen. 

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2012/07/01

Home Sweet Home...


Drei Tage lang gab es nun keine neuen Beiträge hier, Grund dafür waren kleinen Verschönerungen der Wohnlandschaft. Wenn man sechs Jahre lang in einer Wohnung wohnt, dann lernt man leicht zu übersehen, was sich so alles angesammelt hat. Und auch das Konzept der Einrichtung ist dann nicht mehr ganz so, wie man es sich mal erdacht hat. Nun kann man damit leben, keine Frage, wenn man aber einen Interiordesigner als Freund hat, kann man den auch einspannen und zusammen mal die Hütte auf Vordermann bringen. 
Genau das haben wir gemacht, zusammen und ziemlich effektiv. Bad und Flur waren bereits vor einem Monat dran, diesmal gingen wir die Küche und dass Schlafzimmer an. Ausser neuen Kleiderschränken hat sich nichts verändert, alle anderen Möbel sind die Alten. Sie rückten nur ein bisschen an einen andere Stelle und wurden neu arrangiert. Das wirkte wahre Wunder. 



2012/06/28

D Vs. I...

Gerade begegneten mir die Leute aus dem Nachbarhaus, geschmückt mit Fahnen und Blumenketten in den Deutschlandfarben. Sicherlich gehen die zur Fanmeile. Sicherlich gehe ich da nicht hin! Und trotzdem hat mich ein bisschen das Fieber gepackt, entziehen kann man sich ja wirklich nur schwer. Mit den Freunden schreibt man sich SMS'en hin und her und verabredet sich für den Abend, mit den Kollegen tippt man auf Sieger und Verlierer; und glücklicherweise ohne finanzielle Einsätze, denn da hätte ich gleich schlechte Karten. Beim letzten Spiel allerdings gehörte ich zumindest zu denen, die das Torverhältnis richtig eingeschätzt haben, wenngleich ich auf 2:0 tippte statt auf 4:2. Heute sah meine Prognose weniger optimistisch aus, ich glaube fast nicht, dass Deutschland gewinnt. Zu viel Euphorie und Siegesgewissheit tun selten gut, zu wenig davon ist allerdings auch schlecht. Egal wie es ausgeht, es wird ein schöner Abend...

Pink...


Keiner wird mehr mitzählen, wie oft sich Anna Dello Russo während einer Modewoche umzieht. Fakt ist aber, dass sie selbst als Tanzmariechen eine gute Figur macht und ihre Beine nicht zu verstecken braucht. 


2012/06/27

Voll Im Trend...


So ein Burberry Trenchcoat in metallischem Pink kostet um die 2.500 Euro. Krasser Preis, wenn man bedenkt, wie schnell das Ding wieder aus der Mode ist. Eine Investition ist das zwar, allerdings in nichts von Bestand. Einen Euro hingegen kosteten vor zwei oder drei Jahren die Beutel aus metallisch glänzender Folie bei DOM. Das war exakt der Preis, den man für modische Eintagsfliegen ausgeben kann und sollte. 
Ich mag Mode und finde Extravaganzen auch durchaus interessant, allerdings mag ich auch Dinge von Bestand. Den Metallic-Trend, der für den Sommer 2013 die Mode bestimmen soll, hat man dann schneller über als einem lieb ist. Vor allem, wenn er erstmal von den Vertikalen durchexerziert wurde und er dank dieser die Straßen überschwemmt. 
Die billigen Tüten sind hingegen genau die richtige Dosis, und treiben einen noch dazu nicht in den finanziellen Ruin. 2.500 Euro würde ich persönlich lieber in einen Kaschmirblazer investieren, in einen dunkelblauen, oder in einen klassischen Trench vor Burberry. Beides hat man fürs Leben.

2012/06/26

DIY - The Vionnet Dress...


Die Kunst Madeleine Vionnet's lag im raffinierten Zuschneiden der Kleider. Wenige andere DesignerInnen haben die Mode des 20. Jahrhunderts so sehr beeinflusst und in technischer Hinsicht weitergebracht, wie sie. Und wenige DesignerInnen werden von den Kollegen dafür wertgeschätzt und bewundert. Dass Kleider sich an den Körper schmiegen und sanft die Silhouette nachzeichnen ist Vionnet's schrägen Schnitten zu verdanken.
Erfunden hat den Schrägschnitt nicht, sie hat auch immer betont es nicht getan zu haben. Bereits im 19. Jahrhundert wurde diese Technik verwendet, doch waren die Kleidern immer über Korsagen gearbeitet und der schräggeschnittene Stoff hatte vor allem fest über dem Unterbau zu sitzen. Mit der Befreiung des Körpers und einer neuen Vorstellung von Weiblichkeit ging eine Veränderung der Mode einher, die den Vorstellungen von Madeleine Vionnet entgegenkam und die Vionnet mit ihren Kleidern gleichzeitig vorantrieb. 
Doch was so einfach aussieht bedarf großer Könnerschaft und Kenntnisse der Anatomie der Menschen, genauso aber auch ein Wissen darum wie sich Stoffe verhalten. Nicht jeder Stoff lässt sich schräg verarbeiten oder fällt links genauso schön wie rechts.


Betty Kirke hat sich mit den Kleidern von Madeleine Vionnet auseinandergesetzt und sie bis in kleinste studiert. Unter anderen hat sie auch die Schnittgeheimnisse entschlüsselt und von der Dreidimensionalität ins Zweidimensionale übertragen. Hat man sich erstmal in den Schnitt hineingelesen, dürfte es nur noch ein mittelgroßes Problem darstellen das Kleid einfach nachzuschneidern; noch dazu weil beim oben zu sehenden Modell der Stoff auch nicht schräg geschnitten ist, sondern durch raffinierte Wickeleffekte erst so fällt. 
Dieses und weitere Kleider sind in einem Buch erschienen; insgesamt 30 Vionnet-Modelle aus verschiedenen Epochen wurden entschlüsselt und können nachgenäht werden. Vielleicht gibt es ja geschickte junge Frauen, die Lust auf ein wenig Handarbeit haben. 

Milano Men FS-2013: Z Zegna...


Z Zegna möchte mit der gestern gezeigten Kollektion mit spielerischer Leichtigkeit an das Thema Mode herangehen, statt Power Dressing zu propagieren geht es darum sich in der Klamotte, die einen den ganzen Tag begleiten soll wohl zu fühlen. Die Schnitte sind verglichen mit denen der Hauptlinie weicher, auf strenge Schulterpartien wird verzichtet und die Jacken sind ungefüttert. Bei den Farben lies sich Paul Surridge von den Arbeiten des Künstlers Dan Flavin beeinflussen, was die changierenden Nuancen aus Tangerine, Avocado und Lemon in Kombination mit Khaki und Taupe erklärt. Die Stoffe, teils Mischgewebe aus Baumwolle und Wolle, erinnern an die 1960-er Jahre; auch die Schnitte verschiedener Teile erinnern an diese Zeit. 

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2012/06/25

Sale Bei Mr. Porter...


Eigentlich bin ich ja nicht so, dass mich eine Email in Unruhe versetzt. Als aber heute die Saleankündigung von Mr. Porter kam, habe ich die Zeit bis zur Mittagspause kaum noch erwarten können und dann gleich übers iPhone die tollen Loafer von Marc McNairy bestellt. Die standen ja schon seit gut einer Woche auf der Wishlist und nun sind sie auf dem Weg zu mir nach Hause. 
Auch sonst sind schöne Teile im Sale, die einem nicht nur gut durch den Sommer bringen, sondern auch schon für den kommenden Herbst passen. Trench's von Burberry sind genauso zeitlos, wie Kaschmir Pullover von Ralph Lauren. 

Milano Men FS-2013: Ermenegildo Zegna...


Der Zegna-Mann hat im Sommer 2013 dandyeske Züge, aber eher im Beau Brummel'schen Sinne des perfekt angezogen seins. Besonders gelungen ist die Farbzusammenstellung, der Mix von hellen, sehr warmen Brauntönen mit abgestumpften Rot. Einzig die Taschen sind zu kastig, aber darüber kann man bei so tollen Looks spielend hinwegsehen. 

Via Ermenegildo Zegna

Milano Men FS-2013: Salvatore Ferragamo...


Massimiliano Giornetti hat für Salvatore Ferragamo eine wirklich beeindruckend schöne Kollektion kreiert, in der leuchtende Farben perfekt harmonieren und zusammengestellt wurden. Das machte nicht nur Spass anzuschauen, ich hätte viele Sachen eigentlich auch gerne jetzt sofort im Kleiderschrank. 

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2012/06/24

Milano Men FS-2013: Burberry Prorsum...


Während die Sommerkollektion 2012 durch Naturstoffe und viel Bast eine natürlich Erdung hatte, wird es für das nächste abgespaceder zugehen bei Burberry. Die Schnitte sind gar nicht so ausgefallen, aber die metallisch glänzenden Seiden zeugen von futuristischen Ideen in Christopher Bailey's Fantasie.  Nimmt man diesen Effekt weg, bleiben gut geschnittenen Anzüge und klassische Mäntel übrig. 
Viel spannender als all der Glanz ist in meinen Augen die Art, wie Prints untergemischt wurden. Die Bloussons und Mäntel mit der Bloomsbury-Allure sind die eigentlichen Stars der Kollektion. 

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Milano Men FS-2013: Prada...


Prada war eine Zeitreise in die 1960-er Jahre mit all den damals vorherrschendem Zukunftsphantasien. André Courrèges und Pierre Cardin erdachten damals eine Mode, die Raum und Zeit hätte überwinden können. Miuccia Prada knüpft mit dieser Kollektion genau daran an und transportiert mit klaren Linien jene nach vorn gerichtete Botschaft. Die Kollektion ist aber nicht nostalgisch, sondern wie immer ist Prada den anderen einen Schritt voraus. 

Screenshot via Prada

Diane Arbus Im Martin Gropius Bau, Und Der Berliner CSD Davor...


In Berlin schließt eine große Fotoschau an die nächste, seit Freitag sind über 200 Arbeiten der Fotografin Diane Arbus im Martin Gropius Bau zu sehen. Viele davon sind bekannt, wie der Junge mit der Spielzeughandgranate oder die eineiigen Zwillige, andere waren so noch nie zu sehen. Beeindrucken tun sie alle durch ihre Intensität und Nähe, und vor allem durch die ungeschönte, klare Aussage.
Diane Arbus startete ihre Karriere mit Modefotografie in den 1940-er und 1950-er Jahren, unter anderem war sie für verschiedene Condé Nast Titel tätig, doch davon ist in der Schau nichts zu sehen. Einzig ein paar Berühmtheiten wie Norman Mailer finden sich unter den Bildern, ansonsten sind es Menschen aus verschiedenen Welten. Arbus war fasziniert von den zu jener Zeit als abnormal geltenden, denen die ausserhalb dem lebten was allgemein als 'normal' galt. Transvestiten, Zirkusleute und Behinderte zeigte sie, und auch in Nudistencamps lichtete sie Paare ab. Wie diese Bilder vor 50 Jahren gewirkt haben mögen, kann man sich kaum vorstellen. 
Skurril wirken aber auch jene, die damals die Gesellschaft darstellten – Frauen rauchend in Kaffee's mit toupierten Haaren und Ballgäste mit Masken und dicken Schmuckstücken. In den Bildern wird eben auch sichtbar, wie sich Mode verändert und wie diese wahrgenommen wird. Die Verkleidungen von Transvestiten und die Bekleidung und das Make-up reicher Frauen auf der Fifth Ave. um 1965 sind nicht so unterschiedlich, wie man vermuten würde.
Bis Ende September ist die Ausstellung noch zu sehen. Doch während es gestern ziemlich entspannt war, würde ich vermuten, dass sich die Schau zu einem Publikumsmagneten entwickeln wird. Gerade weil das Interesse an Fotografie immer mehr zunimmt und es sich bei Diane Arbus um eine der großen Fotogarfinnen des 20. Jahrhunderts handelt. 


Ein wenig überrascht wurden wir dann vom direkt vor der Tür vorüberziehenden CSD. Das Drinnen und das Draußen vermischten sich plötzlich auf merkwürdige Art und Weise, einige der Figuren auf den Bildern von Diane Arbus schienen zum Leben erwacht zu sein. 
Zum ersten Mal in meinen 6 1/2 Berliner Jahren habe ich einen Umzug gesehen. In den Jahren vorher habe ich immer Arbeiten müssen, was ich auch keinesfalls schlimm fand. Auch in diesem Jahr hätte ich es wieder ignoriert, wäre ich nicht so zufällig reingeraten. Der Berg kam quasi zum Propheten. Auf den Stufen des Martin Gropius Baus hatten wir dann auch eine gute Sicht auf das Treiben, ohne mittendrin sein zu müssen. 
Wie nicht anders erwartet war die Parade eine riesige Werbeplattform für Erotikmessen, Sexversandhäuser und Parteien. Die SPD da zu treffen ist wenig verwunderlich, von der aggressiven Vorgehensweise der FDP war ich aber schon überrascht. Die feuerten mit Wucht und ohne Rücksicht Pappbriefchen mit Botschaften in die Menge, welche hätten ins Auge gehen können. Mich haben sie am Hals getroffen, das tat den ganzen Nachmittag lang noch weh. Fakt ist, dass es sie nicht sympathischer machte.
Hin und wieder konnte man aber auch wirklich noch etwas von einer wirklich politischen Botschaft mitbekommen. Vor allem kleinere Gruppen nutzen den Zug um zum Beispiel gegen die Verjährungsfristen sexualisierter Gewalt oder für mehr Gleichstellung zu kämpfen. Aber die wurden leicht übersehen zwischen all dem bunten Glitzer.


Für viele Besucher steht die Kostümierung und der Spass im Vordergrund, was auch durchaus legitim ist, aber mit einer politisch motivierten Demonstration nicht viel zu tun hat. Die üblichen Drag-Queen's und schillernden Samba-Chica's waren natürlich vor allem von der Partie, aufregend waren aber die wenigsten davon. Einzig die beiden Herren mit Anzug und Blumenmasken stachen nicht nur heraus, sondern hatten tatsächlich etwas fashionables...

2012/06/23

How To Dress Like Jessica Pearson...


Meiner neuen Lieblingsserie 'Suits' habe ich bereits einen Post gewidmet, unerwähnt blieb aber die Frau, die die Fäden in der Hand hält und bei der alle Männer zu spuren haben: Jessica Pearson. Ihr gehört die Anwaltfirma, sie ist der Boss, und manchmal auch die Gouvernante, die den Karren aus dem Dreck zu holen hat, wenn die Jungs wieder Mist bauen. Gespielt wird diese taffe Frau von Gina Torres,  die aus verschiedenen Serien bekannt ist und in zwei Matrix-Filmen mitgespielt hat. 
Jessica sieht man immer nur in Zusammenhang der Firma, was auch ihren Stil klar umreißt. Es sind Bürooutfits, die jedoch weit jenseits von spiessigen Etuikleidern und braven Pumps liegen. Sie ist selbstbewußt, zeigt ihre Figur und trägt natürlich nur hochhackige Schuhe, die gerne auch eine rote Sohle haben dürfen. Ihre Looks erinnern nicht selten an die von Michelle Obama, unter anderem weil auch bei Jessica die Taille genauso in den Fokus gerückt wird, wie der Schultern und Oberarme. 
Ich habe vier Looks zusammengestellt und in kleine Collagen gebastelt. Kleider, Schuhe und Taschen stammen von Net-a-Porter, die Schmuckstücke von Antique & Vintage Jewellery

Giambattista Valli / Christian Louboutin / Jil Sander / Collier mit Glassteinen ca. 1900
Gucci / Jimmy Choo / Lanvin / Kameenarmband ca. 1860
Halston Heritage / Alexander McQueen / YSL / Cut-Steel-Collier 
Micheal Kors / Christian Louboutin / Victoria Beckham / Kette mit Anhänger aus Eisen
Antique & Vintage Jewellery
Oliver Rheinfrank
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