2023/12/28

It's over...


 Weihnachten ist vorbei, welche Erleichterung. Alle Jahre wieder Vorfreude, die ihren Höhepunkt schon weit vor den Feiertagen erreicht und dann schnell abebbt und an Heiligabend gerade noch knapp im Plusbereich liegt. Nun noch Silvester, dann liegt 2023 hinter uns. 

Drei Tage bleiben um Vorsätze zu machen. Manche halten vielleicht sogar über die erste Januarwoche hinaus...

2023/12/18

Last Minute Christmas Gift Ideas...


 Noch sechs mal schlafen und schon ist wieder Weihnachten. Die Weihnachtsvorsätze vom letzen Jahr sind vergessen. 'Wir schenken uns im nächsten Jahr nichts.' wird ebenso über Bord geworfen, wie auch 'Also nächstes Jahr kümmere ich mich früher.'

Aber es ist ja noch Zeit, immerhin sechs volle Werktage. Ich habe fünf Geschenkideen* für euch, vorausgesetzt ihr lest diesen Post rechtzeitig. Wenn nicht, dann bringen diese Sachen auch an 365 Tagen in 2024 Freude.


Für den Hals - Zellweger Warmwear macht aus Overstock Cashmere namhafter Firmen tolle Accessoires, die warmhalten und lässig aussehen. Ich habe das Label im Oktober entdeckt und sofort für den Store geordert. Es wird langsam Zeit, dass ich mir ein Teil auch selbst hole. Favorit ist das Tini Dreieckstuch in grau. (95€ via @burresi_fashion)


Fürs Haar - Die Haarpflege von ONNI benutze ich nun seit fast 2 Jahren. Es gibt nichts besseres! Natürliche Inhaltsstoffe, frei von Silikonen und anderem Mist, sorgen für ein angenehmes Gefühl auf der Kopfhaut. Und die Haare haben eine tolle, gesunde Struktur. (Miniset circa 130€ via ONNI)


Für den Finger - Aloé ist ein sehr junges Brand, dass sich auf Fine Jewelry spezialisiert hat. Zarte Ringe, feine Ketten mit schwebend anmutenden Steinen und vor allem die Buchstaben sind schon jetzt ikonisch. Der Bubble-Ring würde auch mir gut gefallen. (299€ via Aloé)


Für die Tafel - Zwei oder dreimal war ich im Borchardt, jener Berliner Institution die gerne auch in den Partyspalten der Klatschpresse auftaucht. Es war nett... Nun gibt es den Glanz für Zuhause, zumindest für den Tisch. (Ab 16€ via Borchardt)


Fürs Bücherregal - Jil Sander ist ebenfalls eine Ikone. Wie Jil Sander zu Jil Sander wurde können wir nun nachlesen und an ihrem guten Geschmack ein Beispiel nehmen. (24€ überall wo es Bücher gibt)

*Dieser Post enthält keine Werbung, sondern Empfehlungen. Alle Produkte wurden persönlich gekauft, getestet und für gut befunden oder es besteht eine persönliche Bindung zu den Machern hinter den Artikeln. 

2023/12/07

Paris for a day...


 Bahndesaster, beliebtes Thema. Aber Dienstag hatten wir eins und keins. Wären fast zuhause geblieben, kurz um vier wieder ins Bett gegangen und wieder umgedreht. Die Bahn-App zeigt an 'Zug fällt aus', statt Zug umbenannt und trotzdem auf gleicher Strecke verkehrend. Wir stiegen ein, fuhren los und kamen fast pünktlich an. Heimweg, sieben Stunden später. Bangen. Pünktliche Ankunft am Umsteigebahnhof, fast pünktlich Zuhause. 

Paris an einem Tag kann man machen, wenn man muss. Glücklich macht es nicht, weil die Stadt aus dem Taxi den gesehen Flaneur verlockt. Und zurückhält. Man sitzt im Bonbonglas, Candyland ist unerreichbar. 

Arbeit ist kein Zuckerschlecken, auch nicht in Paris. Auch nicht in der Mode, schon gar nicht da. Es ist als Verlockung verpackte Pflicht, die Auswahl nur scheinbar. Ein balancieren in Interessen. Aber nett wird es durch die Menschen, die man mal zwei und manchmal viermal im Jahr sieht. Feen und Golden Retriever Welpen, manchmal Dampfwalzen und Grashalme. 

2023/12/03

Weihnachtskarten...


 Heute ist der erste Advent, die erste Kerze auf dem Adventskranz wird angezündet und noch ist die Weihnachtsvorfreude nicht in Weihnachtsshoppingfrust umgeschlagen. Den Nachmittag, besinnlich oder friedvoll, nutze ich zum Schreiben von Weihnachtskarten. 

2023/12/01

Puntarelle...


 Kennt ihr eigentlich Puntarelle? Wenn nicht, dann schnell auf die Suche machen und ausprobieren. Vom hörensagen war mir das ein Begriff, ist mir bei den Winterorderreisen nach Mailand öfter begegnet, allesdings hatte ich sie nie gegessen. Die Erweckung kam dann vor genau zwei Jahren in Rom und seitdem bin ich großer Fan.

Puntarelle, auch Vulkanspargel oder Spargelchicorée genannt, sind ein typisch römisches Gewächs und findet man hierzulande meist auf Wochenmärkten oder in italienischen Supermärkten. Äusserlich erinnert das köstliche Gemüse an Löwenzahn, aber diese Blätter interessieren gar nicht. Spannend sind die nicht ausgebildeten Blütentriebe im Inneren. 

Wie alle guten Sachen brauchen auch Puntarelle etwas Zeit und belohnen am Ende. Hier wie ich sie zubereite und am liebsten esse: 

- Äusseren Blätter entferne und Blütentriebe herausbrechen, diese dann in feine Streifen schneiden und für mindestens 3 Stunden in eine Schüssel mit Wasser und Eis legen. Das Eiswasser löst die Bitterstoffe.

- Die Streifen gut abtropfen lassen.

- Mit Olivenöl, Essig, Salz und groben Pfeffer würzen. Fein geschnittene Anchovis dazu geben und alles gut vermengen. Kurz ziehen lassen und fertig.

Es ist ein toller winterlicher Salat, ideal zu Pasta natürlich. Aber auch zu Fisch und Fleisch passen Puntarelle. Viel Spass beim ausprobieren.

2023/11/27

Designer-Koop's...


 Die Schweden waren Vorreiter, vielleicht sogar Erfinder erfolgreicher Designer-Kooperationen. Seit dem, und das ist nun fast 20 Jahre her, kooperiert fast monatlich ein High-Street- oder Fast-Fashion-Gigant mit einem Designer oder Modehaus. Erstere pushen damit ihr Image, letztere den Kontostand. Und gerade für kleinere Brands sind diese Deals lukrativ und helfen so der Marke voran. Nicht verwerflich, im Gegenteil. 

ZARA arbeitet nun schon zum zweiten Mal mit Studio Nicholson zusammen. Gegründet 2010 und inspiriert von Japanischer Architektur, Grunge, Landschaften, zeichnet sich Studio Nicholson durch zeitlose Kleidungsstücke aus, die sich wie ein Baukasten zusammenfügen. Eigentlich das genaue Gegenteil von Fast-Fashion und Überkonsum. 

Warum lohnt es sich also Teile der Kollektion zu kaufen, obwohl man ZARA ansonsten eher kritisch gegenübersteht? Die Qualität steht definitiv über dem Üblichen bei ZARA. Ich habe mir aus der letzten Capsule eine Wollhose gekauft, die sich zu einem Lieblingsteil entpuppt hat. Die Schnitte sind 1zu1 Klassiker von Studio Nicholson. Keines der Teile wird nach einmal tragen im Altkleidercontainer landen, selbst bei Ebay kosten Teile aus dem Vorjahr nun das doppelte vom Ursprungspreis. 

Ich in sehr auf das Eintreffen der Teile gespannt. Ich habe einen ecrufarbenen Pullover bestellt, der bereits ausverkauft ist, eine Jeans und eine schwarze Bundfaltenhose. Mein Feedback folgt also.

Bildquelle: ZARA

2023/11/22

Traveler's Delight...


 Ach, die Suche nach der perfekten Tasche... Gefunden habe ich sie bislang nicht, bzw. ist sie noch nicht in meinem Besitz. Heute kam mir ein Modell in die Finger, das dem aber recht nahe kommt: Romy von Le Tanneur

Reise ich eigentlich oder bin ich nur unterwegs? Hmm, aktuell eher das Zweite. Diese Woche war ich in Mailand, morgens hin und am Abend zurück. Morgen geht's nach München, auch nur für einen Tag. Und in den kommenden zwei Wochen dann noch einmal zwei Tagestrips. Was nehme ich mit? Gefühlt nichts. Keine Tasche, alles in den Hosen- und Jackentaschen und dank digitalem Allerlei braucht es auch nichts mehr in Papierform. Wozu dann also eine Tasche?

Ja, viele Dinge braucht man nicht und hätte sie trotzdem gerne. Und immer mal wieder steht dann eine Tasche auf der Wunschliste. Die Letzte, die es in den Einkaufswagen schaffte, war von Lemaire. Wunderschönes dunkelbraunes Leder, genarbt und soft. Gekauft habe ich sie nicht, getragen hätte ich sie wahrscheinlich auch selten. Haben wollen, das ist es halt meistens. 

Im Falle dieser wäre es nicht anders, trotzdem träume ich nun ein bisschen von diesem wunderschönen Teil aus genarbtem, cognacfarbenem Leder...

2023/11/17

Gemstones...


 Kleine Seitenstraßen im Marais haben einiges zu bieten, das ist ja nun wirklich kein Geheimnis. Augen auf halten und neugierig sein fällt mir nun nicht sonderlich schwer, und doch hätte ich Sande Paris fast verpasst. Doch glücklicherweise haben die Freunde den Schritt über die Schwelle gemacht, hinein in diese kleine funkelnde Schatzkammer. 65 Rue de Turenne ist nun ein fester Anlaufpunkt bei jedem Paristrip.  

Ein Kristal in taubenblau war mein erster Kauf und der Anfang einer neuen Leidenschaft. Seit dem ist die kleine Sammlung noch gewachsen und kleine Besonderheiten kamen hinzu. Ich trage die Steine abwechselnd am Ohr, einfach eingehängt in die kleine Kreole. 

Doch nicht nur ihre einzigartige Schönheit fasziniert mich, auch das Esoterische. Dem Pyrit wird nachgesagt Geld ins Haus zu bringen. Rutil Quartz war schon bei den alten Griechen dafür bekannt, die Wahrheit im Gegenüber zum Vorschein zu bringen. Rhodocrosite reinigt das Blut und hat eine euphorisierende Wirkung. Natürlich glaube ich an diese Dinge, ich hätte wohl kaum bis vor kurzem einen schwarzen Turmalin in der Hosentaschen getragen. (Dieser saugt schlechte Energie auf. Allerdings zerbricht er auch, oder lässt sich verlieren, wenn er 'voll' ist... War in dem Fall so.)

Wenn ihr in Paris seid, schaut doch mal bei Sande vorbei und lasst euch von Sandrine in diese faszinierende Welt einführen oder verliebt euch einfach in eines der angefertigten Schmuckstücke. 

2023/11/16

Tattoo für die Ohren...


 Natürlich denkt man bei Tattoo, im Zusammenhang mit Musik, entweder an Loreen's gleichnamigen ESC Winner Hit oder, auch wenn diese sich t.A.T.u. schrieben, an die Girlpopband der frühen 2000er. Jay_Jay Johanson und sein Album Tattoo wäre mir auch nicht in den Sinn gekommen, wäre ich nicht über eine von ihm erstellte Playlist auf Demnagram gestolpert. Und dann war sie wieder da, diese Platte.

Jay-Jay Johanson entdeckte ich über ARTE, die ihren Kulturauftrag schon in den 1990ern zu erfüllen wussten und einem Dorfjungen dazu brachten ein Album eines mit jazziger Stimme melancholische Lieder hauchenden Schweden im nächstmöglichen CD-Laden zu bestellen. Das ist 25 Jahre her, danach kam noch das Album Poisson und dann ist Jay-Jay Johanson wieder aus meinem Leben entschwunden. Bis dann vergangene Woche die Playlist reingeschwemmt wurde.

Nun habe ich die Lieder wieder im Ohr, kenne den Text von 'Even in the darkest hour' nach wie vor auswendig. (Ich wäre froh, wenn sich auch eine Ballade von Goethe oder Schiller so eingebrannt hätte.) Die Musik passt zum Herbst, zur aktuellen Mood und vor allem zum kommenden Wochenende und dem bevorstehenden Klassentreffen...

2023/11/14

Tchai...


 Bei Düften kriegt man mich über Stories, über Stimmungen. hima jomo hat mich wieder gepackt! 

Vergangenes Jahr stolperte ich über diese kleine, feine Marke; Winter in Manaslu ist zu einem Lieblingsduft geworden, der sich vor allem als Hochsommerfavorit entpuppte. Die Noten von Nadelholz gepaart mit Minze und Basilikum wirken bei 30Grad erfrischend und entführen im Dezember in verschneite Berglandschaften weit oben im Himalaya. Nun wurde die neue Serie lanciert, die den Schätzen dieser Region huldigt. Salz, Kaschmir und Tee sind die Basis um die herum drei aussergewöhnliche Düfte entsponnen werden, die es wert sind sie zu entdecken. 

Versteckt im Marais, in einer kleinen Seitenstraße befindet sich das Headquarter von Hima Jomo, vor gut einem Monat stolperte ich in den Laden rein und kam so in den Genuss die neuen Düfte zu probieren. Eigentlich zog mich Kaschmir zuerst in seinen Bann, lag am Namen. Dann probierte ich Tchai und es war um mich geschehen. Mitnehmen ging allerdings nicht, im Laden standen nur die Prototypen. Offizieller Launch der Serie war für Mitte November angesetzt. Ich habe also sofort bei 15West in Berlin meine  Bestellung aufgegeben, dem, soweit mir bekannt ist, einzigen Laden, der Hima Jomo in Deutschland führt. Vergangene Woche war es dann endlich soweit, der Duft kam in den Laden und wurde sofort geordert. Und heute kam das heiß ersehnte Paket an! 

Natürlich wurde gleich ausgepackt, bei TikTok ein unboxing online gestellt. Vor allem aber der Duft dem Tragetest unterzogen. Er hat nicht enttäuscht, ganz im Gegenteil!

2023/11/13

Mannheim, Kunsthalle...


 45 Minuten, länger fährt man nicht von Wiesbaden nach Mannheim. Trotzdem waren wir erst zum zweiten Mal dort, und zum zweiten Mal wegen der Kunsthalle. Hat es sich gelohnt? Definitiv! 

Hoover Hager Lassnig wird als Sonderausstellung gerade beworben. Noch bis Februar kann man das Werk dreier Künstlerinnen entdecken, die mir nicht nur unbekannt waren, sondern sich auch als Überraschung entpuppten. Aber auch die Werke der klassischen Moderne, die Ausstellungen zur Neuen Sachlichkeit und zum Portrait waren sehr gut gemacht. (Die kleinen Striche mit dem Portrait Rembrandt's erinnerten mich daran, dass ich mir eben kein Teil aus der Sonderkollektion von JW Anderson gekauft haben. Mist.)

Kunsthalle Mannheim

2023/11/09

G'funden...


 Ich habe das allererste Bild wiedergefunden, welches ich jemals auf dieser Seite gepostet habe. Tief auf der Festplatte vergraben, in einem Ordner ohne genaue Bezeichnung. Eine Reise an die Ostsee, nur für einen Tag, geknipst während der Fahrt aus dem Auto raus. 

Und da waren dann noch andere, die damit in Zusammenhang standen. Zurückkatapultiert ins Jahr 2006, an den Anfang von dem was andere vielleicht unter Karriere laufen lassen würden. Ich nenn's mal eine Stufe meiner persönlichen Entwicklung. Wunderkind, Rückerstraße, Berlin...

2023/11/06

Time goes bye...


 ...so slowly', sang Madonna. Aber eigentlich ist das Gegenteil der Fall. Wie im Fluge vergehen die Jahre und die kleinen Details und Geschichten verstecken sich mittlerweile in einen Wald aus Einsen und Nullen. Bis man sie ans Licht holt, ungewollt darüber gestolpert und bewußt eingetaucht. 

Letzteres war am vergangenen Donnerstag der Fall. Ich stolperte über dieses Medium, durchstreifte die Einträge und aus Erinnerungsfetzen setzten sich Landschaften zusammen. Immer noch mit vielen weißen Flecken zwar, aber doch verbunden. Die guten Zeiten, an den Schlechten hält man nicht fest. Genauso konstruiert wie unsere Instagram's und Tiktok's, aber etwas weniger geschönt, niemanden etwas vorspielen müssen ausser dem eigenen Selbst.

Vornehmlich waren es die Jahre in Berlin, zwischen Ende 2005 und 2012, die in einer Festplatte eingemeisselt sind. Man muss sie an den Strom anstecken, dann knarrt und zischt sie. Und schon ist man im Wunschjahr am Wunschort. Zeitmaschine. 

Zurück in die alte Stadt, das alte Viertel, die alte Straße, die alte Wohnung, die alte Küche. Der Platz, der der Mittelpunkt dieses Mediums war. Blogger, das war eine Beschreibung eines Teils meines Ich's in jenen Jahren. Das nahm Zeit in Anspruch und war Antrieb. Der Antrieb, der zu den Bildern auf der Festplatte führte und die Alben füllte. Der Antrieb, der mich meine Gedanken niederschreiben und teilen lies, mit der Kamera in der Hand an Orte brachte. Menschen treffen, lose Verbindungen knüpfen, wieder weg. Teil von etwas sein oder nur Betrachter.

Was bleibt? Bilder und Erinnerungen, Sentimentalität. Aber viel wichtiger, die Freunde, die Teil dieser Erfahrungen waren, noch immer in meinem Leben sind. Natürlich anders, räumlich weniger nah. Aber fest verwurzelt. Dankbarkeit.