2011/09/22

Mode Im Film: Sex And The City...


Das Thema des heutigen Vortrags ist sehr weit gefasst, könnte aber durchaus interessant werden. Es geht noch einmal um Mode im Film, diesmal um 'Sex and the City'. Nicht ganz klar ist, ob es sich um den ersten oder den zweiten Teil dreht. Denn obwohl in beidem die Mode nicht unwesentlich war, hatte sie doch einen unterschiedlichen Stellenwert. Im ersten Teil unterstützte sie meiner nach die Handlung, im zweiten Teile ersetzte sie diese. Oder handelt es sich gar um die Serie? Ich bin gespannt!
Der Vortrag ist Teil der Ausstellung 'Visions&Fahion' und wird noch einmal von Hildegard Ringena gehalten.

Ort: Vortragssaal Kulturforum
Zeit: 19:00 Uhr

Bildquelle

Und so wars: Nun, es war gar nicht so einfach innerhalb Berlins von A nach B zu kommen. Vor allem wenn es darum ging den Tiergarten und die große Magistrale zwischen Brandenburger Tor und Ernst-Reuter-Platz queren, was unumgänglich war um von Zuhause zum Kulturforum zu kommen.
Und da saßen dann viele Frauen (und ein paar Männer) und warteten gespannt auf den Vortrag. Doch so richtig wollte der Funke nicht zünden, das Thema drehte sich immer wieder ein bisschen Kreis. Mode kam natürlich stark vor, und natürlich auch die Macht der Marken. Die soziologischen Aspekte der wurden aber immer nur am Rande angeschnitten. Ringena hielt sich lieber in bekannten Gefilden auf, ein bisschen Prada und Manolo Blahnik, statt mehr auf Inhalte einzugehen. Und ja, die gibt es tatsächlich zwischen all den Labels. Teilweise finden sich vor allem in der Serie sogar philosophische Ansätze.
Auch den zweiten Film hat Ringena leider ausgelassen, wohl weil ihr selbst darin die Anhäufung der Labels zu viel waren. Ich verweise schon jetzt auf einen der Kommentare, der schon am Nachmittag dazu einging. Nun leider ging es aber darum nicht, es war vielleicht auch der falsche Kontext.

Kommentare:

  1. der zweite teil wird leider noch
    immer unterbewertet.

    FRED*

    AntwortenLöschen
  2. Inwiefern das, mal abgesehen von der Mode? Welche Botschaft hat der Film für Dich?

    AntwortenLöschen
  3. er zeigt z.b. dass menschen jenseits der 40 auch
    gefühle, wünsche und ansprüche haben.
    samantha ist in dem film recht gut herausgearbeitet,
    wie sie mit dem älterwerden kämpft und gleichzeitig
    eine vorstellung davon hat, wie sie sein will.
    z.b. in der boutique, als sie das kleid für die premiere
    kaufen will.
    es zeigt eindrucksvoll, wie frauen in einem bestimmten
    alter dennoch sie selbst bleiben können, spass an mode
    und schönheit haben.
    es zeigt aber auch im fall von carry und big, wie eine
    situation der leere entstehen kann, über die auch ein
    tolles appartement und glamour nicht hinwegtäuschen
    können.
    im falle von charlotte zeigt er auch, wie unsicherheit
    und verletzlichkeit entstehen kann.
    es ist ein film über das älterwerden. ein film, der zeigt,
    das gewonnenes immer wieder neu erworben und gepflegt
    werden muss (und ich weiss, wovon ich rede). er zeigt
    verletzlichkeit, aber auch den schuss esprit und ironie,
    wie man sie aus dem leben vertreibt.
    der zweite film ist wesentlich suptiler als der erste,
    durch die groteske reise aber auch lauter und skuriler.
    beides ergänzt sich gut.
    obwohl ich beide filme sehr gerne mag, finde ich den
    zweiten wesentlich besser- und das liegt nicht nur an
    lisa minelli.

    FRED*

    AntwortenLöschen
  4. Der erste Teil ist in meinen Augen, viel fester in der Handlung und viel besser durchdacht. Im zweiten kommen Paraodie und Slapstick zum Einsatz und überdecken die von dir genannten Punkte so sehr, dass sie fast erdrückt werden.
    Der Umgang mit dem Älterwerden und auch mit Krankheiten wie Krebs kommt in der Serie schon zum Vorschein und wird da besser behandelt.

    AntwortenLöschen
  5. ich hätte den vortrag halten sollen, dann
    hätte das gekracht. die haben das alle nicht
    verstanden.
    vielleicht mache ich mal einen vortrag zu dem
    thema.
    und zu SJP. ein freund sagte mal, dass sie alles
    tragen kann. das stimmt. sie sieht nicht gut
    aus, hat diese nase, das pferdegesicht, die
    alten hängearme mit der übelen haut und dennoch
    trägt keiner kleidung wie sie. das ist die ausstrahlung.
    das ist, was glamour ausmacht. das hat man oder
    man hat es nicht.
    madonna hatte es auch letzte woche in venedig.
    das war unglaublich, wie toll sie aussah und welchen
    auftritt sie hingelegt hat. das puscht ungemein.

    sicher wäre der papst besser gewesen, als der
    vortrag!

    FRED*

    AntwortenLöschen
  6. Auch ich habe mir den Vortrag angehört und bin sehr informiert und gut unterhalten nach Hause gegangen!
    Hildegard Ringena hat an prägnanten Beispielen die Aspekte Mode, Labels, Leben aufgezeigt, gemäß dem Titel und Thema des Vortrags: „Mode im Film: Sex and the City“. Gerade die soziologischen Aspekte fand ich hervorragend herausgearbeitet: Stil und persönliche Eigenheiten der Figuren, aber auch ihre Vorstellung von selbstbestimmtem Leben (siehe die Schuhe versus Kinder-Episode). Man hätte uns ja auch mit Bildern von Schuhen und Handtaschen überschütten können…
    Dass die Serie als Ausgangspunkt für viele weitere Aspekte dienen kann, ist klar, aber das hätte den Rahmen gesprengt. Die Möglichkeit, Fragen zu stellen bzw. zu diskutieren, wurde nicht wirklich genutzt, schade. Aber der lange Applaus für Frau Ringena sprach für sich.

    AntwortenLöschen
  7. Klar, der Vortrag war auch in sich rund. Aber auf einen Aspekt ist Ringena nicht wirklich eingegangen, nämlich dass die Serie auch die Träume vieler Frauen wiederspiegelt. Alle Sehnsüchte werden thematisiert und letztendlich auch gestillt, was im wirklichen Leben nunmal nicht so ist. Weder die uneingeschränkten Konsummöglichkeiten sind bei den meisten vorhanden, noch die 'Perfektion' der Körper. Die Rolle der Louise aus St. Louis und ihre Transformation hätte noch besser beleuchtet werden können, denn sie spiegelte genau das alles wieder. Aber da gings leider nur kurz um die Taschen und die Verbindung zur Marke.
    Klar wars kurzweilig, und ein entspannter Abend. Aber es war auch nur an der Oberfläche rumkratzen.

    AntwortenLöschen
  8. Ich war auch bei dem Vortrag und fand ihn keinesfalls oberflächlich. Besonders die Erläuterung der historischen Modevorbilder für die 3 Frauen fand ich toll. Vor allen Dingen die Verbindung zu "Frühstück bei Tiffany" war mir vorher gar nicht bewusst gewesen. Ich habe mir daraufhin den Hepburn-Film noch einmal angesehen und die Ähnlichkeit der Charaktere ist frappierend!

    Sie ist auch darauf eingegangen, dass die Serie die Träume von Frauen widerspiegelt und ist wie ein Lifestylemagazin/ Frauenzeitschrift in der es um Mode, Männersorgen und andere Frauenthemen geht. Und Frauenzeitschriften spiegeln ja auch nicht die Realität wieder.

    Auch die Ausführungen zur symbolischen Bedeutung z.B. von Schuhen und Prada-Hemd fand ich sehr aufschlussreich.
    Es ging ja auch nicht um "Sex and the City" im Allgemeinen sondern im Speziellen um die Mode in Serie und Film. Und die Analyse zur Mode fand ich wirklich alles andere als oberflächlich.

    AntwortenLöschen