2013/09/16

Alexander Calder In Düsseldorf...


Das Museum Ludwig in Köln baut gerade um. Das allerdings habe wir erst festgestellt als wir vor verschlossenen Türen standen. Nach Alternativen suchen kam Michael glücklicherweise dann doch noch die zündende Idee, Düsseldorf. Wichtig war Kunst und Museum, unwichtig war das Wo. 
Das da gerade eine Ausstellung mir Werken von Alexander Calder gezeigt wird habe ich schon mal gelesen, es aber wieder vergessen. Und ehrlich gesagt war es nun auch nicht so, dass ich deshalb freudig vom Stuhl gesprungen wäre. Eher war es Pragmatismus nach dem Motto 'wenn man schon mal da ist'. 
'Mobile' oder 'Stabile' darum geht es in Calders Werken, nur kurz beschäftigte er sich mit Malereien auf zweidimensionalen Oberflächen. Mehr fasziniert war er von Bewegung, und später auch von Klang; zwangsläufig mussten seine an Insekten und Flügelwesen erinnernden Skulpturen entstehen, bei denen ein kleiner Windhauch genügt um sie zum Leben zu erwecken (Quatre Systèmes Rouges, 1960). Manchmal muss aber auch der Betrachter eine Arbeit in Schwingung versetzen um eine zufällige Symphonie aus Tönen entstehen zu lassen (Small Sphere and Heavy Sphere, 1932/1933).
Was man in der Ausstellung an sich selbst und an anderen beobachten kann, ist wie ein Staunen in einem heranwächst und man beginnt die Zeit zu vergessen. Die Langsamkeit der Bewegung, Schattenspiele und Rhythmen mit ganz eigenem Takt scheinen nur schwerlich in die uns umgebende Schnelllebigkeit einzufügen zu sein und wirken wie poetische Tagträume. 

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