2013/07/27

Nicht Bereit...


In einer Auflistung von Kleidungsstücken, die zwar die 1990-er Jahre prägten, die dann nach 2000 aber in der Schublade des Verdrängenswerten landeten, darf der Stringtanga eindeutig nicht fehlen. Dieses Stück Stoff findet sich in den Unterwäscheschubladen des modernen Mannes nur, wenn a) einen Fetisch für solcherlei Utensilien hat oder aber b) doch nicht so modern ist und die Schubladen zwar von oben bepackt, aber unten nicht von den Altlasten befreit werden. Vielleicht trifft aber auch ein weiterer Aspekt zu und die Tangabesitzer ist der Mode schon wieder einen Schritt voraus und sieht kommen was andere (und damit meine ich vor allem auch mich selbst) sich noch nicht auszumalen wagen: die Rückkehr des Stringtangas in den Kanon akzeptabler Männerunterwäsche.
Der niederländische Designer Sjaak Hullekes propagiert den 'Adam Thong' bereits auf seiner Website und empfiehlt ihn unter schmalen Anzughosen oder engen Jeans. Unterwascheränder die sich abzeichnen werden im Begleittext zu einem Problem, von dem ich persönlich zumindest noch nicht viel mitbekommen habe. Vielleicht aber reden Männer auch einfach nicht darüber und der Designer hat ein bislang verschwiegen gehütetes Geheimnis aufgetan? Es wird auch auf die Bekleidungsgeschichte verwiesen und darauf, dass der Tanga ja eine lange Tradition hat. Klar, es gab auch Zeiten da waren Schamkapseln schick oder Ritterrüstungen...
Ich für meinen Teil bin noch nicht soweit dem Tanga einen Platz in meiner Unterwäscheschubladen einzuräumen. Und sollte ich jemals Probleme mit sich abzeichnenden Unterhosen haben, dann lasse ich sie halt einfach weg. Das nennt sich männlicher Pragmatismus.

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