2012/03/06

Dienstagsbuchempfehlung: Paul Bokowski - Hauptsache nichts mit Menschen...


"Montag – Etwas schreckliches ist passiert. Nie hätte ich gedacht, dass es wirklich so weit kommen könnte, aber es ist. Plötzlich, unerwartet und ohne jede Vorwarnung: Meine Mutter hat mich gegoogelt." Damit beginnt Paul Bokowski's Buch 'Hauptsache nichts mit Menschen', in dem es um die Alltäglichkeiten, die Irrungen und Wirrungen seines Lebens geht. Und nach diesem ersten Satz weiß man dann auch gleich, dass das alles ziemlich nah an einem selbst dran ist. 
Am Samstag fand ich den verheißungsvollen, dick gepolsterten Umschlag in meinem Briefkasten und entschied mich ihn erstmal neben all der anderen Post im Flur zu ignorieren. Am späten Nachmittag brachte er dann den unsortierten Stapel Briefe zum Einsturz und rief sich so in Erinnerung. Paul hatte gewonnen und nachdem ich mir Hilfe in Form eines starken Kaffees geholt habe, wurde angefangen reinzulesen. 
160 Seiten ist das Werk stark, das kann man also schnell durchlesen und bei Seite packen. Oder aber man ertappt sich dabei, wie man manche Stellen immer wieder liest und jedes Mal aufs Neue in sich hinein lacht, oder auch ziemlich debil aus sich heraus. Bisweilen sogar recht lautstark. Paul trifft den Nagel auf den Kopf und beschreibt treffend, wie es sich so lebt jenseits der Trendbezirke und mittendrin im Einheitscool. Da geht es um Studentenparty's und Sex, um die Nachbarschaft und die Eltern. Alles ist nachvollziehbar und gerade deshalb lesenswert.
Erschienen ist das Buch im Satyr-Verlag. Gerade vor Ostern kann man gleich ein paar mehr davon bestellen und sie dann weiterverschenken; an die Eltern, die Anna-Lena's in Friedrichshain und all die netten Nachbarn. Und wer mehr über Paul Bokowski erfahren will, der schaut mal auf seinem Backblog vorbei.

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