2011/04/18

Richard Long's Berlin Circle...


Schließen sich Land Art und die Ausstellung dieser Kunstgattung im musealem Raum nicht eigentlich aus? Was also wird uns das gerade im Hamburger Bahnhof gezeigt?
Land Art entstand in den späten 1960-er Jahren und wandelte Gegebenheiten in der Natur in Kunstwerke um. Diese Umwandeln kann vom Zusammenfügen und Auftürmen kleiner Steinchen bis hin zu einschneidenden und die Landschaft verändernden Umgestaltungen gehen. Am ehesten bekannt sind wohl die Arbeiten von Andy Goldsworthy, aber auch Olafur Elliason's Arbeiten können teilweise als Land Art bezeichnet werden.
Wer regelmässig im Hamburger Bahnhof seine Runden dreht, dem wird zumindest der Steinkreis 'Berlin Circle' von Richard Long bekannt vorkommen. Dieses Werk, Teil der Sammling Marx, ist nun wieder ausgestellt und wird ergänzt durch kleinere Arbeiten aus Torf oder Steinen. Aber auch ein überdimensionales Wandgemälde, ebenfalls in Kreisform ist zu sehen.
Zurück zur Ausgangsfrage: Schaut man sich die Definition von Land Art an, so fällt doch bei dieser Darstellungsform eine Komponente weg, nämlich die Natur. Zwar wird der Kreis aus Steinen gebildet, doch findet er sich eben nicht in der Natur und kann sich somit auch nicht auf sie beziehen. Faszinierend ist natürlich die Art der Anordnung, die sich durch die Legung ergebenden Muster. Sind sie willkürlich entstanden oder hat jeder Stein seine Position und ihr Zusammenspiel eine tiefere Bedeutung?



1 Kommentar:

  1. siehe zur ersten abbildung in formaler analogie: markus draper, besonders ausstellung "boden null", galerie gebr. lehmann, 2009

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