2013/01/10

London Men HW-2013: E. Tautz / Hardy Amies / Shaun Samson / J.W. Anderson...


Wieder Hosen mit Bündchen. Auch bei E. Tautz werden die sehr weiten Hosen unten gezügelt und schaffen eine ziemlich runde Silhouette, die durch weite Jacken noch verstärkt wird. Doch das ist nur der eine Teil der Kollektion, der andere ist deutlich mehr auf Figur gearbeitet und erinnert von der Farbgebung und dem Mustern her an John Steed und seine britische Förmlichkeit. 
Ein besonderer Hingucker ist der brombeerfarbene, gegürtete Mantel. Der ist von einer Eleganz, die ihres Gleichen sucht. 


Bei Hardy Amies, ebenfalls stark verwurzelt in der britischen Bekleidungskultur, finden die Ausbrüche deutlich subtiler statt als bei manchen seiner Kollegen. Vor allem sind es Anzüge, die gezeigt werden. Sie spielen die Klaviatur der Grautöne rauf und runter, violett, rot und braun wurden nur dezent beigemischt. Mein Favorit ist die kastige Jacke mit dem breiten Überschlag.


Ähnlich geschnitten wie die Jacke bei Amies sind die Sweatshirts bei Shaun Samson. Sie bestechen vor allem durch die Farben und die Streifenverläufe.


Die Kollektion mit der uns J.W. Anderson zu überzeugen versucht, ist weniger leicht zu beschrieben als die seiner Kollegen. Die Beinfreit der Models, die Rüschen an den Stiefeln und die pudrigen Farbtöne sind noch leichte Kost verglichen mit den engen Leibchen, die man so wohl kaum an Männerkörpern erwarten würde. 
Insgesamt ist es eine Kollektion mit tollen Einzelteilen, wie zum Beispiel dem Mantel in apricot mit dem weißen Kragen. Und allgemein kann man die Oberteile wohl noch eher tragen als die Shorts und Röckchen.

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