2012/08/05

Größer Und Größer - Das Berliner Olympiastadion...


Einen Eindruck vom Größenwahn der Nazis bekommt man in Berlin ja an vielen Orten, allein die noch stehenden Regierungsbauten in Berlins Mitte zeugen davon. Die stehen jedoch eingebettet ins Stadtbild da und man kann die Dimensionen nicht wirklich erfassen, zumindest wirken sie kaum erschreckend. Bei Olympiastadion hingegen hat man nur den Bau, der viel Platz hat um seine Wirkung zu entfalten. 
Ich war zwar schon einmal da, allerdings habe ich mir da nicht das zugehörige Gelände angeschaut. Gestern Nachmittag, nach einem kleinen Samstagsausflug zu Ikea, haben wir am Olympiagelände halt gemacht, es liegt ja quasi auf dem Weg, und uns mal alles angeschaut. Zuerst das Stadion, dann den Glockenturm mit der Langemarck-Halle und dann noch die im Stil der Neuen Sachlichkeit erbauten Sportstätten. 
Überall auf dem Gelände wird das überproportionierte Ego des Dritten Reiches richtbar, ob nun in den Säulenhallen des Stadions oder den Statuen von Arno Breker. Vor allem aber in der Langemarck-Halle wird das verquere Bild dieser Diktatur sichtbar. Heldenmythos und Aufopferung für das vermeintliche Vaterland, damit liessen sich sogar die olympischen Spiele instrumentalisieren. In einem Informationszentrum wird diese Thematik gut aufgearbeitet. Und in gewisser Weise hat sich daran bis heute nichts geändert, die Spiele sind immer eine Möglichkeit Größe und Macht zu demonstrieren. 












1 Kommentar:

  1. schwieriges Thema, auf der einen Seiten finde das Olympia-Stadion schon gelungen und beeindruckend, man muss aber unbedingt dieses Größenwahn und Rassismus sehen. Was ich klasse finde, hat dort auch stattgefunden ist das Hitler, Jesse Owens zu vier Goldmedaillen die Hand schütteln mußte. Ich war schon oft da und habe einfach nur die Veranstaltungen genossen.
    Siegmar

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