2012/02/29

Dodo - Ein Leben In Bildern...


Rund zwei dutzend Kostümentwürfe von Dodo, die so bislang noch nie präsentiert wurden, besitzt die Kunstbibliothek. Wenn heute Abend die Ausstellung im Kulturforum eröffnet wird, werden sie zum ersten Mal seit ihren Schenkung im Jahre 1929 zu sehen sein, zusammen mit gut 100 weiteren Grafiken der Künstlerin. 
1907 wurde Dodo, die bürgerlichem Namen Dörte Clara Wolff hieß, in Berlin geboren. Ihre Eltern gehörten dem gehoben Bürgertum an, was Dodo eine sorgenfreie Kindheit bescherte. Ab 1926 arbeitete Dodo als freie Modeillustratorin, nach dem sie zuvor an der Schule Reimann eine Ausbildung absolvierte. Sie konnte sich rasch einen festen Kundenkreis aufbauen, zu dem zwischen 1927 und 1929 das Unterhaltungsblatt Ulk gehörte. Ihre Gouachen beschrieben das mondäne Leben im modernen Berlin, aber auch die Entfremdung der Geschlechter. Ihre Arbeiten bewegen sich zwischen Art Déco und Neuer Sachlichkeit, und sie entlarven die vorherrschende Oberflächlichkeit der Zeit. Zu Beginn der 1930-er Jahre hat Dodo Berlin verlassen müssen, ihre jüdische Herkunft machte dies unumgänglich. 
Insgesamt 120 Arbeiten werden nun zum ersten Mal zusammenhängend gezeigt und zeigen die verschiedenen Lebensstationen die Künstlerin über alle Turbulenzen hinweg auf. Zu sehen sind die Arbeiten bis zum 28. Mai. 

Bild: Dodo, 'Der Dalmatiner', für ULK, 1929

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