2012/01/31

Jack Pierson Für Bottega Veneta...


Jack Pierson hatte die Fotografie schon aufgegeben, er wollte keine Jungs mehr ablichten und keine sexuellen Phantasien, die unerfüllten wie die erfüllten, mehr schüren. Dabei war es genau das, was ihn berühmt machte. Seine Arbeiten, so beschreibt es zumindest Monopol in einem Artikel von 2009, liegen im Spannungsfeld von Nan Goldin's Heroin-Elegien, der sexuell aufgeladenen Modestrecken von Bruce Weber und den Schwarz-Weiß-Akten von Peter Hujar. "Jack Pierson ist Chronist unerfüllter Sehnsüchte."
Bei Bottega Veneta ist es schon Tradition die Kampagnen von Fotografen machen zu lassen, die eher selten Mode ablichten und deshalb den Bildern einen künstlerischen Aspekt hinzugeben, den man bei klassischen Modefotografen manchmal vermisst. Nimmt man den Markenschriftzug weg, bleibt hier immer noch ein spannendes Foto. Das oben zu sehende Bild würde sich, natürlich ohne Schriftzug, auch gut neben meinen Walter Pfeiffer Fotos im Flur machen. Jack Pierson löst nun Robert Polidori ab, der die Herbstkampagne geschossen hat.
Leider ist nicht die ganze Kampagne so stark wie oben zu sehendes Foto. Einige Bilder wirken fast beliebig, lassen aber dafür andere um so mehr herausstechen. Die ganze Strecke hat LesMads.

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