2011/12/07

Geschenkidee #7: Kunst...


Kunst verschenkt man eigentlich nicht, zumindest nicht die Richtige. Es sei denn, man weiß ganz genau wofür der Beschenkte schwärmt. Zusammen mit vielen Freunden habe ich einem guten Freund eine Grafik von Eberhard Havekost geschenkt. Wir wussten, dass es gut ankommen wird und somit war es ein super Geschenk. Aber insgesamt ist natürlich das Risiko groß daneben zu greifen und im Gegensatz zu anderen Sachen, kann man schlecht zur Galerie zurückgehen und die Arbeit einfach umtauschen. 
Wenn man aber weiß, dass jemand ein spezielles Interesse hat, zum Beispiel an einem bestimmten Künstler oder junger Kunst aus einer bestimmten Region, kann man auch einen richtigen Treffer landen. 

Natürlich kann ich in dem Fall keinen Preis benennen, dass kommt immer auf den Künstler und die jeweilige Arbeit an.  

Kommentare:

  1. kunst nur verschenken, wenn sie jemand
    kunst wünscht. und natürlich sich kunst
    von künstlern schenken lassen und am
    besten direkt in der wohnung aufhängen
    oder stellen lassen, vom künstler selbst.
    so mache ich es.
    ich kaufe vier stücke kunst oder antikes
    pro jahr und lass mir zum geburtstag und
    zu weihnachten von künstlern kunst schenken.
    kunst sollte zum leben gehören und man
    sollte damit wohnen (heute morgen habe
    ich auf einer auktion ein gemälde erstanden).
    kunst darf nie nach sammlung aussehen
    und leute wie borros sind mir ein gräuel.

    freunden sollte man nur kunst schenken, wenn
    die es sich ausdrücklich wünschen (ausser man
    ist künstler und verschenkt ein eigenes werk).
    eltern, darf und muss man kunst schenken und
    alles andere im haus nach und nach abhängen
    und durch "hochwertiges" (das meint nicht unbedingt
    den preis), ersetzen.

    heute abend war ich mit einem sehr bekannten
    fotografen und seiner frau, die auch künstlerin
    ist, essen. sie hatte geburtstag. was schenkt man
    am besten?
    ich habe mich für eine fotografie entschieden,
    aus einer galerie, die anonyme vintage-fotos
    verkauft. ich habe nach einem foto einer frau
    gesucht, die in einer ihrer arbeiten vorkommen
    könnte. das war ein erfolg. sie hat sich sehr
    gefreut.
    man kann auch dinge verschenken, die zu kunst
    führen können.

    ein nachdenklicher

    FRED*

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  2. Kunstbücher sind ja eh immer ein gutes Geschenk, auch wenn sie mittlerweile ein bisschen in die Beliebtheit der Socken und Krawatten abrutschen. Damit kann man aber anfangen ein Faible für einen Künstler oder eine Art Kunst zu entwickeln. Mit der Kunst selbst wird es schon schwieriger. Nun hat nicht jeder Künstlerfreunde und 'malende Tanten' bezeichne ich zum einen nicht als Künstler und zum anderen hätte ich ungern die 'Werke' dann in meiner Wohnung. Aber in der Tat kann ich den Gedankengang nachvollziehen und fände es auch ganz toll. Eine Freundin hat zum Geburtstag eine Grafik bekommen, ihr Cousin ist Künstler (Robert Seidel). Das ist ein Glücksfall.
    Sympathie dem Künstler gegenüber finde ich sehr wichtig, denn dadurch entwickelt man überhaupt erst Interesse an seiner Kunst. Oder aber eine Arbeit packt einen und man kann nicht anders, als sie haben zu müssen.
    Den Boros als Sammler finde ich gar nicht so schlecht, er hat doch wirklich spannende Künstler zusammengetragen. Da finde ich andere Sammlungen wirklich grauenhaft, nämlich die denen man ansieht, dass der Sammler nur aus Prestige Zeugs zusammenträgt. Alles möglichst groß und möglichst bekannt, damit auch jeder den Wohlstandsgrad daran ablesen kann.
    Nach welchen Kriterien sammelst du?

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  3. nun, lustigerweise hatte ich die malende tante, die
    mein interesse für kunst geweckst hat, als ich ein
    kind war. leider habe ich nur ein ganz kleines bild
    von ihr, denn die bösen verwandten haben sich alles
    unter den nagel gerissen. das ärgert mich bis heute.

    ich habe angefangen mit papierarbeiten der 70er jahre,
    besonders im bereich des minimalismus. da ich mit sehr
    vielen künstlern befreundet bin, sehr bekannten und
    unbekannten, bekomme ich seit vielen jahren viel geschenkt.
    da ich im kunstbereich arbeite, bekomme ich auch viel
    geschenkt. so hat sich in den letzten 20 jahren eine riesen
    sammlung von um die 1000 arbeiten aufgebaut.
    es gibt eine interessenslinie, die mich leitet, aber verschiedene
    schwerpunkte.
    es gibt arbeiten, die hängen, die hängen zum teil schon seit
    20 jahren, es gibt arbeiten, die sind im banksafe untergebracht
    und es gibt arbeiten, die sind als leihgabe in museen.
    seltsamerweise bleibe ich immer an den künstlern hängen, die
    um die 70 sind. das ist eine spannende generation. sie sind
    im kopf viel wacher und leider meist viel viel frischer, als die
    generation zwischen 30 und 45.
    zwischendurch gibt es aber auch sehr interessante junge positionen,
    wie z.b.michael beutler.
    grosse namen sind nicht wichtig. es geht darum, ein gutes auge
    zu beweisen. eine unbekannte fotografie kann wichtiger und
    bedeutender sein, als eine teure galerieware.
    der name ist nur wichtig im zusammenhang mit der entwicklung eines
    künstlers. mehr nicht.
    man sollte sich aber, wenn man etwas geld zu verfügung hat, davor
    hüten, etwas von einem bekannten künstler zu kaufen, wenn dies
    nicht eine gute arbeite ist, sondern nur eine art "souvenir".
    da sollte man dann lieber zu einer arbeit eines unbekannten greifen,
    die einem wirklich gefällt und sich nicht nur von dem namen locken
    lassen.

    FRED*

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  4. Kunst als Spekulationsobjekt ist schwierig, es zeugt auch nicht von einem wirklichen Interesse daran. Die Künstler selbst entdecken, sich mit ihnen auseinandersetzen und dann sich bewußt entscheiden etwas zu kaufen scheint der beste Weg zu sein...
    Ich sitze gerade am Schreibtisch und schaue auf mein gerade erst erworbenes Bild; ich freue mich bei jedem hochschauen darüber. Das ist doch das, was Kunst ausmacht :-)

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  5. was ist es für ein bild?


    FRED*

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  6. ja, toll. das ist was fürs leben!


    FRED*

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