2011/11/22

Stil Braucht Keine Regeln...


Heute veröffentlichte die Textilwirtschaft auf Facebook obiges Bild und stellte gleichzeitig die These in den Raum, dass man laut dem Esquire-Handbuch 'Mann von Welt' einen Pullover nicht in die Hose steckt. Mal abgesehen davon, dass der Pullover auf dem Bild gar nicht in der Hose steckt sondern einfach nur über dem Gürtel hängt, hat mich trotzdem etwas beschäftigt, nämlich was von diesen Stilregeln allgemein zu halten ist.
1999 hat Bernard Roetzel, ein ziemlich umtriebiger Geselle auf dem Feld der Stilratgeber, 'Der Gentleman. Handbuch der klassischen Herrenmode' zum ersten Mal veröffentlicht. Seitdem zählt es wohl zu den Bestsellern des Verlages, wurde in eineinhalb Dutzend Sprachen übersetzt und steht vielleicht bei dem ein oder anderen Zuhause im Bücherregal. Ich habe es um 2004 geschenkt bekommen und fand eine zeit lang sogar ganz spannend was da so drin steht. Mittlerweile aber kann man mich fast damit jagen, einfach weil es so dogmatisch ist und jeglichen Spass in den medialen Keller verbannt.
Die Uniformität von Kleidung und dieses Einteilen nach gut und schlecht wird mir da zu sehr auf die Spitze getrieben. Jegliche Individualität bleibt aussen vor, wenn man sich dem Werk entsprechend kleiden würde. Und so geht es mir mit all diesen aufgeblasenen Ratgebern, egal von welchem Autor oder Verlag sie stammen. 
Jeder hat das Recht seinen Pullover in die Hose zu stecken, wenn es ihm richtig erscheint!

Screenshot von hier

Kommentare:

  1. abgesehen davon, dass es unglaublich fett machen
    kann, den pulli in die hose zu stecken, ist dagegen
    nichts einzuwenden. es gibt sogar ganz ausgezeichnete
    looks mit pulli in der hose. z.b. ein pinkfarbener angorapulli
    gehört in die jeans.
    ähnliches bei t-shirts und hemden. oder bei weissen socken.
    ein guter style zeichnet sich oft dadurch aus, dass die "regeln"
    gebrochen werden.

    FRED*

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