2011/06/24

Paris Men FS-2012: Dries Van Noten...


Nun hoffen wir, dass Dries van Noten nur ein Modeprophet ist und keiner der auch Wetter voraussagen kann. Uns würde sonst ein verregneter Sommer 2012 bevorstehen.
Mit der gerade gezeigten Schau schafft es van Noten wieder die anderen Marken auf ihre Plätze zu verweisen. Es ist immer eine Gradwanderung, wenn es darum geht eine kreative und richtungsweisende Kollektion so zu gestalten, dass sie am Ende ohne viel Aufwand für den Handel übernommen werden kann. Er kann uns, wie in diesem Sommer gebleachte Jeans verkaufen, oder, wie für den nächsten auf technoide Outerwear setzen, bei van Noten macht alles Sinn und nichts sieht nach Verkleidung aus.
Wasserabweisend ist so gut wie alles in dieser Kollektion, die Jacken und Mäntel sowieso, aber auch Hosen und Shirts. Getapete Nähte, das Tape natürlich aussen liegend und gleich noch als Schmuckelement verwendet, schließen auch noch die letzte Kante. Einzig vielleicht beim Strick hat dieses Dichtmachen ein Ende.
Das van Noten auch die Klaviatur subtiler Farbnuancierungen beherrscht, zeigt sich in den Looks, die vordergründig aus ein und dem selben Mitternachtsblau zu bestehen scheinen, aber durch unterschiedliche Materialien für Hose, Jacke und Mantel changieren. Auch schreckt er nicht davor zurück dunkles Blau und Schwarz zu kombinieren, dazu noch Beige, Erdbeerrot und das eines Rot abgestandenen Weines.
Nichts aus der Kollektion will ich nicht haben. Selbst Shorts über langen Hosen, bei anderen Labels affig aussehend, erscheinen bei ihm stimmig und geradezu begehrenswert.











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