2011/06/10

Helmut Newton's Polaroids...


Punkt acht Uhr eröffnete June Newton, aka Alice Springs, die neue Schau in der Helmut Newton Foundation, aka dem Museum für Fotografie, auf der Jebenstraßen, aka hinterm Bahnhof Zoo. Ganz pragmatisch und resolut stampfte sie kurz mit dem Stock auf und schon wurde ihr zugehört. Leider war das völlig untypisch für das Berliner Ausstellungsvolk, viel zu pünktlich, die Zuhörerschaft war recht überschaubar. Viel zu sagen gab es ja auch nicht, nur eben das es diesmal um Newton's Polaroids geht, also um das was vor dem eigentlichen Schuss kam. Newton machte viele Bilder und so kamen natürlich auch viele dieser Vorarbeiten zu Stande. Zum ersten Mal wird diesen Bildern, und den Polaroids eines Fotografen überhaupt, eine eigene Schau gewidmet; 300 Bilder gibt es insgesamt zu sehen.


Nach dem erklimmen der Stufen und dem Betreten der Ausstellungsräume kam für mich die riesengroße Enttäuschung; nicht die originalen Polaroids werden in schönen Rahmen mit schönen Passepartouts gezeigt, sondern sie wurden vergrößert und auf Dibond aufgezogen. Der Bildqualität kam das nicht sonderlich zu Gute, sie wirken irgendwie verwässert. Wahrscheinlich aber ist das egal, die Newton-Jünger lassen sich (sichtlich) leicht begeistern. Ich mag dann lieber der 'echten' Fotografien, die bei denen alles perfekt ist. Vielleicht würde ich auch die 'echten' Polaroids mögen, wenn man die zu Gesicht bekommen würde...





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