2011/04/11

Bibo And Friends...


Das Feder-Thema wird ganz groß. Die ersten 'Vögelchen' flatterten ja schon für den Sommer über die Laufstege, im kommenden Herbst wirds dann richtig wild. Federn allerorts, von Berlin bis New York.
Die Kleider ähneln einander, egal ob es sich da um Pucci (Bild 4) oder Jason Wu handelt. Immer sind es kleine Cocktailkleider und die Federn stammen meist von Marabu oder Strauß. Bei den Farben setzen die Designer auf zarte Pastelltöne oder aber Knallfarben. Die beiden Herren hinter D&G konnten oder wollten sich gar nicht erst entscheiden und schickten Federröckchen (Bild 3) gefärbt wie Bonbons zum Finale raus.


Wirklich aufgefallen und zum Thema geworden ist der Federtrend, weil Karl Lagerfeld seine 'Mottenfrass'-Chanel-Kollektion mit einem flatternden Kleid an Stella Tennant auflockerte. Das Starmodel trägt das letztlich wichtigste Kleid der Kollektion und alle Zeitungen und Zeitschriften drucken entweder gleich das Bild vom Runway oder aber sie brachten das Kleid aufs Cover. Die Deutsche Vogue leitete damit das neue Jahr ein, war aber nicht die einzige Zeitschrift.



Ein bisschen können wir Berliner stolz sein, schließlich hatten wir schon während der Fashion Week im Juni 2010 genau die Art Kleid zu Gesicht bekommen, die eben Marken wie Christian Dior, Versace oder Pucci erst für den Herbst vorschlagen. Dawid Tomaszewski hatte nicht nur den richtigen Riecher, sondern ist auch in der Lage die Herausforderungen, die sich ergeben, wenn Federn zu verarbeiten, zu meistern. Sein kleines Cocktailkleid (Bild 1) steht denen der Pariser Kollegen in nichts nach.
Natürlich zeigte er auch im Januar wieder Federn, und wieder in einer neuen Art und Weise. Zum einen fertigte er ein Volantkleid daraus, aber er gestaltete auch die Rückenpartie einen Etuikleides damit. Das hat schon fast avartgardistische Züge, ähnlich wie Rei Kawakubo's Deformationen.


All diesen Kleidern gemein ist, dass sie handwerkliches Können voraussetzen. Fraglos sind sie kleine Kunstwerke. In der Menge allerdings verlieren sie an Reiz. Vor allem eben, weil sie sich so merkwürdig ähneln.

Bilder von hier, hier und hier

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