2011/04/12

Beliebte (Mode)BloggerInnen-Mythen...

Auf dem Heimweg gestern Abend ging mir durch den Kopf, welchen Mythen Blogger im allgemeinen und Modeblogger im speziellen so erliegen. Ein paar davon hier:
  • Die Anzahl der Follower bei Google, Bloglovin oder anderen Socialmediaseiten sagt etwas über Qualität des Blogs aus.
  • Kleidung aus Second-Hand-Läden oder vom Flohmarkt ist Vintage.
  • Der Platz im Ranking bei Wikio ist wichtig.
  • Verlosungen binden die Leser und machen Blogs attraktiv.
  • Jede Pressemitteilung muss augenblicklich gepostet oder in einen Post umgeschrieben werden.
  • Das tägliche posten von Outfits stellt den eigenen Stil dar, bzw. legitimiert dazu sich als Stylist oder Modefachkundigen zu profilieren.
  • Jedes gekaufte Produkt finden die Leser interessant.
  • Die Kommentarfunktion dient dazu, das eigene Blog zu promoten.
  • BloggerInnen steht ein Platz in der ersten Reihe bei Fashionshows zu.
  • Zweitverwertungen von Texten anderer oder das gänzliche Kopieren von Texten und Bildern ohne eine Verlinkung auf den ursprünglichen Verfasser ist legitim.
  • PR-Agenturen finden Blogger super und man ist der oder die einzige BloggerIn die oder der hofiert wird.
  • Man darf andere Blogs nicht kritisch betrachten.
  • Jegliche Kritik an Blogs wird nur deshalb geäußert, weil der Kritiker oder die Kritikerin neidisch auf den Erfolg eines Blogs ist.
Diese Liste darf gerne in den Kommentaren komplettiert werden!

Kommentare:

  1. Rechtschreibung und Grammatik sind egal, Hauptsache die Bloggerin/ der Blogger sieht niedlich aus und wird mit vielen Kommentaren belohnt.

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  2. gut, ich kann Dir nur in allen Punkten zustimmen. Ich denke du hast dir Gedanken nach der Hysterie von gestern bei Horstson gemacht.


    Das Problem bei den Blogs ist oft die Überbewertung. Wenn Bloger/in in der ersten Reihe sitzen, mit Pressemappen ausstaffiert werden und ihnen suggeriert wird, das sie überaus wichtig sind, bleibt es nicht aus das sie denken, sie sind der Nabel der Modewelt

    was zur Auflistung noch gehört, ist das abgreifen der Goodies, im Detail fotografiert und sofort zum Geber verlinkt.
    Siegmar

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  3. @ Siegmar: Der bereits angesprochene Artikel hat sicherlich den Ausschlag gegeben, das Thema an sich, also die Theorie des Bloggens, ist schon länger interessant. Nicht von ungefähr gibt es das Label 'Blogkritik'. Du kannst dich ja mal durchklicken...

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  4. Hallo Rene das scheint aber nur bei euch Modebloggern so zu sein!!!
    Bei Schmuckdesigner, Kunsthandwerkern,Designer usw ist das gar nicht so. Dort wird gezeigt wie der Arbeitstisch/Alltag des anderen aussieht mit passenden Fragen über Ideen, Intention usw. Kann aber auch daran liegen das bei Modebloggern mehr Geld,Geschenke und Prestige/Ruh im Spiel ist und man das nicht gene teilt. Mal ganz kühn in den Raum geworfen.
    Pascal

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  5. @ Pascal: Nur wenige andere Themen setzen so wenig wissen voraus wie die Mode, zu der ja jeder eine Meinung haben kann. Kunst, Technik, Literatur, Musik, etc. - bei all diesen Themen macht man sich lächerlich, wenn man nicht über ein Grundwissen verfügt. Die Mode mit ihren kurzen Intervalen und dem Ruf ohne Tiefgang zu sein ist hingegen ein großer Sandkasten und für alle gibt es ein Förmchen zum mitspielen. Ein schönes Beispiel ist das Angebot an kulturellen Veranstaltung rund um die Mode. Im Winter gab es einmal monatlich Vorträge über theoretische Themen bei denen keine bekannten Blogger anwesend waren. Bei Shoperöffnungen hingegen sieht man sie alle. Ich unterstelle mal ganz frech, dass viele gar nicht am Thema interessiert sind, sondern nur an Ruhm oder / und Geschenken.

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  6. Hallo Rene das mag natürlich sein. Daran habe Ich jetzt nicht gedacht das jeder ja eine Meinung zu Mode "haben kann" nicht zwangsläufig muss.
    Tatsächlich scheint sich das Getue der Modewelt wohl auch auf die Blogger zu übertragen.Ausnahmen bestätigen die Regel.
    Das ist im Design,Schmuck und handwerlichen Bereich ganz anders. Da macht man halt selber. Man mag es natürlich wenn man kommentiert wird ( da will ich mich gar nicht ausnehmen) aber man teilt bereitwilliger Ideen und den Schaffensprozess mit anderen. Zumindestens Ich.
    Danke übrigens für den tollen Tipp des Vintage Schmuckgeschäfts. Etwas was Ich mir während meines Berlins Tripps anschauen werde.

    Pascal

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