2010/12/10

Mode Thema Mode: Soierie et haute couture, Lyon / Paris, 1920 à 1950...


Heute Abend findet erneut ein Vortrag über Mode im Kulturforum statt. Das Thema diesmal ist die Seidenindustrie und ihr Zusammenspiel mit der Haute Couture zwischen 1920 und 1950. Der zeitliche Rahmen der gesetzt wird, lässt einen spannenden Vortrag schließen.

Ort: Vortragssaal Kulturforum
Beginn: 18:00 Uhr

Und so war's: Auch die Referentin des heutigen Abends, Florence Charpigny, wurde Opfer des noch immer alles bestimmenden Schneechaos. Bis zu ihrer verspäteten Ankunft führte Prof. Adelheid Rasche kurz in die Geschichte der Sammlung Modebild ein, natürlich nicht ohne kurz über die Geschichte der Lipperheideschen Kostümbibliothek und deren Namensgeber Franz von Lipperheide einzugehen. Es war dann fast etwas schade, dass diese Exkursion dann doch nach 20 Minuten zu Ende war und der Vortrag von Frau Charpigny begann.
Thema des heutigen Vortrags war das Wirken der Lyoner Seidenindustrie und der Einfluß der Fabrikanten auf die Haute Couture zwischen 1920 und 1950. Besonders in der Zeit nach dem ersten Weltkrieg und dem Wiederaufblühen der Mode zu Beginn der 1920-er Jahre ließ viele der Lyoner Seidenfabrikanten Büros in Paris eröffnen. Die meisten Couturehäuser kauften fertige Designs statt die Stoffe selbst zu entwerfen und die Fabrikanten verkauften Muster exklusiv an ein bestimmten Haus. Einige übersiedelten sogar die Designabteilung nach Paris, um so Trends schneller und kreativer bearbeiten zu können. In ihrer Arbeit untersucht Chapigny genau diese Einflüsse und Zusammenhänge.
Leider war die Zeit zu kurz und der Rahmen doch recht eng gefasst, sonst wäre interessant gewesen inwiefern dies heute noch so ist oder ob sich die Strukturen und die Herangehensweise verändert haben.

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