2010/11/12

Rehrücken Mit Rotkohl...


Nein, das auf dem Bild ist nicht Barbie! Ich weiß, ein plastisch glänzender Teint, ein gr0ßer Kopf und eine typische Handbewegung legen eigentlich diesen Schluß nahe. Aber Sylvie van der Vaart hat sich nur ein paar falsche Inspirationen beim heimischen Spielwarenladen geholt und den Abend mit einem Kindergeburtstag verwechselt.
Dabei muss man ihr doch zugestehen, daß sie selbst als angehende Miss Weltfrieden noch eine bessere Figur macht als restlichen Stars, die zugunsten des goldenen Rehleins nach Potsdam tingelten und brav eine saulangweilige Show voller emotionaler Tiefpunkte und nicht enden wollender Lobhudeleien ertragen haben müssen. Ich möchte nur kurz an die Laudatio der sonst eigentlich recht sympathischen Anna Loos erinnern. Udo Lindeberg hätte fast keine Chance mehr gehabt den Preis für sein Lebenswerk noch lebend entgegen nehmen zu dürfen. Ich bin mir aber auch sicher, dass für den Fall einer 'kalten Abreise' gesorgt ist, schließlich ist der Hausherr auch nicht mehr der Jüngste.
Nun aber zurück zu dem was die Damen trugen, schließlich hatten die Herren wenig Chance mal richtig modisch entgleisen zu dürfen. Allerdings hat Kai Pflaume in Weinrot mit passender Fliege dem deutlich dezenteren aber schwer beringten Harald Glööckler fast noch die Schau gestohlen. Wie üblich bei dieser Veranstaltung wurde wieder alles gegeben. Es wurde geglitzert und um die Wette toupiert was das Zeug hält. Und all diese Bemühungen haben bei der schon erwähnten Sylvie ihren Höhepunkt gefunden.
Auch Nazan Eckes sprach nicht nur über Integration, sie zeigte auch wie sich zwei pralle Brüste in ein tief ausgeschnittenes Kleid integrieren lassen. Aber immer noch besser als eine Jessica Schwarz die H&M als neuen Ausstatter gewählt hat und so ihre Bodenständigkeit unter Beweis stellt. Oder vielleicht einfach von niemanden mehr was geliehen bekommt? Ein Glück, dass Sarah Jessica Parker das Problem nicht kennt. Sie hätte der armen deutschen Jessie ruhig mal was abgeben können. Und leider konnte nicht mal die sonst immer recht gut angezogene Franziska Knuppe eine modische Lanze brechen.
Es war ein runder Abend, rund um unspektakulär. Und trotzdem saß ich vorm Fernseher, wie jedes Jahr. Die Hoffnung stirbt zu letzt, und im Fall vom Bambi 2010 an Langeweile.


Kommentare:

  1. Meine Güte, was für eine Aufgabe. Sich etwas her nehmen und darüber schlechte Witze machen, Gift und Galle spucken und einfach mal Alles über einen Kam scheren. Sie sind nicht nur ein schlechter Autor, sie sind auch ein sehr schlechter Beobachter und das sie hier an nichts ein gutes Haar lassen, lässt mich vermuten sie haben noch nie eine Karte für den Bambi besessen. Diesen Abend an sich kann man gut und gern kritisieren, aber das Künstler wie Anna Loos von Ihnen hier beschimpft werden, geht wirklich zu weit. Das sie sich Ihre Laudatio nicht vom Bambi-Reden-Schreiber schreiben lässt und in Ihren eigenen Worten, übrigens sehr witzig und berührend Udo ehrt, ist Ihnen wahrscheinlich fremd, da es nicht dem in Deutschland so beliebten und nie aneckendem Mittelmaß entspricht. Tuen sie uns Allen einen Gefallen, arbeiten sie an Ihrem Schreibstil, dann können sie sich vielleicht mit inhaltlich bedeutenderen Veranstaltungen beschäftigen und laufen nicht Gefahr als Tauber und Blinder Zuschauer wahrgenommen zu werden.
    Herzlichst, Irene

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  2. Liebe Irene,

    die Wirkung von Anna Loos als Teil dieser Veranstaltung wurde hier beschrieben, und nicht deren Persönlichkeit im allgemeinen. Im übrigen hatte ich bereits das Vergnügen Frau Loos kennen zu lernen, und sie hat einen durchaus sympathischen Eindruck hinterlassen. Nichtsdestotrotz war ihre Laudatio mit unpassenden Witzen gespickt, zeitweise langweilig und manchmal nur zum fremdschämen. Auch wenn die Rede vielleicht nicht von ihr geschrieben wurd, so hat sie sich doch zumindest damit vor das Publikum im Saal gewagt. Von den Millionen vor dem Fernseher ganz zu schweigen.
    Zum Rest der Veranstaltung ist zu sagen, dass der Burda Verlag versucht ganz großes Kino zu organisieren, aber letztendlich nur Provinztheater dabei herauskommt. Den wenigen nationalen Glanz pusht man mit internationalen Stars, die dann bisweilen nicht einmal die Stadt wissen in der sie gerade sind und dann einfach Berlin rauspusten und einen dauerpräsenten Karl Lagerfeld. Letzterer zumindest schafft es noch mit eigenen Worten Witze zu versemmeln. Es steht hier nicht zur Debatte ob ich je Gast bei dieser Veranstaltung war oder sein werde. Ich habe die Kritik als Fernsehzuschauer geäußert und die Gala so beschrieben, wie ich sie wahrgenommen habe. Ein Blog ist ein Medium um Meinung zu äussern. Und da ich nur vor mir selbst Rechenschaft ablegen muss, keine Befindlichkeiten von Werbepartnern oder Verlagen zu beachten sind, wäre es zutiefst falsch etwas schön zu schreiben, nur weil es vielleicht nicht der gängigen Meinung oder Sichtweise entspricht. Ihre Kritik hat den Unterton von 'Aber die bei Burda haben sich doch so viel Mühe gegeben', stets bemüht ist aber leider kein positives Argument.
    Die Kritik an meinem Blog nehme ich gerne an, überdenke sie und werde natürlich versuchen auch daraus zu lernen. Meine Sichtweise steht allerdings ausser Frage. Es heißt nicht, dass sie uneingeschränkt richtig ist, aber wie gesagt: Ich kann nichts gut heißen, wenn es nicht meiner Überzeugung entspricht.
    Beste Grüße

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  3. @Irene

    Wenn Anna Loos nicht dem in Deutschland beliebten, weil gängigem Mittelmaß entspricht, welchem Mittelmaß entspricht Sie denn? Nichts gegen eine attraktive und ganz nette Frau, aber viel mehr als Schönheit ist es nicht, womit sie punkten kann. Ich finde ihre Kritik an der Glosse, die der Autor zum Bambi bzw. dem Roten Teppich geschrieben hat, mit Verlaub gesagt, sehr humorlos, beinahe schon sauertöpfisch. Was wäre denn noch toll am Bambi, wenn internationale Stars gänzlich fehlen würden. Für mich ist das eine sehr provinzielle Veranstaltung, bei der immer absurdere Bambis vergeben werden, weil man sich in jeder Saison neu anbiedert. Oder welche Erklärung haben Sie dafür, dass es bisher noch nie einen Bambi für Integration gab? Und die Roben bzw. Outfits und Looks waren echt mal wieder eine Mischung aus Salzburg, München und Berlin. Und das sieht nun mal ganz anders aus als Roter Teppich in New York oder Paris! Den Artikel finde ich angemessen und eher mit einem Augenzwinkern geschrieben, Ihren Kommentar finde ich tendenziell unwirsch und etwas ruppig. Schade!

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