2010/06/30

Ein Wichtiger Tag...


Draußen ist es unerträglich heiß. Nach einem Mittagessen und ein paar Kilometern auf dem Rad bin ich wieder Zuhause und natürlich läuft der Fernseher. Heute ist kein Fussball und trotzdem gibt es schon die zweite Nachspielzeit. Achso, heute ist Bunderpräsidentenwahl. (Diesmal die ganz Offizielle, die Inoffizielle gab es hier vor zwei Wochen.)
Es ist nun kurz vor 19 Uhr und wir warten auf den dritten Wahlgang. Beim ersten und bei zweiten gab es keine absolute Mehrheit und somit lohnte es sich auch nicht weiter vorm Bundestagsgebäude zu warten. Die Verkündung des ersten Ergebnisses haben wir miterlebt. Es ist spannend in Berlin zu wohnen, man ist so sehr nah dran. Und trotzdem war es kaum fassbar, dass nur 50m entfernt von unserem Standort eine für die Nation wichtige Entscheidung getroffen wird.


Vom Regierungsvietel aus ging es zur Kunst. Ich war erst zum zweiten Mal in der neuen Nationalgalerie und wieder ganz begeistert vom Raum selbst, und von der Ausstellung über die Modere im speziellen.
Zuerst allerdings begegnete man einem überdimensionalen Raumkonzept von Rudolf Stingel. Ein Teppich und ein Kronleuchter nahmen die gesamte obere Ausstellungsebene ein und wir nahmen uns die Freiheit uns dort niederzulassen und zu ruhen. Besonders nach recht schlechter Schlagsahne in einem Eisladen war dies notwendig.
Vier weitere Werke Stingel's wurde dann um Untergeschoß gezeigt. Fotorealistische Malerei in riesigen Formaten zeigen Bergpanoramen die sogar die Fingerabdrücke und Staubteilchen auf den Vorlagen mit abbildeten.
Und dann kamen eben die Großen des frühen 20. Jahrhunderts. Vom Expressionismus bis hin zur Neuen Sachlichkeit wurden alle wichtigen Werke aus der Sammlung der Neuen Nationalgalerie gezeigt. Spannend sind die durch Schwarzweißfotografien gekennzeichneten Lücken, Bilder die sich in der Sammlung befanden und als entartet galten finden so doch wieder ihren Weg zurück in die Ausstellung.
Ich bin nun übrigens auch wieder Besitzer einer Jahreskarte, diesmal sogar die Plus-Version. Nun heißt es wieder dafür zu sorgen, dass sich die 80 Euro rechnen. Ich werde wieder öfter meine Tage im Museum verbringen.

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