2014/01/22

Bla Bla Bla...


Erfolgreich konnte ich mich ein paar Tage lang gegen das bei Facebook kursierende Video von der Reime schwingenden Julia Engelmann erwehren. Sonntagabend kam denn Michael um die Ecke und hielt mir das Video unter die Nase und vorbei war's. Ok, ich hab es dann angeschaut und für einen kurzen Moment konnte ich mich nicht entscheiden, ob ich es als großartig, als defühlsduseligen Scheiß oder einfach als neutral uninteressant abtun sollte. Doch mir wurde ziemlich schnell klar, dass ich schon im darüber Nachdenken es wieder vergessen haben werde. 
Die Zeit hat sich mal des Videos von der Poetry-Slammerin angenommen, es damit kurz auf meinem Radar aufblitzen lassen, und es mal ein bisschen analysiert. Letztendlich kommt es auch nur als Kitsch davon von einer Studentin, die zwar Freiheit propagiert selbst aber in der Trettmühle aus Bachelorstudeingang und Praktikum gefangen ist. Hohles Gerede mehr oder weniger, ein bisschen verreimt, von einer, die selbst zwischen Studium, Kindern und gut geplanter Altersvorsorge schon als Leben bezeichnet, wenn sie sich einmal im Jahr für ein paar Stunden in den pseudoangesagten Berliner Club rumtreibt. Braucht keiner, tut kurzfristig und schon gar nicht langfristig irgendjemand was bedeuten. 
In Anbetracht kurzer Aufmerksamkeitsspannen, meiner eigenen inbegriffen, kommt sicherlich bald der nächste Dschungel daher und fesselt unser Interesse. Oder Julia Engelmann zieht dort ein und hat dann später was zu erzählen, ist es doch der perfekte Ort für Internetirrlichter oder Kurzeitsoapsternchen. Frau Engelmann war/ist immerhin beides mehr oder weniger, und das ist doch schließlich alles was zählt!?


2014/01/20

Teurer Scheiß...


Man muss gar nicht bis zum Herbst warten um so richtig Saint Laurent zu sein, es reicht sich im nächstbesten Secondhand Laden ein Jacket zu kaufen, oder nen Trachtenjanker, was in einer möglichst nicht passenden Größe leicht zu finden sein wird. 
Geht es in Hedi Slimane's Männerkollektionen immer nur darum das zu zeigen, was die Anfangzwanzigjährigen eh schon tragen und es den Anfangdreißigjährigen bis Ende Vierzigjährigen unverhältnismässig teuer anzubieten, damit diese sich nochmals so richtig jung und hip fühlen? Anscheinend!


2014/01/19

IMM - Internationale Möbelmesse Köln...


Sonne über Köln, nichts anders war zu erwarten, da machte es Spass einen kleinen Spaziergang zu machen und statt die Bahn zu nehmen zu Fuss zur Messe zu laufen. Vorbei am Vorhängeschlossmassaker auf der Hohenzollernbrücke ging es auf die andere Rheinseite zur Messe und glücklicherweise waren nur wenige 'Frühaufsteher' unter den Messebesuchern, so dass es anfangs sogar noch nett und übersichtlich zuging in den Hallen. Das änderte sich später, da hatte ich meine kleine Ständeliste aber schon abgearbeitet und fast wieder auf dem Heimweg.


Die IMM war meine erste große Möbelmesse, abgesehen von der Qubique 2011 war ich noch auf keiner bislang. Halle 3 war nicht nur erste die Anlaufstelle, sondern dort versammelten sich auch die für mich spannendsten Aussteller. Bocci, Vitra, Muuto, Gubi und viele andere sind dort versammelt und zeigen ihre Sortimente, die fast ausschließlich aus Highlights zu bestehen scheinen. Die Displays waren schön gestaltet und inspirierent, nicht schwer, wenn vom Wandhaken bis zur Sitzgruppe alles angeboten wird. Oder doch?
Ich war nicht vorbereitet, hatte auch keinen Hallenplan, treibenlassen und schauen war die Devise. Unterwegs entdeckte ich die Fliesen von Patricia Urquiola für Mutina und konnte mich nicht entscheiden, wie ich ich diese nun finde. Schön auf jeden Fall, praktisch nicht immer. Auch die Halle mit den jungen und angehenden Designer war ein Erlebnis und ist spannend, was davon den Weg in die Kollektionen führender Hersteller findet. 


In einer anderen Halle fanden sich all die Hersteller, die großformatig in den guten und besseren Wohnraumzeitschriften immer im ersten Drittel werben und auch in den Editorials viel vertreten sind. Doch die riesigen Sofalandschaften, Schranksysteme und Esskonstellationen wirkten kühl bis unfreundlich, undekoriert und dadurch auch weniger ansprechend, was das Gewicht der Möbel vervielfachte. Während ich von Minotti, Ligne Roset und der Standgestaltung weiterer Hersteller mehr als enttäuscht war, blieb einzig von COR ein positiver Eindruck hängen. 
Schlimmer waren nur die Alpträume bei Bretz und ledernen Fernsehsesselungetüme einiger deutscher Hersteller. Es ging dann nochmals zurück zu e15, wo eine kleine, in einem Sideboard versteckte Hausbar mein Herz erwärmte, und das nicht nur weil der richtige Gin darin stand. 

Ray & Charles Eames bei Vitra
Jan Kath
COR
e15

2014/01/17

Bücher: Draw Blood For Proof Von Mario Sorrenti...


Schwer ist das Buch, fast 6 Kilo hatte meine arme Nachbarin zu heben als ich dort das hinterlegte abholte, und ziemlich groß. Als Coffeetable Book ist es ungeeignet, mit vier Beinen drunter wärs selbst ein Beistelltischchen. Der bei Steidldangin erschienene Fotoband 'Draw Blood For Proof' von Mario Sorrenti hat aber viel mehr zu bieten als Gewicht und Größe, er ist eine große Collage, die auf einzigartige Weise das Werk des in New York lebenden und für so ziemlich jedes Magazin der Welt tätige Fotografen zeigt und die ganz eigene Ästhetik des Fotografen vorstellt. 
Private Schnappschüsse neben Ikonen der Modefotografie sind versammelt und man kann bei jedem durchblättern viel neues entdecken. Bilder der Familie Sorrenti's, teils Polaroids, stehen denen von Kate Moss gegenüber. Viel nackte Haut, also Brüste und Penisse, gehört zum Oeuvre jedes zeitgenössischen Fotografen, natürlich auch zu dem von Sorrenti. Das Buch reiht sich somit gut ein zwischen McGinley, Bourdin, van Lamsweerde und all die anderen, die ich schon im Regal stehen habe. 





Wie nicht anders zu erwarten ist nicht nur der Inhalt des Buches aller erster Güte, sondern auch die Aufmachung. Selten werden heute noch Bücher in Leinen gebunden und auch das schwere, dicke Papier macht Freude beim anfassen. Herr Steidl weiß, wie man Bücher machen muss um nicht nur dem Betrachter Freude zu bereiten, sondern auch die Konkurrenz auf die Plätze zu verweisen. 


Eye Candy...


Nur ein bisschen Eye Candy für einen Freitag, der sich nicht entscheiden kann zwischen Sonnenschein und Regen. Abgesehen davon, dass Schnee endlich mal angebracht wäre. 

Clement Chabernaud fotografiert von Milan Vukmirovic für L'Officiel Hommes, 2001, gefunden hier

2014/01/16

Nichts Dabei Für Mich Bei Dries Van Noten...


Und zum ersten Mal seit langem muss ich sagen, dass mir wirklich nichts gefällt von dem, was Dries van Noten heute in Paris gezeigt hat. Ich mag die fluffigen Schals nicht, nicht die Farben und nicht die technoiden Materialien. Das ist manchmal so und oft auch nur der erste Eindruck, das was dann in die Läden kommt, sieht oft eh ganz anders aus...


Mäntel, Mäntel, Mäntel...


Fakt ist, dass es selten so eine Fülle wunderschöner und überaus gut geschnittener Mäntel in den unterschiedlichsten Kollektionen zu sehen gab. Es scheint als wäre eine geheime Schlacht unter den Designer ausgebrochen, in der das einzige Ziel zu sein scheint, den schönsten Mantel des kommenden Winters zu entwerfen. Und dabei haben wir bisher nur die Mailänder Kollektionen zu sehen bekommen, die Pariser stehen noch fast vollständig aus. 
Bisheriger Favorit ist ein camelfarbener Macintosh bei Valentino, dessen ganze Raffinesse erst in der Rückansicht deutlich wird. Den allein hätte ich schon sehr gerne, ganz zu schweigen von den vielen anderen bei Valentino. Maria Grazia Chiuri und Pierpaolo Piccioli schaffen für die Damen unbeschreibliche Meisterwerke, romantisch verträumte und melancholisch schöne Kleider, wie gemacht  für preraffaelitische Göttinnen, bei den Jungs hingegen sind sie ziemlich auf dem Boden und liefern das ab, was Mann wirklich auch tragen will. 
Aber die beiden sind nicht die einzigen, die über ein solches Wissen verfügen. Paul Surridge hat bei Z Zegna, dem kleinen Bruder vom großen und nun durch Stefano Pilati so glanzvoll geführten Ermenegildo Zegna, wieder gezeigt was er so drauf hat. Die beiden Marken harmonieren zwar perfekt, haben aber eine deutlich andere Aussage. Z Zegna ist jünger, lässiger und in den Schnitten verspielter. Die Materialien sind edel und zeugen von dem, was den Kern des Zegna-Imperiums auszumachen vermag. Bei den Wollmänteln wird das Volumen der Schnitte noch verstärkt durch die dicken Stoffe. 
Klassischer, schmaler geschnitten sind die Mäntel bei Gucci, der von Lieblingsmodel Clement Chabernaud getragene dunkelblaue Zweireiher mit breitem, aufsteigendem Revers ist ein Musterbeispiel für Zeitlosigkeit. In die pudertönige Farbigkeit der Kollektion reiht er sich perfekt ein und bildet einen klassischen Kontrapunkt zu  all den anderen wunderschönen Mänteln. Ich bin gespannt was noch kommen mag...

Z Zegna
Gucci
Bildquelle: Style.com

Lee Miller Im Bade...


Ja, die erste Ausgabe der Harper's Bazaar, also der ersten ganz offiziellen deutschen Ausgabe davon, hat es in sich. Nicht nur das Angelika Taschen, die Erfinderin des vor Luxus strotzenden Coffeetablebooks im hinteren Teil des Hefts Hotels vorstellen darf und damit nun die Frau zur Chefin hat, die eigentlich beim Verlag Taschen Frau Taschen's Nachfolge antreten sollte um die Lifestylekohlen aus dem Feuer zu holen und schon nach knapp zwei Jahren und ohne sichtbare Erfolge das Handtuch zu Gunsten des Burda'schen Titels warf, im Wellnessteil haben die Redakteure zu recherchieren verpasst und zeigen die amerikanische Fotografin Lee Miller in Hitler's Badewanne sitzend nebst Wellnesstipps und Beautyprodukten. Naja, nach einer Fotoreportage im zerbombten Deutschland und dem nervenaufreibenden Besuch im Konzentrationslager Dachau tut ein Bad wahre Wunder...

Mehr dazu beim Monopol Magazin

Schnäppchen Bei Ebay...


Wir sind gerade dabei nicht nur unseren Keller aufzuräumen, sondern auch gleich noch unsere Kleiderschränke zu sortieren. Während meiner recht übersichtlich ist, hat Michaels da einiges zu bieten und das verkaufen wir nun bei Ebay. Unter anderem gab es da in den vergangenen Wochen schon Raritäten von Adidas und Nike, Besonderheiten wie Zigarettenschachteletuis mit Alloverlogo von Gucci und ein paar Uhren zu ersteigern. 
In dieser Woche sind zwei Stücke dabei, die ich gerne selbst tragen würde, in die ich aber einfach nicht reinpasse: ein 50's Army Shirt und ein 50's Cricket Jacket von HAN KJØBENHAVN. Beides ist kaum getragen und sucht ein neues Zuhause. 

50's Cricket Jacket, graues Sweatshirtmaterial, Größe XS
50's Army Shirt, blauweiß karierte Baumwolle, Größe S / Kragenweite 39
Alles weiteren Sachen lohnen auch einen Blick. Hier geht's zu Ebay.

Hallo Maggie...


Als Wiedersehensfreude würde ich das Gefühl bezeichnen, das mich heute beim durchblättern der Februarausgabe der deutschen Vogue überkam. Lange hat man, zumindest in einer deutschen Zeitschrift, nichts von Maggie Rizer zu sehen bekommen, was wirklich schade ist. In den späten 1990-er Jahren war die Amerikanerin eines meiner absoluten Lieblingsmodels. Wie schön, dass sie nun Teil der von Greg Kadel fotografierten Strecke Signalreize ist.

Bildquelle

2014/01/15

Anna's Museum...


Manche Menschen, sagen wir mal jemand recht unbedeutendes wie Albert Einstein oder Thomas Mann, mussten erst sterben bevor eine Straße oder Plätzchen nach ihnen benannt wurden. Sofern es überhaupt jemals zu geschehen vermag. Bei Anna Wintour ging es ein klein wenig schneller – sie ist nicht nur am Leben, sondern auch ziemlich umtriebig – bereits im Mai, nach einer kleinen Renovierung und damit einhergehenden Modernisierung, wird ganz offiziell aus der ehemals als Costume Institute bezeichneten Modeabteilung des Metropolitan Museums das 'The Anna Wintour Costume Center' geworden sein. Glückwunsch Frau Wintour!
Eröffnet wird der alte Trakt mit neuem Namen mit einer Ausstellung, die das Werk von Charles James huldigt und damit nach Poiret und Schiaparelli einen weiteren großen Designer auf die Bildfläche zurückholt, der von der Modegeschichte und strahlenderen Namen überrollt wurde. Charles James war ein Meister des Trapierens und er schuf Kunstwerke, die selbst seinen Zeitgenossen Christian Dior an Könnerschaft übertrafen. Einzig sein fehlender Geschäftssinn wurde ihm zu Verhängnis, schließlich wollte die zahlenden Kundinnen ihre Kleider auch irgendwann einmal tragen und nicht oft über Jahre vertröstet werden. Teils verlangte er Kleider wieder zurück, nachdem sie für einen Abend ausgeführt werden haben dürfen um weiter daran zu arbeiten. Er starb verarmt, das hatte er mit Paul Poiret gemeinsam. 
Nun also wird sein Werk die erste Ausstellung im neubenannten Museumsteil sein und Anna Wintours Arbeit als Kuratorin, Beraterin und Mentorin fortsetzen. Aber es werden auch immer mehr die Spuren von Diana Vreeland verwischt, die Mode und deren museale Präsentation überhaupt erst auf den Radar der New Yorker Society gebracht hat, jenseits von den eigenen Kleidern natürlich. Hätte nicht eher ihr diese Ehre gebührt? 


2014/01/11

Ein Traum Von Mode - Ermenegildo Zegna...


Wenn die Italiener Mode machen, denn fangen sie bei den Stoffen an und schauen was sich daraus machen lässt. Es geht nicht darum einen Stil zu prägen, die Grenzen der Männermode sind längst ausgelotet und alles was diese zu überschreiten versucht, wirkt nur lächerlich. Es geht darum den Körper einzuhüllen mit Kleidern, die ein Universum in sich bergen, aber im Moment des Anziehens dann auch schon vergessen sind. Komplexitäten sind kein Kaufargument, Perfektion und Qualität hingegen schon. Mode soll den Körper bedecken und nur wenn sie schlecht ist, bemerkt man sie während des Tragens. 
Stefano Pilati's Entwürfe für Ermenegildo Zegna werden untermalt von sphärischen Raumklägen, von Stadtsymphonien und Sterngeräuschen. Es sind technische Meisterwerke, die ein Höchstmass an stofflichen Innovationen in sich bergen und am Ende doch nur Jacken, Mäntel oder Hosen sind. Sie müssen auch gar nichts anderes sein, weder mittelalterliche Ritter (Dolce&Gabbana) noch Discoschwule in Lederchaps (Versace) passen in heutige Stadtlandschaften. Staubgraue Wollmäntel lassen uns die richtigen Wege finden, auch ohne das ihre Kreuzungen sich auf Seidenfoulards um unsere Schultern schmiegen (Burberry Prorsum). 
Zegna ist Stoff und Pilati ist in der Lage aus diesem Dinge zu machen, die nicht nur einen Winter lang relevant sind und doch eine Saison später mit neuen Gefährten den Platz im Schrank teilen müssen. Es einfach das Spiel der Mode ist. Doch sie werden gute Gesellschaft zugeführt bekommen, weil ein Zegna-Kunde nichts schlechtes an seinem Körper mehr ertragen kann, somit also auch nicht in seinem Schrank. Der Mann wird verdorben im besten Sinne des Wortes. 

Hier gibt es die ganze Kollektion zu sehen, das Bild oben stammt von Style.com

2014/01/10

Schöner An Frauen - J.W.Anderson...


Eine Frau, die einen der Looks von J.W.Anderson tragen würde, fände ich fraglos ganz wundervoll. Wie gemacht scheinen die dekonstruierten Anzügen und die raffinierten Strickteile für einen Frauenkörper...



Via Style.com

2014/01/09

Think Pink And Jump...


Sich in einem Anzug von Tom Ford auf Händen tragen lassen, ist das ein Traum? 


Mäntel, Mäntel, Mäntel - Burberry Prorsum...


Burberry Prorsum ist die erste wichtige Show, die das vorauszunehmen vermag, was wir in den nächsten drei Wochen zu sehen bekommen und was im kommenden Herbst tragen werden. Und einige Häuser werden auch in letzter Minute noch ihre bereits bestehenden Kollektionen umstellen, schließlich zählt Christopher Bailey zu den Anführern der Modebande.
Was es gestern zu sehen gab war nun nicht die Neuerfindung des Rades, schon gar keine Erleuchtung, aber eine schöne und runde Kollektion, die so eben auch ein Verkaufserfolg sein wird. Allein das man traut kaum mehr einen schlichten, dunkelblauen Übergangsmantel unter 2.000 € zeugt von enormen Selbstbewusstsein und grenzt teils an Unverschämtheit. Von den für Kaschmirmäntel aufgerufen Preisen sprechen wir lieber gar nicht erst.  
In der ersten Reihe saßen neben Castingshowmoderatoren die üblichen schönen und vor allem ganz jungen, mit denen sich der Designer gerne schmückt. Sie dürften auch nicht wenig angetan sein von den über Netzhemden getragenen Schmuckstücken und den um die Schultern geschlungenen Schals und Seidentüchern. 

2014/01/06

Werkverzeichnis: Frachter Von Robert Seidel...


Der Vorteil von Buchhandlungen ist dann eben doch, dass sie einfach schneller sind als jeder Onlineversand je sein könnte. Bereits am nächsten Tag kann man in Händen halten, was einem noch für Wochen, wenn nicht sogar Jahre Freude bereiten wird. Heute ging es mir so als ich pünktlich zur Ladenöffnung um halb zehn vor der Buchhandlung stand und wenige Minuten später das unter dem Namen Frachter erschienene Werkverzeichnis von Robert Seidel in Händen halten konnte. An der Wand mein Bild, in Händen das Buch – ein perfekter Abend!


2014/01/05

Unterwegs In Der Umgebung - Kloster Eberbach...


Idyllisch eingebettet, ganz nach den Regeln des Zisterzienserordens an einem Bachlauf im Tal, liegt von einer Mauer umgeben das Kloster Eberbach. Es sind nur gut 15 Minuten von Wiesbaden aus, allein in der letzten Woche waren wir zweimal dort. Nachdem am Silvestertag wieder die Klosteranlage noch der Hofladen geöffnet hatte, war beides heute zugänglich und wir hatten einen sehr spannenden und schönen Nachmittag in der ehemaligen Klosteranlage und der zugehörigen Wirtschaft. 
Die Geschichte des Klosters reicht bis ins 12. Jahrhundert zurück und steht in enger Verbindung mit dem Kloster Clairvaux, von wo aus ein Abt und zwölf Mönche, mit der Gründung eines Tochterklosters betraut, an den Rhein entsandt wurden. Bis zur Säkularisation im beginnenden 19. Jahrhundert machte die Anlage nicht nur baulich einiges durch, sie wurde auch immer wieder geplündert. Und trotzdem konnte sie zumindest äusserlich bis heute überstehen und zeugt in ihrer Geschlossenheit von der Komplexität des Klosterlebens. 
Auch für Filmaufnahmen bot und bietet das Innere des Klosters eine perfekte Kulisse, da sich dort das Mittelalter gut hat darstellen lassen. Mitte der 1980-er Jahre wurde das ehemalige Mönchdormitorium, ein gut 1.000qm großer, zweischiffiger Saal mit beeindruckendem Kreuzrippengewölbe, der als Schlafsaal für die Mönche diente, zum Schreibsaal in der Verfilmung von Umberto Eco's Roman 'Der Name der Rose'. Auch die Basilika wurde als Kulisse verwendet. 
Ruhe kann man finden in der wunderbar gepflegten Gartenanlage, sofern man nicht gerade dann dort aufschlägt, wenn die Touristen busseweise angekarrt werden. Wir hatten das Glück selbst die Basilika und die wunderschönen alten Weinkeller ganz für uns zu haben und so die Stille der Gebäude genießen zu können. 











2014/01/03

Gucci To Go...


In die Pre-Fall Kollektion von Gucci haben sich auch zwei Looks für den Mann von morgen mit eingeschlichen. Doch ganz ehrlich, das kann man so auch schon heute tragen und muss nicht erst bis zum Sommer warten. 
Aktuell leuchten von allen Seiten wieder große, rote SALE-Schilder der geneigten Kundschaft entgegen. Es ist die beste Zeit nach den Basics Ausschau zu halten, die eh nie aus der Mode kommen und genauso noch in Jahren aktuell sein werden. Um den Gucci-Look recht kostengünstig zu adaptieren und zu interpretieren reichte ein kleiner Klick zur Website von COS, da findet man alles was manch braucht...

Blazer 95 statt 190 €
Pullover 39 statt 79 €
Hemd 41 statt 59 €
Hose 44 statt 89 €

2014/01/02

Film: The Best Offer...


Von jeglichem Zwang befreit war der vergangene Silvesterabend. Statt großer Pläne, und größerer Erwartungen, haben wir das Jahr einfach Zuhause auf dem Sofa ausklingen lassen. Ich habe Rouladen mit Klößen gemacht, es gab Rotwein und nacheinander zwei ganz wunderbare Filme, die recht unbemerkt an mir vorbeischlitterten und das Jahr mit wunderschönen Bildern ausklingen liessen. 
Der eine, La Grande Belleza, muss erst noch einmal angeschaut werden, bevor ich ihm einen Post widme. Der andere Film, The Best Offer, hat viel von Hitchcock und ist ein subtiler Thriller, der eigentlich gar nicht in dieses Genre passen will. Einen Mord gibt es nicht, gejagt scheint zumindest auch keiner zu werden und das alles ein großer Bluff sein könnte, bemerkt der Zuschauer eigentlich auch erst später. 
Was den Film so ausserordentlich spannend und schön macht, ist die Ausstattung und die Liebe, die in jedes noch so kleine Detail gesteckt wird. Requisiteure, Set-Bauer und Kostümbildner haben hier gemeinsam mit dem Regisseur Guiseppe Tornatore eine Traumwelt entstehen lassen, die in der Bilderkammer von Virgil Oldman (Geoffrey Rush) ihren Höhepunkt findet. Naja, abgesehen von der kleinen 'Modenschau', die ganz eindeutig und gut sichtbar die Handschrift von Giorgio Armani trägt, der dann auch im Abspann genannt wird. 
Womit wir auch schon bei der mysteriösen Frau wären, die Herrn Oldman den Kopf verdreht und so vortrefflich in die Kleider des italienischen Modemachers passt. Sylvia Hoeks spielt Claire, die man zum ersten Mal in der Mitte des Films zu sehen bekommt und die in ihrer Bläse den Meisterwerken in Oldmans Sammlung ähnelt. 
Ich muss mich zusammenreißen nicht doch das Ende des Films zu verraten. Es wäre schade, weil einem dann ziemlich viel Spass und Spannung entgeht. 


Tag 2...

Guten Morgen. Grau ist es draußen, recht unschön ehrlich gesagt. Ich hatte auch ziemliche Probleme aus dem Bett zu kommen. Selbst nach dem dritten klingeln des Weckers war ich noch nicht bereit dazu aufzustehen. Ich muss es dann geschafft haben, genauso wie ich es schon geschafft habe mir die Zähne zu putzen und das übliche Alltags-Allein-Zuhause-Frühstück von der Küche ins Esszimmer zu tragen. Anders als sonst aber ein bisschen Milch zu verschwappern, Abwechslung muss schließlich sein! Der Computer ist an, auch das gehört zur Routine von 10, 11, 12, 13, 14. 
Wo wird das alles hinführen? Wenigstens gibt es keine Vorsätze, die man schnell bricht und dann, Mitte Januar, eh schon komplett vergessen hat. Ich will auch gar nichts ändern, ich komme ganz gut klar mit mir selbst. Happy New Year!