2012/09/16

Art Berlin Contemporary, Kurz abc...


Gegen 11 waren die Besucherzahlen der abc noch überschaubar, nur wenige interessierte schlängelten sich an den als Träger fungierenden Gerüsten und Bauzäunen. Die Galeristen, spartanisch ausgestattet mit einem Holzhocker und einem kleinen Tischen, saßen neben ihren Arbeiten und wurden irgendwie selbst zum Teil der Inszenierung. 
Die abc ist eine bewußte Abkehrung vom klassischen Messestand hin zu einer mehr oder weniger kuratierten Gesamtschau. Alles wird Kunst, die ausgestellten Arbeiten genauso wie die Raumgestaltung. Und schließlich sogar die Menschen, die darin umhergehen, rumstehen und eben auch rumsitzen. 
Die Bilder trügen, schon gegen halb zwei sah es deutlich anders in den Hallen aus. Als wir gingen gab es schon eine kleine Schlange an der Kasse und sicherlich füllte es sich zum Nachmittag richtig. Die wichtigen Sammler sind wohl aber schon weitergezogen; während gestern eher der kunstinteressierte zu sehen war, konnte man nicht wirklich noch Kunstkäufer ausmachen. Auch das war wahrscheinlich ein Grund, warum die Galeristen und Galerinas so entspannt rumsaßen und sich kaum von den Besuchern stören ließen. 
Ein bisschen schade ist noch immer, dass es die Art Forum nicht mehr gibt. Gerade das Zusammenspiel der unterschiedlichen Messearten ergab eine runde Mischung. Die abc ist zwar auf einem guten Weg, kann aber allein noch nicht die Lücke füllen. Zumindest empfinde ich das so. 
Heute gehen wir noch auf die Preview, worauf ich auch schon sehr gespannt bin. Dann ist das Kunstwochenende schon wieder vorbei, aber viele Eindrücke konnte ich auf jeden Fall mitnehmen. 














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