2011/12/06

Pre-Fall Von Chanel...


Bombay, seit 1996 offiziell Mumbai, ist die Hauptstadt des Bundesstaates Maharashtra und circa 25.000 Menschen teilen sich einen Quatratkilometer. Die die sich Chanel leisten können, haben sicherlich ein bisschen mehr Platz als andere und könnten allein im Kleiderschrank eine mittelgroße Familie unterbringen. Und da würde es sich gut leben lassen, besonders wenn im nächsten Herbst die Teile der Bombay gewidmeten Pre-Fall Kollektion Einzug halten. 
Chanel kritisieren darf man nicht, richtig verkneifen kann ich es mir trotzdem nicht. In den letzten Saisons war ich selten von irgendwas überrascht, und angetan noch weniger. Mir ist das einfach alles zu vorhersehbar. Und auch die Indien-Nummer besteht doch hauptsächlich aus ein bisschen Deko, die sich um die immer wieder gleichen Jäckchen und Stiefelchen gruppieren. Lagerfeld meinte mal in einem Interview, dass Chanel mehr sei als nur kleine schwarze Kleider und Kostüme. Ja warum aber macht er immer wieder nur das? 
Das Potenzial des Hauses, und da hat Chanel einiges zu bieten, wird permanent mit angezogener Handbremse gefahren, nur weil Karl Lagerfeld sich krampfhaft in der Rue Chambon festgebissen hat. Bitte, es wird wirklich Zeit, dass mal frischer Wind in die Designs kommt!





Bilder via Style.com

Kommentare:

  1. da hast du wohl recht, aber damit werden unmengen verdient.
    viele, viele millionen. im moment ist lagerfeld wieder überall.
    das ist noch der ausverkauf und der letzte reibach, den man
    mit ihm macht, bevor er noch mehr senil wird. da wird jedes
    milliönchen noch mitgenommen.
    und ehrlich rene, das ding läuft und läuft und er macht
    10 000 sachen draumrum, wann soll er noch wirklich chanel
    machen? da ist keine zeit mehr zu.
    dennoch auf der chanel seite die show haute couture spring/summer
    2011 ist sehr toll und man sollte sie sich auf der seite noch anschauen, bevor der neue kram drauf ist.

    karl muss weg!

    FRED*

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  2. ich weiss das du lagerfeld nicht besonders magst, ich finde die Sachen schon gelungen und natürlich nervt langsam seine Omnipräsenz, weniger wäre mehr und er sollte nicht zur Heidi Klum der Design verkommen.
    Siegmar

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  3. Dieses Tanzen auf allen Hochzeiten macht ihn mir unsympathisch und das spiegelt sich leider schon auch in den Designs von Chanel wieder. Mit seinem Arbeitsdrang, der ja von Jahr zu Jahr zunimmt, und diesen lächerlichen Projekten (Cola light etc.) verliert er diesen Glamour immer mehr und alles wird so affig. Die Kollektion sieht aus wie Fasching, aber nicht nach moderner und zeitgemässer Mode.
    Fendi mag ich im übrigen sehr, das ist er viel fokussierter und moderner.

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  4. ich denke, bei fendi wird er nicht so viel machen. das machen
    eher andere. daher ist das auch ganz gut. er war auch früher
    bei chloe nicht schlecht und bei chanel noch bis vor ein paar
    jahren wirklich sehr gut.
    im gegensatz zu YSL hat er allerdings nie "icons" geschaffen.
    es gibt kein stück, das man mit ihm in verbindung bringt. er
    hat zeitgemässe mode gemacht, mal besser, mal schlechter.
    direkt entwickelt hat er allerdings nichts.

    es ist nur schade, dass ein mann mit knapp 80 so viel mist
    gleichzeitig macht. er hat genug geld, genug ruhm und
    könnte sich anspruchsvollen projekten widmen.
    es ist ja nichts einzuwenden, wenn er filme macht usw. aber
    er sollte auf qualität achten und sich nicht verheizen, um noch
    jeden verfügbaren euro (ins grab) mitzunehmen.
    bei "sephora" gibt es jetzt schäbige KL puppen. um die 20 euro.
    das muss nicht sein.

    er hat mittlerweile so viel ja-sager um sich, dass er sich nicht
    mehr selbst kritisch reflektieren kann und weil er sich selbst
    so toll findet und alle immer "ja" sagen, kann er auch jeden
    mist verbreiten.

    auf spiegel online steht heute, dass er folgendes gesagt hat:
    "Es klingt schrecklich, es zu sagen, aber Indien ist ein Land, in dem sogar die Armen etwas Schickes an sich haben", sagte Lagerfeld. "Selbst wenn sie sonst nichts hat, hat die ärmste Frau zwei oder drei Armreifen und einen eleganten pinken Sari."

    nun, das mag stimmen, armut und eleganz schliessen sich nicht
    aus, aber wenn jemand wie er das sagt, dann stimmen dem tausende
    millionärsdamen willig zu und sehen die armut der leute als lustige
    staffage an. das ist schäbig, mies UND STINKT!
    indien ist leider ein land, in dem menschen auf der strasse sterben.
    ich kann da keinen chic erkennen!

    ich bin der letzte, der gegen geld und ein gutes leben ist. man sollte
    aber auf keinen fall in dekadenz verfallen und sich über menschen
    lustig machen. armut ist kein accessoire, das sich abstreifen lässt,
    wie ein alter handschuh.

    FRED*

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