2011/05/10

Chanel Cruise 2011...


Meine Erwartungen an die Cruise Kollektion von Chanel wurden mehr als erfüllt. Auch wenn sicherlich viele die Kleider und Ensembles als zu klassisch und langweilig abtun, trifft Lagerfeld damit den richtigen Nerv bei mir.
Coco Chanels Biografie als einflussreiche Modemacherin beginnt damit, dass sie inspiriert von Männermode sportliche Looks entwarf und diese erfolgreich in ihren Boutiquen ind Biaritz und Deauville verkaufte. Das Kleine Schwarze, die langen weißen Kleider und das berühmte Kostüm kam viel später. Lagerfeld knüpf jede Saison an diese Mode an, selbst wenn er wie im letzten Jahr den Look von St. Tropez wiederaufleben lässt.
Leichte Sommerkleider, jugendliche Tennisshorts zu Pullovern mit kleinen Kragen und natürlich Badeanzüge, mehr braucht eine 'Ferien'-Kollektion nicht.





Im Gegensatz zur Couture oder zur Métiers d'Art Kollektion war die Cruise immer weniger reich an Details, oder aber sie waren versteckter. Lagerfeld schwelgt diesmal aber im Luxus. Chanel's Sternschnuppen-Collier hat er in eine Stickerei umgesetzt und schmückt damit kaum sichtbar ein Armloch. Die dafür verwendeten Steinen sollen alle echt sein.





Cap d'Antibes und das Hotel Eden Roc bildeten die Kulisse für diese modische Extravaganz. Lagerfeld und das Haus Chanel gehören zu den wenigen Labels, die noch ein Aura des Luxus verströmen einfach durch die Art der Selbstinszenierung. Und da ich auch noch ganz bei Diana Vreeland und ihrer Biografie bin, habe ich passend zu Antibes ein paar Zeilen von ihr: "Wir gingen... jeden Abend früh zu Bett und hörten die Leute heimgehen – alle sangen 'La vie en rose'... wir lagen in unserem Hotelbett und lauschten... alles war 'La vie en rose'. Die Luft ist dort so still. Musik schwingt in ihr mit."
Würde Lagerfeld nicht auch für Fernsehsender und Eismarken werben und nicht immer Gossip-Girls und drittklassige Moderatorinnen vor die Kamera zerren, würde Chanel für mich noch mehr strahlen.

Bilder von Chanel und von Style.com

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