2010/09/28

Aus Bloggermädchen Werden Milchmädchenblogger...


Ich sitze hier in der bayrischen Provinz und die Abende sind schon oft recht öde. Heute konkurrierte eine Casting-Show mit dem Mitschnitt einer Bloggerkonferenz in Wien. Man, warum ist man bitte immer zur falschen Zeit am falschen Ort? Warum hat mir keine Firma die Reise nach Wien gesponsert? Ich hätte das Produkt dann sehr gerne 17,5 mal erwähnt und vielleicht auch vergessen es als Werbung zu deklarieren.
Mir bliebt nun nichts weiter übrig als das Video anzuschauen. Immer wenn gerade niemand gesungen hat, habe ich zuerst Mary Scherpe's Worten gelauscht und dann versucht die Wienerinnen und Wiener zu verstehen. Es ist ja immer auch ein Zwiespalt. Ich habe schon geschrieben, daß ich so ein oder zwei Probleme mit der Referentin hatte und habe, nichtsdestotrotz sind ihre Themen relevant. Und würde sie nicht immer gleich bockig sein wenn jemand nicht ganz ihrer Meinung ist, hätte sie meine ganze Sympathie.
Nun gehe ich mal davon aus, dass nicht jeder aus zeitlichen Gründen in der Lage ist 50min. für das Video zu opfern, deshalb ein kurzer Abriß darüber worum es ging: BloggerInnen lassen sich Dinge zuschicken, schreiben darüber und machen Bilder von sich mit den Produkten. Und machen so kostengünstig Werbung die eine recht erkennbare Zielgruppe erreicht. Als Belohnung gibt es ein Shirt oder eine Fläschchen Irgendwas und die meisten BloggerInnen sind zufrieden. Mary's Hauptargument ist dass viele BloggerInnen ihren Wert nicht kennen und sich billig abspeißen lassen.
Grundsätzlich ist das richtig, aber woher sollen BloggerInnen denn ihren Wert kennen? Ich kann nur für mich sprechen wenn ich sage, dass ich nicht weiß was man für derartige Anfragen verlangen könnte, wenn man sich entscheiden würden sie anzunehmen.
Nun bin ich nicht interessant für die meisten Firmen. Ganz klar, dass junge Frauen und deren Blogs viel mehr auf dem Radar von PR-Agenturen sind und somit viel klarer ihre Grundsätze festschreiben müssten. Vielleicht könnte ja Mary eine Agentur zur Berechnung des Wertes von Blogs aufmachen, so wäre vielen geholfen.

Das Video gibt es bei styleranking, der Screenshot ist ebenfalls von da.

1 Kommentar:

  1. hej,
    danke für deinen überblick.

    was du wert bist, kannst du selber zunächst schätzen: wieviel zeit kostet dich ein eintrag: recherchieren, erstellen, bilder machen, text verfassen, formatieren, links setzen, kommentare pflegen. dann nimm mal einen stundenlohn an, einen den du dir wert bist.
    oder recherchiere mal (wie in der diskussion im video erwähnt) nach den gängigen preisen für adverts auf blogs den firmen zahlen müssen. man sollte bei anfragen erstmal anfangen etwas entgegen zu setzen. viele blogger haben auch angst, die goodies oder den vermeintlichen auftrag nich zu bekommen, wenn sie im gegenzug etwas fordern, damit begeben sie sich aber in eine komische position der abhängigen - dabei will doch die firma etwas von dir: dein hobby, deinen liebevoll gebauten blog.

    ich hatte auch die lautstärke voll auf und musste wegen des wienerischen oft schmunzeln, aber es lohnt sich ; )

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