2013/05/06

Start In Die Neue Woche...


Wieder hat mich die Sonne früher aus dem Bett geholt als mir eigentlich lieb war, doch immerhin verschlafe ich so diesen leuchtenden Tag nicht. Da ich heute frei habe und die einzige Verpflichtung ein unwichtiger Banktermin ist, habe ich auch mein Outfit so schlicht und entspannt wie möglich gewählt. 
Zur Jeans von Jean.Machine (via Mr. Porter) habe ich ein Shirt von COS und Sandalen von Scholl ausgesucht. Zwei der drei Teile oben trage ich tatsächlich gerade, nur die Jeans ist ein bisschen anders.

Vogue Nederland - Special Edition...


'Máxima – The Birth Of A Queen', unter diesem Titel bringt die niederländische Ausgabe des Magazines eine Sonderausgabe heraus. Natürlich geht es um die Mode der neuen Königin, um ihre Lieblingsdesigner und sicherlich auch um das blaue Kleid von Jan Taminiau.
Mal sehen ob es das Heft hier irgendwo zu bekommen gibt!

2013/05/05

Flohmarktfund: Die Rote Olivetti Valentine...


In Berlin fand ich Flohmärkte immer sehr anstrengend, zum einen sind diese da immer heillos überlaufen und zum anderen ist alles viel zu teuer, sofern man überhaupt was findet. Nach dem uns heute morgen die Sonne viel zu früh aus dem Bett holte machten wir uns auf zu Flohmarkt, der einmal im Monat zwischen Wiesbaden und Mainz stattfindet und gegenüber dem der Mauerparkflohmarkt ziemlich überschaubar aussieht. 
Drei Dinge hatten wir auf der Einkaufsliste stehen, einen Sessel für das Esszimmer, eine Tischleuchte fürs Wohnzimmer und Champagnerkelche. Letztere haben wir sogar gefunden und dazu noch ein Set aus verschiedenfarbigen Glastellern mit passender Schale aus den 1950-ern, Lampen und Sessel gab es zwar auch zuhauf, aber entweder überzeugten sie nicht wirklich oder aber sie waren schon verkauft. Beim nächsten Mal müssen wir wohl etwas früher aufstehen, also noch früher.
Was aber wirklich mein Interesse geweckt hat und was ich nur aus reiner Vernunft nicht gekauft habe war die rote Reiseschreibmaschine 'Valentine' von Olivetti. Ganz unscheinbar lag sie da in ihrem Kunststoffkoffer, trotzdem löste sie eine mittelschwere Schnappatmung bei mir aus. 150 Euro, nach unten war noch Spielraum, wollte der Händler für das Stück. Die originale Bedienungsanleitung lag noch bei und insgesamt war die Schreibmaschine in gutem Zustand. Einzig die Gummis zum verschließen waren brüchig. 


1969 entwarf Ettore Sottsass, der 1980/81 als Gründer der Designgruppe Memphis Designgeschichte schreiben sollte, für den italienischen Schreibmaschinenhersteller Olivetti eine leichte und transportable Maschine, die sich nicht nur ihres Gewichtes von anderen Modellen unterschied, sondern die auch ihres Designs wegen Einzug in Museen fand. 
Ich bin sehr gespannt ob ich mich ärgern werde sie mir nicht gekauft zu haben, ob es mir vielleicht ähnlich geht wie mit der 'Super Lamp' von Martine Bedine...

2013/05/03

Margit J Mayer Für Harper's Bazaar...


Das Harper's Bazaar ab dem kommenden Jahr, eine Probeausgabe kommt schon im Herbst, wieder versucht den deutschen Markt für sich zu gewinnen, ist keine ganz so neue Nachricht, dass aber Margit J. Mayer dann im Chefredakteurinnensessel sitzt schon. Horizont.net brachte heute die News und bezieht sich auf den Burda Verlag, der hinter Harper's Bazaar steht. 
Hauptsächlich bekannt wurde Frau Mayer durch die zehn Jahre bei der AD. Kompetenz in Sachen Mode hat sie aber auch sammeln können, schließlich war sie als freie Journalistin für Elle, Vogue und Marie Claire tätig. Die letzten beiden Jahre war sie für den Taschen Verlag tätig, wo sie sich des Lifestyle-Segments hat annehmen sollen und das Berliner Büro vor allem schick eingerichtet hat. 


2013/04/30

Lang Lebe Willem-Alexander...


Langsam wird es dunkel in Amsterdam. König Willem-Alexander und Königin haben sich zum dritten Mal an diesem für sie, und auch für ein ganzes Volk, so wichtigen Tag umgezogen und sitzen nun in einem Boot um ein bisscher umherzuschippern. Aufregend muss es gewesen sein morgens als Prinz zu erwachen, was ja an sich schon ein großes Ding ist, und dann innerhalb der Zeit, die es braucht eine Unterschrift zu setzen zum König zu werden. Man kann tatsächlich sagen, dass der neue König diese Aufgabe mit Bravour gemeistert hat und würdevoll wirkte. 
Heute morgen pünktlich um zehn Uhr betraten die zu diesem Zeitpunkt noch Königin seiende Beatrix und ihr Nachfolger, der Prinz von Oranje den Moses-Saal im Amsterdamer Schloss. An einen ovalen Tisch und im Beisein von Vertretern der Regierung und der königlichen Familie wurde bezeugt, dass Willem-Alexander König und Beatrix wieder Prinzessin wurde. Nun ist sie nicht mehr die erste Frau im Staate und kann quasi in Rente gehen. Nach 33 Jahren ist sie nun wieder ein Stück weit Privatperson und nach 123 haben die Niederlande nach drei Königinnen wieder einen männlichen Monarchen.
Balkone gehören natürlich auch in den Niederlanden zum Standardprogramm royaler Präsentation. Auf einem solchen zeigte sich dann pünktlich um zehn der neue König und die ehemalige Königin um gemeinsam die Nationalhymne zu singen. Die Tränen konnte man in den Augen von Beatrix aufblitzen sehen, Wehmut und Stolz paarten sich mit Freude und Vorfreude auf das kommende Leben. 1980 war sie einer ähnlichen Situation, allerdings gab es damals wohl weit weniger frenetischen Applaus und Euphorie. 
2013 hingegen ist die Königsfamilie beliebter den je, was wohl auch an Maxima liegen könnte. Sie hat frischen Wind ins Königshaus gebracht, und auch eine gehörige Portion modisches Bewußtsein und Stil. Natürlich war sie schon während der Abdankung in ihrem knielangen Kleid des belgischen Labels Natan eine Augenweide, doch in der Robe von Jan Taminiau und dem Diadem mit Saphiren und Diamanten von 1849 wurde sie zu einer Königin, wie in solcher Pracht und Schönheit eigentlich nur im Märchen vorkommt. 


Zum Abend hin galt es sich noch einmal umzuziehen, zur Party und der schon erwähnten Bootsfahrt. Maxima trug rot und Willem-Alexander Smoking. Es war ein Umziehmarathon, an dem sich auch die Familie zu beteiligen hatte. So trugen die Kronprinzessin und ihre Schwestern morgens gelb, später dann blau, während die weiblichen Gäste bei der Abdankung in knielangen Kleidern erschienen und bei der Huldigung dann lange Roben und Hüte trugen. Sämtliche Kronprinzenpaare haben was die Dresscodes bei solchen Veranstaltungen angeht wohl kaum Probleme, Orden und Hüte gehören zur Grundausstattung. 
Modisch ragte die Schwiegertochter der ehemaligen Königin Beatrix und Frau des noch immer im Koma liegenden Prinzen Johann Friso aus der beige-pastellenem Prinzessinnenriege heraus. Sie kam in einem schwarzen Kleid von Viktor&Rolf, dessen einziger Schmuck ein weißer Ärmel in Schleifenform war. Das Designerduo gehört zu ihren Favoriten, schon das Hochzeitskleid, besetzt mit unzähligen Schleifen wurde von den beiden entworfen. Mabel schritt dann auch an der Seite von Beatrix zur Huldigung, was den Eindruck untermauerte, dass das Haus Oranje vor allem mit einer Riege starker Frauen aufwarten kann. 
Für das neue Königspaar steht nun erstmal eine kleine Weltreise an, viele Staatsbesuche sind zu machen und schließlich dürfen auch die karibischen Staaten nicht vergessen werden, deren König Willem-Alexander auch ist. Anfang Juni werden die beiden auch in Deutschland vorbeischauen, vielleicht sogar im schönen Wiesbaden. Mal sehen, vielleicht ergibt sich die Gelegenheit Maxima dann live zu sehen, ich würde versuchen ganz vorn zu stehen und wild zu winken...

Bilder von hier und hier

Jan Taminiau Und Das Blaue Kleid Von Königin Maxima...


Das ist nur ein kleiner Zwischenbericht, die eigentliche Zeremonie läuft schließlich gerade noch. Während also das niederländische Kabinett und die Mitglieder des Parlament, die der Niederlande ebenso wie die der karibischen Staaten, auf den neuen König eingeschworen werden, kann ich mich kurz dem royalblauen Kleid der neuen Königin zuwenden. 
Jan Taminiau gehört zu den Lieblingsdesignern von Maxima und designte ein Kleid mit passendem Cape für die Huldigungszeremonie. Jan Taminiau hat sich der Couture verschrieben und fertigt Kleider in traditionellen Handwerkstechniken und erlesenen Materialien. Das dies keineswegs angestaubt ist zeigt sich unter anderem dadurch, dass Lady Gaga und Beyonce ebenfall zum Kundenkreis gehören. 
Die königliche Farbe des Kleides unterstreicht die Würde des Amtes und wohl noch nie hat Maxima so sehr gestrahlt wie am heutigen Tag. Das Diadem mit großen blauen Saphiren und Diamanten war das Tüpfelchen auf dem I. Wirklich märchenhaft!

König Sein Ist Auch Nur Ein Job...


Königliches Protokoll funktioniert im 30 Minutentakt. Pünktlich um zehn Uhr betraten Königin Beatrix, Prinz Willem-Alexander und die engsten Familienmitglieder des Hauses Oranje-Nassau den Mosessaal des Amsterdamer Stadtschlosses um dort Urkunde zu unterzeichnen, die aus Beatrix wieder eine Prinzessin machte und somit ihren Sohn Willem-Alexander zum König. Pünktlich um 10:30 Uhr betraten dann Prinzessin Beatrix und ihr nachfolgend der neue König den Balkon um dort unter brausendem Gejubel der orangenen Menschenmenge zuzuwinken. 
Statt 'Der König ist tot, lang lebe der König' haben die Niederländer einen Weg gefunden auf moderne Art und Weise das Königtum zu definieren, und das schon seit vier Generationen. Doch gleichzeitig geht auch ein wenig der Glanz verloren, wenn der neue König (oder die neue Königin) statt gesalbt zu werden und von Gottes Gnaden berufen zu werden, einen 'Arbeitsvertrag' unterschreibt und dann irgendwann in ein paar Jahrzehnten in den Ruhestand geht. 
Es war ein protokollarischer Akt bei dem eine Urkunde am runden Tisch von einigen Menschen unterzeichnet wurde, zumindest der Teil, den man bisher hat sehen können. Heute Nachmittag dann wird dem König dann in der Nieuwe Kerk in Amsterdam gehuldigt und vielleicht ist dann etwas mehr königlicher Zauber zu erleben. 


Zumindest die neue Königin der Niederlande, Maxima, brachte etwas Glanz und zeigte sich in einem Kleid (Natan), dass einen Vorgeschmack auf Kommendes bot. Statt internationale Couture, wird sie in Zukunft wohl doch häufiger niederländische Designer tragen. Das gehört dann zum Lokalpatriotismus, ist aber auch ein bisschen schade, weil zumindest ich Maxima gerne in Valentino gesehen habe. 
Mehr gibt es später, ich warte jetzt gespannt auf das nächste Ereignis, welches natürlich auch wieder live vor dem Fernseher verfolgt wird. 

Bildquelle (Das Headerbild zeigt nicht die Hand von König Willem Alexander, sondern die eines der circa 20 Zeugen der Abdankung. Leider habe ich noch keines vom König selbst finden können.)

Live Vorm Fernseher: Der Niederlande Neuer König...


Glücklicherweise habe ich heute meinen freien Tag und kann somit vorm Fernseher dabei sein, wenn Willem Alexander die Krone von seiner Mutter Königin Beatrix übergeben bekommt. Als Freund monarchistischer Großereignisse ist klar, dass mein Platz heute vor dem Fernseher ist. 
Die ARD überträgt live, natürlich kommentiert Rolf Seelmann-Eggebert die Inthronisierung. 


2013/04/27

La Chaise X Lachaise...


Ray Eames wird selten als für sich allein stehende Designerin und Visionärin betrachtet, vielmehr wird ihr Name immer im Zusammenhang mit dem ihren Mannes Charles genannt. Und tatsächlich entstanden die meisten Arbeiten des Ehepaares Eames gemeinsam, bzw. ist es schwierig festzustellen wer wieviel Einfluss beim entwerfen und entwickeln der Objekte hatte. Er war der Konstrukteur, sie die ästhetische Instanz.
Zumindest jedoch bei La Chaise ist mittlerweile klar, dass er auf eine Idee von Ray zurückgeht. Inspiration dazu lieferte eine Plastik von Gaston Lachaise, die sich problemlos in das wolkenartige Sitzgebilde hineinbasteln lassen würde. 
Auch wenn bereits der Prototyp von La Chaise im MoMA gezeigt wurde, produziert und damit für eine breitere Masse zugänglich wurde er erst ab 1980. An Modernität hatte er nicht verloren, ganz im Gegenteil. La Chaise ist Yuppie-Chic und Understatement in einem, ist vielleicht sowas wie der Patrick Bateman der Möbelwelt. 
Es ist ein schizophrenes Möbelstück, das Sinnlichkeit und Arroganz verbindet. Es ist weniger leicht konsumierbar als andere Eames Möbel, passt nicht sich nicht an und integriert sich trotzdem in vorhandene Situationen. Selbst Brandy konnte Ende der 1990-er darin dahinschmachten...


2013/04/26

Höfische Pracht - Wandspiegel Von Hoppenhaupt Für Zuhause...


Unter Lot-Nr. 1445 bietet das Auktionshaus Schloss Ahlden zwei ganz besondere Schätze zum Kauf an, nämlich zwei Wandspiegel des berühmten Rokoko Bildhauers und Innenraumgestalters Johann Friedrich Hoppenhaupt dem Älteren. Reich geschmückt mit dem typischen Rocaille, mit Blütenranken und Drachen sind es prachtvolle Exenplare, die die Kunst Hoppenhaupts und den Geschmack der Zeit um 1750 widerspiegeln. 
Johann Friedrich Hoppenhaupt hat massgeblich das preußische Rokoko mitgeprägt. Zusammen mit seinem Bruder Johann Christian war er am Hofe Friedrich des Großen tätig und gestaltete Raumensembles, die noch immer die Besucher von Sanssouci und anderen Schlössern faszinieren. Das aus Lindenholz geschnitzte und vergoldete Spiegelpaar ist ein exquisites Beispiel seiner Kunst und wird vom Auktionshaus mit 48.000 Euro taxiert. Dass die beiden Stücke gerne ein neues Zuhause bei mir finden dürften steht wohl ausser Frage, dass sie unerschwinglich für mich sind leider auch.

2013/04/25

A Lot Of Sorrow...


Neulich gab es die Möglichkeit Tilda Swinton in einem Glaskasten liegend beim schlafen zu beobachten, nun wird es The National's 'Sorrow' als sechsstündige Liveperformance geben – im New Yorker MoMA und im Ableger PS1 ist immer was los wie es scheint. 
Während mich Tilda ziemlich kalt lies, wäre ich nun aber schon gerne Gast bei diesem Spektakel. Natürlich an erster Stelle als Fan der Band, aber auch, weil ich spannend finde, wie der isländische Künstler Ragnar Kjartansson einen Song dadurch verändert, dass er ihn sechs Stunden lang spielen lässt. Am Ende wird 'Sorrow' definitiv anders sein, anders klingen. Die Band wird durch den Künstler instrumentalisiert und verändert selbst ihr eigenes Werk. 
Jeder Gast hat für ein paar Minuten die Gelegenheit live bei der Performance dabei zu sein, gleichzeitig wird die Musik, besser gesagt die Töne in den Hof übertragen, wo man die ganzen sechs Stunden erleben kann. Karten kosten 15$ und gibt es hier.

2013/04/24

No Homo? No Soto!...

Guys,
the sun is there, Gallery Weekend around the corner and we will let a little bit of Munich into Torstrasse.
We hooked up with traditional cashmere brand ALLUDE to create a little Soto Capsule Collection and will present a handful of surprising cashmere design objects (for sale!).
Would be nice to see your pretty face this FRIDAY, 26th of April, 6-9pm and have a drink with you.
No worries: No vodka. Just white and red wine. Munich style. (no homo)
Wishing you all a good start of the week,
Phil & Team Soto

Es ist schon reichlich dumm, wenn man sich erst dezent im Ton vergreift und dann sich dann auch missverstanden fühlt. Auch wenn 'No Homo' im englischen wohl gebräuchlich ist, kann man nicht davon ausgehen, dass es hierzulande dann auch genau so verstanden wird. Es war also wirklich dumm vom Schreiberling der Einladung für das eigentlich am kommenden Wochenende stattfindende Event 'Allude X Soto - A Cashmere Intervention' diese Floskel zu gebrauchen ohne vorher mal zu überlegen, wie es denn ankommen würde. Und es war genauso dumm, dass niemand den Text mal kritisch gegengelesen hat. 
Die Debatte entbrannte zwar, ein Shitstorm war das noch lange nicht und wäre wohl auch etwas überreagiert. Gleichzeitig kann man es aber auch nicht einfach so abtun, schließlich steckt Deutschland gerade voll drin in der Debatte homosexuelle Lebenspartnerschaften auch vor dem Gesetz vollkommen mit der Ehe gleichzustellen, und Diskriminierung sollte grundsätzlich nirgendwo toleriert werden. Gerade in Berlin müsste man doch eigentlich meinen, dass das Thema schon längst kein Thema mehr ist. Aber wie so oft ist bei Hipstern dann doch alles nur heiße Luft und in Wirklichkeit stecken sie mit den Köpfen noch tief in der Provinz.
Auch aus rein geschäftlichem Interesse ist eine solches Verhalten, oder eine solche Meinung, ziemlich kontraproduktiv. Hätten sich Phil & Team Soto mal ihre Klientel ein bisschen genauer angeschaut, dann hätten sie festgestellt dass das Geschäft mit den Homos wohl durchaus einträglich ist. Ganz zu schweigen davon, dass hinter vielen der dort verkauften Marken homosexuelle Kreative stecken.
Allude zumindest hat sich von der Aktion distanziert und die geplante Kooperation abgesagt, oder zumindest solange verschoben bis ein neuer Partner gefunden ist. Fraglos war das auch deren einzige Möglichkeit. Andrea Karg: "Was am Anfang als eine gelungene Plattform für mein Kunstprojekt erschien, hat sich gestern leider als zu meiner und der Einstellung von Allude völlig unpassend herausgestellt."
Schade, Soto war eigentlich ein schöner Laden und die Sachen dort gefielen mir immer sehr. Aber es gibt die Sachen auch anderswo.

Mehr zum Thema auch bei Horstson

2013/04/23

Art Cologne 2013 - Wunschliste...


Vom Jagen und Sammeln habe ich gestern schon geschrieben, und auch davon, dass ich mit leeren Händen wieder nach Hause gefahren bin. Doch wenn ich auch nur ein kleines Budget gehabt hätte, sagen wir etwas um die 10.000 Euro, dann wäre deutlich weniger Platz im Kofferraum gewesen. Wären es statt zehn vielleicht hunderttausend gewesen, die ich mir zur Verfügung gestanden hätten, sofort wüßte ich acht Arbeiten, dich ich gerne besitzen wollen würde. 
Troels Carlsen zum Beispiel nimmt alte Anatomiebücher und nutz die Drucke als Grundlage für seine Bilder. Vertreten wird er durch V1 Gallery, die eine feine Auswahl im Gepäck hatte. Das Werk oben, die sich in Schlangen verwandelnden Menschen, ist meine Nummer eins. Wie gerne hätte ich die 2.600 Euro dafür auf den Tisch gelegt. Genauso steht es mit dem Bild von Gotthard Graupner, zu dem ich mich ja schon allein aus Lokalpatriotismus hingezogen fühle.

Gotthard Graupner, Edith Wahlandt Galerie, Stuttgart
Helene Appel, Galerie Luis Campana, Berlin
Robert Janitz, Martos Gallery, New York
Sven Kroner, Galerie Fons Welten, Amsterdam
Laura Ford, Galerie Scheffel, Bad Homburg
Wilfrid Almendra, Bugada&Cargnal, Paris
David Schnell, Eigen+Art, Leipzig/Berlin

2013/04/22

Art Cologne 2013 - Messeoutfit...


Art Cologne 2013 - Ich war da...


Menschen sind auch nur Tiere. Deborah Sengl führt uns jedoch nicht nur vor Augen, wie wir uns zum Affen machen oder zum Raubtier mutieren, sondern auch wie schnell die Grenzen verwischen können. Der gestrige Besuch auf der Art Cologne war also nicht nur ein Tagesausflug hin zur Kunst, sondern neben einem Wiedersehen mit 'alten Freunden' auch eine Studie menschlicher Verhaltensweisen. 
Der Mensch ist ein Herdentier, dass die Gesellschaft anderer nur bedingt ertragen kann. Der Publikumstag am Sonntag ist gleichzeitig der Großkampftag um die besten Aussichten. Gekauft wurde vorher, oder danach, gestern schaute man nur und verstand oft nichts. Fragende Blicke gab es zuhauf, der 'Ist das Kunst?'-Gesichtsausdruck war oft beliebtes Accessoire. Sich einfach treiben lassen war meine Devise; aufsaugen, geniessen und mal wieder durch neue Eindrücke neue Anstöße bekommen. Etwas schön finden, aber es nicht besitzen zu sollen, anderes nicht zu verstehen und es gerade deshalb am liebsten mit nach Hause zu nehmen. 
18.000 Euro für eine Arbeit von Alicja Kwade sind Peanuts verglichen mit 100.000 für ein Bild von Jason Brooks, und auch das ist nichts gegen den Rosenquist, den Herr Ropac vielleicht doch nicht mehr mit nach Hause hat nehmen müssen. (*) Jagen und Sammeln werden eins, die Kunst hat sich zum Mammut 2.0 entwickelt. Und am Ende werden die Trophäen solange die Höhlenwände schmücken, bis neue Götzenbilder die alten ablösen. 
Nicht mehr starr und steif werden diese sein, eher bunt und flüchtig; wiederkehrend auf Tastendruck. Warum ein Bild kaufen, wenn man 24 pro Sekunde haben kann dachte sich auch Julia Stoschek und hat sich zu einer der wichtigsten Sammlerinnen im Bereich Media Art entwickelt. Einen kleinen Teil ihres immensen Schatzes zeigte sie nun der Kunstmeute, und natürlich auch allen anderen. Ob es verstanden wird? Ein Rauch ist ein Rauch und ist gute Kunst, weil es in den Feuilletons so geschrieben steht. Und auch die Frau, die es mit der Wand treibt ist Kunst... Oder doch nicht?
Aufsaugen von Eindrücken war wichtiger als etwas Greifbares zu haben mit dem wir unsere Wände schmücken können. Mitgenommen werden eigene Impressionen, die zu neuen Bildern werden. Oder wie Sebastian Frenzel seinen Artikel in der Onlineausgabe der Monopol so schön mit einem Zitat des Künstlers Horst Gläsker beendete: "Eine Messe ist ein Energiepol - da ziehst du immer etwas raus." Doch noch etwas ist im Gepäck, eine innere Unruhe etwas anderes das ebenfalls mit Un- anfängt. Beim Jagen und Sammeln fängt man sich manchmal eben unerwünschte Nebeneffekte mit ein. Oder sind genau das die Motoren, die alles weiter antreiben?



* Printausgabe von blouinartinfo.com, 19. April 2013

2013/04/18

Sporty Spice...


Ganz stolz bin ich auf mich, habe ich es doch endlich geschafft mich wieder in einem Sportstudio anzumelden. Nun bin ich ganz euphorisch und freue mich tierisch darauf wieder was für meinen Körper zu machen. Gleich am Montagabend habe ich zum ersten Mal in meinem Leben einen Kurs mitgemacht und war überrascht, wie fertig ich nach 45 Minuten Dynamic Pilates war. Nun weiß ich, was ich immer montags tun werde!
Passend zu meiner wiederentdeckten Sportlichkeit habe ich mal ein bisschen geschaut, was ich denn idealerweise gerne tragen würde und habe dann passend zu meinem schon vorhandenen Sportbeutel von Y-3 auch ein ganz passables Outfit gefunden mit dem die körperliche Ertüchtigung gleich noch mehr Spass machen würde. Blau, Grau und allem voran Orange erscheint mir doch als gute Wahl. 







Alles von Y-3

Tagesoutfit: Lucky Star...


Juhu, langsam können wieder die T-Shirts aus dem Schrank hervorgeholt werden. Schon heute morgen im Bett war ich voller Vorfreude auf mein wirklich heißgeliebtes 'Lucky Star'-Shirt von Vier5. Eigentlich kann damit der Tag nur gut werden!

Na Endlich: Lacroix Für Schiaparelli...


Lange genug hat es ja gedauert, doch endlich steht fest von wem die ersten Modelle für die Wiederbelebung des Hauses Elsa Schiaparelli sein werden. Kein geringerer als Charistian Lacroix wird für die erste Kollektion bestehend aus 15 Couture-Modellen verantwortlich zeichnen und damit ein neues Kapitel in der Geschichte des doch recht aufregenden Modehauses aufschlagen. 
Doch ein wirkliches Ende gefunden hat die Geschichte damit nicht. Lacroix's Kollektion ist ein Gastspiel, die Position des Artistic Directors ist noch immer vakant. Zumindest aber wird es wieder einmal ein kleines Modespektakel geben, ein Highlight bei den Haute Couture Schauen im Juli. Und Monsieur Lacroix hat die Chance nach einer kleinen Abstinenz und Ausflüge hin zum Bühnenkostüm der Welt zu zeigen, dass er ein großer Meister des Handwerks und in der Erschaffung phantastischer Roben ist. Und somit goldrichtig bei Schiaparelli.

Bildquelle: Vogue.de