2012/06/14

Blogempfehlung...


Nahazu all die empfohlenen Blogs lese ich in mehr oder minder regelmässigen Abständen. Trotzdem hilft es vielleicht dem ein oder anderen eine neue Seite zu entdecken, die er (oder sie) bisher nicht im Reader abgespeichert hat!?

Quelle

For Fall...


Der Sommer hat kaum angefangen, da denke ich schon wieder an den Herbst. Aber beim dem tollen Look, den Mister Mort da abgelichtet hat, kann ich einfach nicht anders als mich nach meiner Lieblingsjahreszeit sehnen. 

2012/06/13

Sale...


Gestern Nachmittag habe ich dem COS Store auf dem Ku'Damm einen Besuch abgestattet, ich hatte nach der Arbeit noch immer Lust auf Klamotten und dachte ich könnte diese dort ein wenig stillen. War aber leider nicht so, ich habe nicht gefunden, was irgendwie auch nur ansatzweise interessant schien. 
Gestern Abend dann kam die Email, dass ab dem 14. Juni Sale ist. Da bin ich jetzt ja noch mehr froh darüber nichts gefunden zu haben. Mal sehen, meist gewinnen reduzierte Sachen dann ja wieder an Reiz. 

2012/06/12

H&M X MMM...


Ja ja, klar... Natürlich wissen schon alle von der neuen Kollaboration, die H&M an Land gezogen hat. Am 15. November werden also die mit dem Hause Martin Margiela entstehenden Teile in die Läden kommen. 
Gestern war es noch ein Gerücht, dem eine Nachricht von WWD zu Grunde lag. Heute morgen kam dann die PM von H&M höchst selbst, die den Mutmassungen ein Ende bereitete. Natürlich handelt es sich wieder um einen ähnlich schön geschriebenen Text wie bei allen Kollaborationen zuvor auch; Frau van den Bosch ist wieder total 'exited' und bei MMM glaubt man irgendeinen einen avantgardistischen Gedanken voranbringen zu können, der in der Marken-DNA verwurzelt sein soll. Am Ende ist's ein Geschäft, da können auch all die romantischen Gefühlsduseleien nicht darüber hinweghelfen.
Nun heißt es mal abzuwarten wie die Teile dann so aussehen, und ob sie das typische MMM Stitching im Nacken aufweisen. Bis November ist aber noch lange hin...

Bild: H&M

...


Je mehr man sich erlaubt verloren zu gehen, desto verlässlicher 
kommt man bei sich an.
Peter Praschel, GQ Style FS-2012, S. 212

2012/06/11

Welcome To Miami...


Knapp 15 Jahre ist es bald, dass Gianni Versace vor seiner Villa in South Beach erschossen wurde. Nun steht die Casa Casuarina wieder zu Verkauf, für 125 Millionen Dollar. 
Nun, der künftige Besitzer des Hauses bekommt nicht gerade wenig, wenn er sich zum Kauf entscheidet. Allein zehn Schlafzimmer gibt es, dazu elf Badezimmer. Das Highlight dürfte aber der Pool sein; nicht wegen der 17 Meter länge, sondern wegen des Mosaiks an Beckenrand und Boden. Natürlich finden sich überall Medusenköpfe wieder, dem Logo der Firma Versace.
Aber ganz ehrlich, ich möchte es nicht haben wollen. Das Interior erschlägt einen förmlich, erinnert an eine Mischung aus Denver Clan und Edelbordell.



Via Miami Herald

Silberne Räume Voll Von Stille...


Vilhelm Hammershøi entdeckte ich zufällig in einem Kaffee, welches an einen Buchladen angliedert ist. Mir viel das Motiv auf dem dort ausliegenden Katalog auf, es zeigte einen leeren Raum gemalt in zurückgenommenen Grautönen. Ich war fasziniert von den Bildern, den immer wieder ähnlichen würdevollen Interiors. Heute nun werden bei Sotheby's in London fünf Arbeiten aus einer Privatsammlung versteigert. 
1854 kam Vilhelm Hammershøi in Kopenhagen zur Welt. Einer wohlhabenden Kaufmannsfamilie entstammend wurde sein Talent früh entdeckt und gefördert. Er studierte an der Königlichen Akademie und 1889 wurden vier seiner Gemälde bei der Pariser Weltausstellung gezeigt. In den folgenden Jahren hatte er Ausstellungen in Museen und Galerien, unter anderem auch in Berlin und Hamburg beim Galeristen Paul Cassirer. 
In den 1890-er Jahren bezog der Maler mit seiner Frau Ida eine Wohnung in der Strandgade 30. Viele seiner Werke sollten nicht nur dort entstehen, sondern sie sollten auch diese zum Thema haben. der reduzierte Stil des Interiors und die roh wirkenden Holzblanken tragen neben der fast monochromem Farbgebung dazu bei, dass die Bilder Hammershøi heute nicht weniger aktuell sind als vor 120 Jahren. Sie stehen im Kontrast zum eigentlich vorherrschenden Historismus und nehmen fast die Neue Sachlichkeit vorweg. Auch die immer in sich gekehrt scheinenden Personen, die, die das Leben in den Räumen erahnen lassen, wirken in sich ruhend. Der lesende Junge Mann auf dem oben zu sehenden Bild genauso, wie die Frau des Malers.
Ida Illsted taucht in mehreren von Hammershøi's Bildern auf und ist auch auf dreien zu sehen, die nun versteigert werden. Sie ist eine Art guter Geist des Hauses, voller Stiller Schönheit. In der Art der Darstellung ähneln die Sujets denen von Vermeer, weshalb Vilhelm Hammershøi nicht ganz zu unrecht 'dänischer Vermeer' genannt wird. Allerdings unterscheiden sich beide Maler in der Farbgebung doch sehr. 
Und auch im Preis sind beide verschieden. Die Bilder Hammershøi werden zwischen 100.000 und 500.000 britische Pfund taxiert, einen Vermeer kriegt man dafür noch lange nicht. 

2012/06/10

Tagesausflug: Mit Dem Rad Um den Tegeler See...


Bei Tegel denken die meisten an den benachbarten Flughafen, wenige aber an den zu Reinickendorf gehörenden Stadtteil und den dazugehörigen See, der immerhin nach dem Müggelsee der zweitgrößte Berlins ist. Die Havel hat hier eine Ausbuchtung mit vielen Inseln und Halbinseln entstehen lassen, die es sich am besten mit dem Rad erkunden lässt. Wir sind gestern von Wedding aus gestartet, die Müllerstraße hoch gefahren und waren erstaunt von der Schönheit und Größe des Sees. 
Unterwegs haben wir uns mit frischen Erdbeeren, die es ja gerade an allen Ecken in erdförmigen Häuschen zu kaufen gibt. Die wurden die die Radfahrt etwas in Mitleidenschaft gezogen, passten aber trotzdem perfekt zu diesem Sommernachmittag. Aber auch am See gibt es viele Ausflugslokale, die neben selbstgebackenen Kuchen auch allerlei aus Spargel anbieten. Man verhungert also auch nicht, wenn man vergisst den Picknickkorb zu packen. 


Wer die Umgebung des Sees lieber vom Boot aus erkunden will, der kann natürlich einen der zahlreichen Dampfer besteigen und sich umher schippern lassen. Wer aber lieber selbst mal Kapitän sein will, der findet auch Boote zu ausleihen. Da gibt's dann Ruderboote, solche mit Motoren und auch einen Schwan zum treten. 
Vom Wasser aus kann man die Borsig-Villa Reiherwerder entdecken, die sich für Radfahrer hinter hohen Mauern verbirgt. Seit 2006 befindet sich da die Akademie des Auswärtigen Amtes, zuvor wollte Helmut Kohl sie zum Dienstwohnsitz des Bundeskanzlers machen. Erbaut wurde das stattliche Landhaus in den Jahren 1908 bis 1913 von Ernst von Borsig, einem der reichsten Männer Preußens. Die Borsigs machten ihr Vermögen mit Maschinen, unter anderem bauten sie die erste Dampflokomotive. Und Ernst von Borsig war einer der wichtigsten Geldgeber der NSDAP in den 1920-er Jahren, doch bereits in den frühen 1930-er Jahren rückte er von dieser Einstellung wieder ab und warb für eine Regierung unter Franz von Papen
Ja, der Tegeler See ist auch reich an Geschichte und Geschichten. Als Conny Froboess 1951 die Werbetrommel für den Wannsee rührte war nicht nur einer der Schlager des frühen Wirtschaftswunders geboren, sondern geriet auch der Tegeler See etwas aus dem Blickfeld. Dabei hat Conny Froboess später in Interviews öfter gesagt, dass sie mit ihren Eltern gar nicht zum Wannsee zum baden fuhr, sondern an den viel näheren Tegeler See. Auch wir werden sicherlich dahin zurückkehren, an dieses schöne Stück Sommerfrische.

2012/06/08

In The Office...


Mr. Porter hat Alasdhair Willis im Office besucht. Der Mann hinter Established & Sons hat aber nicht nur was Möbel angeht einen ausgezeichneten Geschmack, sondern auch seine Kleidung ist vortrefflich ausgesucht. Passt sein Look nicht wunderbar zum Modell eines Segelbootes!?

2012/06/07

Vorbei! Endlich...


'Alle Walks sind gewalked, alle Shootings sind geshooted...', endlich ist wieder eine Staffel von Germany's Next Topmodel über die Bühne gebracht und wir können wieder zur Tagesordnung übergehen. Na und die Heidi kann nun endlich wieder nach L.A. abdampfen, diesmal sogar mit einem Thomas im Gepäck. 
Louisa hat gewonnen, das war nicht weiter verwunderlich. Allein das Gröllen im Publikum war bei ihr stärker als bei den anderen drei Mädchen. Die körperlichen Voraussetzungen stimmen natürlich auch, fraglos hat sie das spannendste Gesicht und den besten Körper. Das mit der Karriere könnte wirklich was werden, wenige Mädchen hatten bisher überhaupt Potenzial als Model auch ausserhalb der Berlin Fashion Week und der Pro7-Familie erfolgreich zu sein. Muss also nur noch der Vater Klum irgendwie bei Seite geschafft werden, dann könnte dieses Märchen für Louisa ganz gut ausgehen. 


Insgesamt war die Sendung 'Live aus der AUSVERKAUFTEN ...-Arena in Köln' mal wieder nur so semispannend, trotz internationaler Acts und dem Versuch mit Zirkusnummern und Hinhaltetaktik eine Spannungskurve aufzubauen. Maroon 5 haben aufgespielt und die Mädchen taten so als wären sie bei Victoria's Secret. Adam Levine, der kennt sich ja mit Models aus, schaute recht missmutig drein und wollte auch nicht so recht auf die Flirtversuche der Mädels eingehen. Der weiß eben was er Zuhause hat. Gossip und Justin Bieber hatten auch was zu promoten, der Bieber war affig wie immer und die Beth kann's halt. Insgesamt hätte man die ganze Sendung auf 45 Minuten herunterkürzen können, aber dann hätte man natürlich nicht die Auto- und Scheidenpilzwerbungen unterbringen können. 


Egal, es ist vorbei. Ich hab's geschaut, wie die anderen Staffelfinale vorher auch. Mit Mode hat es wenig zu tun, es geht einfach nur darum den Sendeplatz bestmöglich zu besetzen. Wissen wir aber ja alle...

Lieblingsstücke: Die Kaminuhr Im Stil Louis XVI. ...


Auch im ausgehenden 18. Jahrhundert waren Uhren noch wahre Luxusgegenstände, die in den Salons der Adligen einen Ehrenplatz fanden. Meist zierten sie den Kamin oder standen gut sichtbar auf kleinen Konsolentischchen. Gleichzeitig faszinierten diese technischen Wunderdinger alle, selbst einfache Zimmermädchen blieben nicht unbeeindruckt. Wer nun meinem Kinotipp von Sonntag gefolgt ist und sich 'Les Adieux À la Reine' angeschaut hat, der wird sich an die Rolle, die, die Uhr im Film spielte, erinnern. Sie war Objekt der Begierde und Fessel zu gleich. 
Uhren aus der Zeit Ludwig XVI. tragen klassizistische Züge und sind schon weit weniger verspielt als Objekte aus früheren Jahren. Die oben zu sehende Uhr gibt es bei Antique & Vintage Jewellery zu erstehen und gerade zu den aktuell eher schlichten Einrichtungen bildet sie einen Kontrast. 

Antique & Vintage Jewellery
Oliver Rheinfrank
Linienstraße 44 / 10119 Berlin
Tel. 030 20 68 91 55

2012/06/06

Sommer 2013...


In nichtmal mehr ganz einem Monat wird Berlin wieder Modemetropole und alle drehen leicht bis mittelschwer durch, weil Fashion Week ist. Und schon jetzt gibt es die ersten Lookbook-Bilder mit den Sachen, die uns dann für den Frühling Sommer 2013 begeistern sollen. Geht nicht laut dem Maya-Kalender eh im Dezember die Welt unter, lohnt sich der ganzen Aufwand da überhaupt noch?
Egal, hier ist kein Platz für Pessimismus. Ausserdem sind die Sachen von Camo zu schön um übersehen zu werden. Da italienische Label orientiert sich sehr am Preppy-Look, was aber ja nichts schlechtes ist. Auch wenn es teilweise fast zu sehr nach Hilfiger und Co. aussieht.



Via Selectism

CFDA Winners 2012: The Row Und Billy Reid...


Es ist schon erstaunlich, Mary-Kate und Ashley Olson haben es tatsächlich geschafft Marc Jacobs auf die Plätze zu verweisen. Anfangs wurden die beiden Damen, deren Karriere ja bekanntlich mit Sitcoms und Teenyfilmen begann noch belächelt und ihre Mode als eine weitere Celebrity-Kollektion abgetan. Mittlerweile haben sie gezeigt, dass sie nicht eine 5.000 Dollar Handtasche zum Verkaufsschlager machen können, sondern sich auch mit den Branchengrößen messen. 
In der Kategorie Menswear hat Billy Reid gewonnen. Seine Kollektionen wurden hier schon mehrfach vorgestellt und mittlerweile kann man seine Sachen auch schon in Europa kaufen. Er verbindet das beste aus von Sportswear inspirierter Mode und europäischer Schneidertradition.
Glückwunsch an alle Gewinner


2012/06/05

What's Wrong With This Picture?...


Garance Doré scheint New York so gar nicht zu bekommen, zumindest ist der angeblich allen Französinnen angeborene Sinn für Eleganz wohl abhanden gekommen auf dem Flug über den Atlantik. Das Kleid, welches Derek Lam extra für sie angefertig hat, ist nicht nur farblich eine mehr als schlechte Wahl gewesen gestern bei den CFDA Awards, für eine Massanfertigung sitzt es auch noch furchtbar. Man sieht nur eine große grüne Fläche und noch größere weiße Schultern, Scott Schuman verschwindet fast in ihrer Achselhöhle. 
Auch als Paar machen die beiden keine wirklich gute Figur, sie sehen eher aus wie Karikaturen ihrer selbst. Gerade als Blogger, deren Hauptaugenmerk auf scheinbar zufälligen, aber trotzdem perfekt inszenierten Bildern liegt, sollte man eigentlich doch wissen, wie man sich dann bestmöglich vor einer anderen Kamera in Szene setzt!? Die beiden haben zwar den Preis in der Kategorie Medien gewonnen, für Outfit und Haltung gebe es aber nicht einmal eine Blumentopf zu gewinnen. Sehr schade!


Langeweile Und Diverse Spielarten Sich Darüber Hinweg Zu Helfen...


Jugendlichen unter 18 Jahren ist es nur erlaubt in Begleitung ihrer Eltern die kürzlich eröffnete Ausstellung in der C/O Galerie zu besuchen, dabei zeigen doch die Bilder das Leben von Jugendlichen auf. Sind die Bilder von Larry Clark etwa verstörender als das, was sich mittlerweile jeder zwölfjährige ziemlich einfach aus dem Internet ziehen kann?
Die Bilder des Fotografen Larry Clark zeigen eine Intimität, die man angesichts des Sujets nicht erwarten würde. Zumindest ist es schwer vorstellbar, wie es einem Fotografen gelingt die intimsten Momente festzuhalten. Nicht nur beim Sex, auch beim injizieren von Drogen hat Larry Clark die Protagonisten seiner Bilder festgehalten und zeigt damit ungeschönt, wie sich Generationen von Jugendlichen über die Langeweile hinweghelfen.
In den 1960-er Jahren begann Larry Clark zu fotografieren, er baute Vertrauen zu den Jugendlichen in seiner Heimatstadt Tulsa auf und sie liessen ihn an ihrem Leben teilhaben. Unweigerlich fühlte sich der Fotograf an seine eigene Jugend erinnert, an den Sex mit dem Nachbarsmädchen und die Blowjobs nach der Schule. Es gelang ihm in seiner Bilder die Intimität und gleichzeitig die vollkommene Offenheit der Jugendlichen beim entdecken und ausleben von Sexualität dazustellen, ohne sie aber vorzuführen. 
Es war das zweite Mal, dass ich Bilder des Fotografen in einer Ausstellung gesehen habe, sie überraschten also nicht mehr ganz so. Neu für mich aber waren die Collagen, in denen er eigenen Bilder mit Zeitungsausschnitten und Fundstücken verbindet. Es geht auch darin um Sex, allerdings wirken sie weit weniger unschuldig als die früheren Arbeiten. 


Unglaublich Schön...


Ich gehöre ja zu den Menschen, die sich stundenlang mit Details beschäftigen können. Nichts ist für mich schöner als ein wundervoll verarbeitetes Kleidungsstück aus einem tollen Material. Doch leider sind diese rar gesät und oft nicht mal bei Premiummarken zu finden. Wie wohltuend war es dann das Vergnügen zu haben den tollen Wollblazer von Ralph Lauren mal genauer unter die Lupe nehmen zu dürfen. 
Den Blazer gab es hier bereits zu sehen, er wurde innerhalb eines Outfits vorgestellt. Er ist in Wirklichkeit etwas dunkler als auf den Bilder, eigentlich ist es ein klassisches Marineblau. Der Wolle wurde Seide beigemischt, was dem Stoff Stabilität gibt, trotzdem fühlt er sicher an wie eine Strickjacke. Und trägt sich wahrscheinlich auch so. Er ist auch fast ungefüttert, einzig die Schulterpartie und die Arme wurde bis zum Ellenboggen unterlegt. 
Double-Face-Materialien üben immer eine besondere Faszination auf mich aus, ich habe bislang nicht verstanden wie diese gewebt werden. Wie man dieses Material verarbeitet hingegen weiß ich, unaufwendig ist das nicht gerade. Die beiden Lagen werden dazu aufgeschnitten und dann von Hand umgelegt und vernäht. Das erfordert nicht wenig Sorgfalt und ist kaum sichtbar, wenn es gut gemacht ist. Im Fall der Ralph Lauren Jacke kann man die Stiche fast nicht erkennen. 
Ach man, das ist wirklich ein so wunderschönes Teil. Ich würde es gerne im Kleiderschrank hängen haben, freue mich aber genauso darüber, dass mein Freund es sich geleistet hat und nun hoffentlich ganz viel Freude daran hat. So ein Teil ist ein echter Klassiker, der alle Moden übersteht.





2012/06/04

A Royal Salute...


An diesem Wochenende stand Großbritanien Kopf, das diamantene Thronjubiläum von Queen Elizabeth II. war allerorts Thema und die ganze Insel feierte. Auch Deutschland feierte mit, zumindest in den heimischen Wohnzimmern haben sich viele dem Zauber nicht entziehen können. Viele Sender zeigten gestern Reportagen und die ARD übertrug natürlich live und kommentiert von Rolf Seelmann-Eggebert die Flussfahrt der königlichen Familie die Themse hinunter (oder hinauf). Es ist schon faszinierend, wie diese Frau doch die Menschen in irgendeiner Art und Weise berührt. Sie ist wie eine Bastion, die immer da war. Und es ist nicht wirklich vorstellbar, dass sie irgendwann nicht mehr da sein wird. Sie steht für Kontinuität und Pflichterfüllung, sie dient nicht nur den Engländern als Vorbild. 
Der Tatler, jenes so typisch englische Gesellschaftsblatt, hat dem Jubiläum nun eine ganze Ausgabe gewidmet, in der der Leser nicht nur viel über diese aussergewöhnliche Person lernen kann, sondern auch gleich noch viel über den britischen Lebensstil erfährt. Ich habe mir die Ausgabe gekauft und werde es mir mit einer Tasse Tee gemütlich machen.

Nichts Für Dauerbartträger...


Der Bart als Massenphänomen oder wie? Hmm, auch ohne Fussball und EM-Hype bin ich Barttäger. Vielleicht sollte ich mir stattdessen überlegen mich jeden Tag zu rasieren und erst dann, wenn der Rummel vorbei ist wieder die Haare im Gesicht wachsen lassen? Wie auch immer, die Werbung trifft und betrifft mich nicht. Und nachdem der Philips-Rasierer vor ein paar Monaten kaputt gegangen ist, wurde er durch ein Konkurrenzprodukt ersetzt. Ich bin also raus!


2012/06/03

Kino: Les Adieux À La Reine...


Dieser Blog soll keinesfalls zu einem Filmblog mutieren, doch in der der Tat war ich schon wieder im Kino. Und wieder war es Film, der den Dekorationen und Kostümen huldigt. 'Les Adieux à la reine' feierte im Februar während der Berlinale Premiere und ist nun auch offiziell in den Kinos. 
Nach Sofia Coppola nimmt sich nun der französische Filmemacher Benoit Jacquot des Marie Antoinette Stoffes an und nimmt den Zuschauer mit an den Hof von Versailles. Doch geht es diesmal nicht um Cupcakes und Schuhe, nicht um die romantische Darstellung einer bisweilen naiven und sogar sympathischen Königin, deren Ende ja allen bekannt sein dürfte. Nein, diesmal wird ein weitaus realistischeres Bild eines gerade im untergehen begrifffenen Konstruktes gezeigt. Man sieht nicht wie der 'Eisberg' das Schiff rammt, aber man merkt die aufkommende Unruhe. Die Raten verlassen langsam sinkende Schiff und nehmen mit, was ihnen in die Hände fällt. Am Ende empfindet man nicht mal mehr großartig viel Mitleid mit dem der Königin bevorstehenden Schicksal.
Jacquot beschreibt in seinem Film drei Tage im Leben der Königin Marie Antoinette aus der Sicht ihrer Vorleserin Sidonie Laborde. Die junge Frau, gespielt von Léa Seydoux, ist eine Bindeglied zwischen den dunklen Löchern in denen die Bediensteten ihr Leben fristen und den glanzvollen Räumen der Königin. Sie springt aber auch zwischen der Welt des hohlen höfischen Lebens und des Intellekts hin und her. Sie deutet die Zeichen der Zeit, und ist trotzdem ihrer Herrin ergeben; sie verkörpert den Geist der Aufklärung und befreit sich ganz im Kant'schen Sinne aus der Unmündigkeit. 
Der Film ist durchaus wert angeschaut zu werden, nicht nur wegen tollen Bilder die Jacquot zeichnet. Die Kostüme von Christian Gasc und Valérie Ranchoux machen das Bild rund und den Film zu einem Genuss, da kann man sogar über die manchmal etwas schleppende Story hinwegsehen. Die schauspielerischen Leistungen sind ebenfalls respektabel und selbst die meist eher mittelmässige Diane Kruger kann überzeugen in ihrer Rolle als Königin. 


2012/06/01

Kino: Snow White And The Huntsman...


Seit gestern ist die zweite Schneewittchenverfilmung nun im Kino. Und tatsächlich sass ich gestern Abend im Kino und habe mir den Film angeschaut. Die Euphorie und Vorfreude meines Freundes hat mich verleitet und sprang auf mich über; ich wurde nicht enttäuscht, bin aber nun auch euphorisch verzückt aus dem Kino gekommen. Der Film hat Glanzlichter, eine Menge sogar, aber auch ein paar Tiefpunkte. Man kann sich gut unterhalten lassen, was ja die Hauptsache sein sollte. 
Natürlich ist es wahrer Bilderrausch, und vor allem auch im ersten Drittel wirklich düster erzählt. Die Geschichte von Schneewittchen, wie sie die Gebrüder Grimm erzählten, wird immer wieder gestriffen, aber meist neu interpretiert. Einzig die böse Königin ist eine Konstante, sie wird grandios gespielt von Charlize Theron. Unglaublich mit welcher Intensität sie dem Wahnsinn ein Gesicht verleiht. Optisch hat man sich stellenweise an dem von Walt Disney gezeichneten Bild der bösen Königin orientiert, das ja auf der Uta im Naumburger Dom basiert. Aber auch Kristen Steward gefiel mir zu ersten Mal, auch wenn sie doch meist wieder nur ihren einen einzigen Gesichtsausdruck hat. Es wäre spannend sie mal anders zu sehen, mal mit gewaschenen Haaren und sauberen Fingernägeln. 
Natürlich lebt der Film von den Effekten, aber auch die Kostümbildnerin Colleen Atwood und ihre Mitarbeiter haben tolle Arbeit geleistet. Es sind vor allem die Kleider der Königin, die herausragen und die Möglichkeit boten, der Phantasie freien Lauf zu lassen. Gold, Silber und Schwarz sind ihre Farben; sie strahlt wie eine Statue oder zerfliesst in einem Mantel aus Federn wie ein Ölteppich. Es wäre spannend die Kostüme mal von nahem zu sehen, zu sehen wie viel Handwerk sich darin verbirgt. Atwood zeichnete schon für einige Fantasyspektakel verantwortlich und arbeite auch oft mit Tim Burton zusammen, für den sie erst kürzlich die Kostüme für 'Dark Shadows' designte. 
Die Schwachstellen des Film werden dann sichtbar, wenn er zu sehr ins märchenhafte abgleitet. Trotzdem lohnt sich der Gang ins Kino. Ich persönlich empfehle auch den Film in englisch anzuschauen, einfach weil die Stimme von Charlize noch um einiges kraftvoller ist als die deutsche Synchronstimme. Aber egal in welcher Sprache man ihn sich anschaut, am beeindruckensten sind eh die Bilder und die Augen von Frau Theron.