2010/12/23

Unwort Des Jahres 2010: Vintage...


Julia Roberts bekam mal einen Oscar, einige Schauspielerinnen vor ihr auch schon. Und nach ihr auch noch welche. Doch Julia Roberts wurde an diesem Abend auch zu einer Art Modeikone, sie ist zur Urmutter des Vintage geworden. Die Oscar's waren immer eine Veranstaltung bei der es darum ging möglichst ungesehene und atemberaubende Roben zu präsentieren. Letzteres trifft auch für Frau Roberts zu, allerdings stammt ihr Kleid aus dem Jahre 1992 und war ein 'altes' Couture Modell von Valentino. In diesem Moment wurde Vintage als Mainstream-Trend geboren.
Seit nun mehr gut zehn Jahren geistert also das Wort Vintage umher und während es anfänglich noch ein Prädikat für aussergewöhnliche Modelle großer Modedesigner war, wird im Jahre 2010 jeder Wischlappen als Vintage bezeichnet. Das wollen doch bitte nicht in 2011 fortsetzten!?
Im nächsten Jahr wäre es wünschenswert, wenn alte, verwaschene Blusen und ausgeleierte Röcke wieder in die Altkleidertonne wandern würden, statt zu unverschämten Preisen und nach Mottenkugeln riechend verschachert zu werden!


2010/12/22

Geschenkidee Nr.22: Über Kunst...


'The Art of Tomorrow', erschienen im Distanz Verlag, gibt einen guten Überblick über junge, vielversprechende Künstler. Das Buch zeichnet sich aber nicht durch einen guten zusammengestellten Inhalt und schöne Texte aus, auch die Gesamtgestaltung macht Freude.

Um die 30 €

The Angels Have Gone...


Ich habe schon lange keine Editorial-Bilder mehr veröffentlich, heute ist es aber mal wieder so weit.
Die Strecke von Willy Vanderperre zeigt eine leicht schlampig, aber unheimlich sexy rumliegenden und -stehenden Clement Chabernaud, inszeniert für Arena Homme+.




Bilder vom Homotography

2010/12/21

Geschenkidee Nr.21: Duftkerze Von Mona Di Orio...


Duftkerzen sind ein ideales Geschenk und immer dann praktisch, wenn man keine Ahnung hat was man verschenken könnte. Natürlich sollte man nicht wahllos kaufen, das was so bei Schlecker und Co. rumsteht ist eher was fürs Gästeklo, kaum aber fürs Wohnzimmer geeignet. Die oben zu sehende hingegen ist schön gestaltet und macht auch optisch was her.

Hier von Mona di Orio

McQueen's Schneesturm...


Passend zu Wetter habe ich die passende Kollektion rausgesucht: Für HW-1999 inszenierte Alexander McQueen einen Schneesturm.
Die Kollektion 'The Overlook' gehört zu meinen absoluten Favoriten.


Video von CNN, Bild von hier

2010/12/20

Geschenkidee Nr.20: Clutch Von Olympia Le-Tan...


Neulich habe ich die Taschen hier schon vorgestellt, nun sind sie mein heutiger Geschenkvorschlag. Ich denke, damit kann zum einen Frauen eine Freude machen. Zum anderen kann man die neue Freundin intellektuell fürs Weihnachtsessen mit Mutti und Vati aufpimpen, was aber hoffentlich nicht nötig ist.

Clutch von Olympia Le-Tan, nur 1.098 €

Dresden In Schwarzweiß...


Das neue Objektiv kam gestern natürlich auch zum Einsatz. Es ist aber noch ziemlich ungewohnt, da man eben nicht einfach mal was ranziehen kann. Man muss sich mit dem 'begnügen' was man just in dem Moment sieht.
Ich hatte aber nicht wenig Spass damit, um die 200 Bilder wurden geschossen.




Dresden...


Gestern, zum vierten Advent, habe ich einen Tagesausflug nach Dresden gemacht und meinem Patenkind Flora einen Besuch abgestattet. Ich habe mich wegen des Wetters für Zugfahren entschieden und kam mit wirklich zu verschmerzenden 15 Minuten in Dresden an. Nach einem langen Frühstück und Bespaßung der Kinder ging es zu einem kleinen, sehr feinen Weihnachtsmarkt nach Loschwitz. Ich habe da die Gelegenheit genutzt und mal wieder ein Bild vom Blauen Wunder gemacht. Sollte ich jemals wieder auf die Idee kommen nach Dresden zu ziehen, dann würden ich gerne irgendwo in der Nähe vom Körnerplatz wohnen. Es ist so schön da!


2010/12/19

Geschenkidee Nr.19: Nagellack Von Chanel...


Jungs die ihrer Freundin sowas richtig hammergeiles schenken wollen, haben nun erstmal verloren, denn die neuen Nagellackfarben (alle drei haben in irgendeiner Form Pearl im Namen) gibts wohl erst im Frühling. Aber egal, mit Chanel kann man nichts falsch machen.

Um die 25 € kosten die Nagellacke. Unbezahlbar hingegen ist, wenn man sich als Mann mit solchen 'Nebensächlichekeiten' auskennt und die Freundin so richtig zu Staunen bringt.

Adieu Carine...


Am Freitag brach bei Einigen scheinbar die kleine Fashion-Welt zusammen. Die große Carine Roitfeld verlässt die Vogue Paris und die ganzen kleinen und großen Bloggerinnen verlieren mit einen Schlag die Leitfigur. Gestern dann war es schon alles nicht mehr so schlimm, und morgen wird's fast vergessen sein. Schade, dass man alte Blogpost's nicht nehmen kann um darin Fisch einzuwickeln. Da sind die guten alten Printmedien uns doch noch einen Schritt voraus.
Aber Spass beiseite, natürlich ist ihre Arbeit großartig (gewesen). Aber es steht sicherlich auch schon eine unbestimmte Menge Fashionistas in den Startlöcher und schart mit den Stilettos im Sand der Tuilerien. Emmanuelle Alt wird ebenso heiß als Nachfolgerin gehandelt wie Giovanna Battaglia und die unvergleichliche Anna Dello Russo. Bei letzterer bestünde allerdings die nicht ganz unbegründete Gefahr, dass die Zeitschrift doch wieder zu einem Couture- und Abendgarderobe-Blättchen 'verkommen' würde. Zumindest würden schon als Frühstücksbekleidung Cocktailkleidchen vorgeschlagen werden, und ab drei dann immer in der langen großen Robe mit Federhut... Oder ner halben Wassermelone.
Ich habe mich auch gefragt, ob sich nicht in deutschen Gefilden jemand für die Position finden würde? Annette Weber, eines der Burda-Schäfchen, ist zumindest schon mal dünn genug. Aber nein, wir können da leider diesmal nicht mitspielen. Es sei denn Stefan Raab macht ne Show draus und findet eine 'Lena' für Paris!?

2010/12/18

Geschenkidee Nr.18: Märchenfilme...



Märchenfilme gehören zur Weihnachtszeit. Meistgespielt ist natürlch 'Drei Haselnüsse für Aschenbrödel', aber es gibt doch einige andere die nicht weniger sehenswert sind.

Um die 7 €

Brüche, Authentizität Und Individualität - Dr. Gesa Kessemeier Über The Sartorialist...


Vergangene Woche stellte ich das kürzlich erschienene Buch 'Schnittstellen – Mode und Fotografie im Dialog' vor. Einer der Texte darin beschäftigt sich mit der Arbeit von Scott Schuman und seinem Blog 'The Sartorialist'.
Dr. Gesa Kessemeier, Modehistorikerin und Autorin des Textes, habe ich im Mai beim der Vortragsreihe 'Räume der Mode' kennengelernt. Sie war nun so freundlich mir Fragen zu ihrem Text, zu Blogs allgemein und zum Sartorialist im Speziellen zu beantworten. Vielen Dank für die dafür aufgebrachte Zeit.

Lesen Sie selbst Blogs? Und haben diese Relevanz für Sie persönlich oder auch für Ihre Arbeit?

Gesa Kessemeier: Ich schaue eigentlich nur regelmäßig den Sartorialisten an, da ich die Fotografien dort einfach wunderschön finde – und auch inspirierend. Ich habe mir, nach oder besser gesagt während meiner intensiven wissenschaftlichen Beschäftigung mit dem Sartorialisten 2008 spontan wunderbar weiche, handgemachte, rote Ankleboots gekauft, die ich ohne den Einfluss der Bilder von Scott Schuman wohl nicht gekauft hätte. Bilder kommen von Bildern. Und Moden wie auch der eigene Kleidungsstil kommen natürlich auch vom Betrachten von Bilder und dem Kombinieren von Gesehenem zu etwas Neuem. Mir gefällt die Eleganz in Schumanns Aufnahmen. Aber auch, dass er zeigt, dass Stil viel mit Persönlichkeit zu tun hat. Und ich freue mich immer, Kleidungsstücke zu entdecken, die ich auch besitze: So mein weißes, leichtes Lieblingssommerkleid oder eine schwarze, leicht glänzende, knielange Hose, getragen von Frauen auf den Straßen New Yorks. Die Modewelt ist heute wirklich global. Das Ansehen der Bilder wie ein virtuelles Flanieren im Netz.
Mit anderen Blogs habe ich mich eigentlich nur während meiner Recherchen beschäftigt. Sie sind mir zum Großteil zu banal. Mich interessieren nur hochwertige Modefotoblogs oder informative Seiten mit Hintergrundberichten.
Allerdings spielt das Internet bei wissenschaftlichen Recherchen mittlerweile eine ausgesprochen wichtige Rolle! Es erleichtert und beschleunigt die Arbeit enorm. Die Zukunft gehört auf jeden Fall der Digitalisierung von Informationen.

Modeblogger lassen sich grob in zwei Kategorien einteilen. Zum einen gibt es die die Streetstyles ablichten und diese kommentiert oder unkommentiert posten (The Sartorialist, Jak and Jil, Style Clicker etc.). Zum anderen gibt es Blogs, die Modethemen und Trends besprechen, und so fast wie Magazine agieren (Les Mads, Modepilot etc.). Wie würden Sie die Rolle dieser Arten des Bloggens im Modegeschehen einordnen? Und welche Rolle spielen Blogs deren Autoren sich vornehmlich selbst in den Mittelpunkt stellen (Sea of Shoes)?

GK: Mir persönlich, als Modefotografiebegeisterte gefallen Modefotoblog mehr als Blogs mit Magazincharakter. Sie beeinflussen mich auch mehr, allerdings wie oben beschrieben, eher auf eine indirekte Weise. Blogs wie Les Mads (aber auch Garance Doré, obschon auch sie wunderschöne Bilder und Zeichnungen macht) werden ja von großen Medienhäusern finanziert und werben auch indirekt für die Magazine und viele Produkte. Vielleicht gehöre ich aber auch einfach nicht zur Zielgruppe: Ich mag es eher sachlich. Mich interessiert es nicht, einer virtuellen Community anzugehören. Ich finde die eigene, reale Umwelt viel spannender.
Modepilot wird von professionellen Modejournalistinnen (Instyle) betrieben. Mich stört auch dort der doch sehr deutlich kommerzielle Charakter: Informationen werden, wie in den Modezeitschriften, stets mit Kaufhinweisen und Preisangaben vermischt.
Auch Zeitschriften könnten sich, wenn es nach mir ginge, nur mit Mode, Fotografie, Designern und Hintergrundberichten beschäftigen. Ohne Preisangaben. Ich freu mich immer am Meisten über die Ausgaben mit Modesonderheften, vielen, vielen Modefotografien und ungewöhnlichen Portraits.


Wann wurden Sie zum ersten Mal auf die Arbeiten von The Sartorialist aufmerksam und was war der Auslöser ihm einen Text zu widmen?

GK: Ich habe mir Scott Schumans Seite zum ersten Mal Ende 2007/Anfang 2008, nachdem ich einen Artikel über ihn in einer Zeitschrift gelesen hatte, angesehen und war gleich begeistert von seiner Art, Leute auf der Straße zu fotografieren, sie als lebensechte Stilikonen abzubilden. Ich liebe seine Fotografien, die in moderner Form an die Aufnahmen August Sanders aus den 1920 Jahren erinnern. Menschen im urbanen Raum zu zeigen, sie zum leuchtenden Mittelpunkt seiner Bilder zu machen und sie dabei stets elegant und würdevoll aussehen zu lassen, beherrscht Scott Schuman meisterhaft.
Die Tagung in Hamburg war dann der Auslöser, mich auch wissenschaftlich mit Schuman und dem Sartorialisten zu beschäftigen. In der schnellen auf die direkte Gegenwart setzenden, und damit doch recht geschichtslosen, Blogwelt fand ich, als Historikerin, es spannend, der Entwicklung des Sartorialisten nachzugehen, nach seinem Werdegang und den Gründen seines Erfolgs zu fragen und überhaupt Überlegungen dazu anzustellen, inwieweit Blogs die Modewelt, die Modefotografie und vor allem die Durchsetzung neuer Moden verändert haben.

Sie haben an Hand genauer Daten eine Entwicklung in seiner Arbeit dargestellt und gleichzeitig beschrieben warum so ein Erfolg heute nur noch schwer möglich wäre. Unter anderem hängt sein Erfolg und seine Entwicklung auch mit durch Aufträge finanzierten Reisen zusammen. War es neben seinem Talent auch sein Glück quasi der bis dahin 'Einzige' in diesem Metier zu sein?

GK: Das mit „dem Erfolg, der heute so nur noch schwer möglich wäre“, haben Sie aus dem Text gelesen. Geschrieben habe ich es nicht... Leute wie Bryan Boy oder Tavi Gevinson, zeigen, dass schnelle Popularität immer noch möglich ist. Allerdings glaube ich, dass die Beiden und viele andere eher auch „Modeerscheinungen“ sind.
Ich denke, wenn jemand eine neue, ungewöhnliche Art und Weise findet, Dinge zu betrachten und dies auch hochwertig umsetzen kann, wird er auch Erfolg haben. Wichtig an Scott Schumans Erfolg war und ist seine zunächst ungewöhnlich erscheinende Idee, sein hundertprozentiger Einsatz, der „Jagdeifer“, seine Liebe zur Mode und zur Fotografie, die Eleganz der Umsetzung, die Liebe zum Detail, zum Ungewöhnlichen aber immer Stilvollen.

In Ihrem Text belegen Sie, dass The Sartorialist unter anderem Designern als Inspiration dient. Vielleicht deshalb weil sie 'wirkliche' Menschen abbilden. Aber stellt The Sartorialist wirklich normale Menschen dar oder sind an den Orten an denen er sich bewegt nicht ohnehin mehr 'besser' oder eigenwilliger/kreativer angezogene Menschen versammelt?

GK: Natürlich zeigt Schuman vorwiegend Menschen aus der Modewelt. Und wer die Seite regelmäßig ansieht, erkennt auch Prominente, Vogue-Mitarbeiterinnen oder Designer wieder, wie Giovanna Battaglia oder Carine Roitfeld, die er regelmäßig portraitiert. Daneben, wenn man genau hinschaut, gibt es aber auch immer wieder Fotografien von eigenwilligen Persönlichkeiten. Alten Männern, die hochwertige Schneideranzüge tragen, älteren Frauen, noch älteren Damen in Leopardenmänteln, bei denen sich nicht einmal Scott Schuman getraut hat, sie anzusprechen. Und gerade die finden sich an den Inspirationswänden der Designer wieder. Getreu dem Motto: “Old Man Style is hard to beat. Gentlemen of a certain generation learned how to wear their clothes not let their clothes wear them.“ Zu ergänzen wären natürlich die alten Damen, die ebenso über die Jahre ihren eigenen Stil gefunden haben...

In den letzten drei oder vier Jahren hat sich die Männermode wieder eher klassischen Elementen bedient. Vor fünf Jahren fand man z.B. klassische Cardigans nur in den HAKA Abteilungen, kaum aber bei H&M und Co. Kann seine Darstellung von klassisch gekleideten Männern zu Trends beitragen?

GK: Ja, ich bin mir sicher, dass seine Fotografien die Herrenmode beeinflusst haben. Da es traditionell wenig Magazine oder Foren für Herrenmode gibt, hat er als Sartorialist, was ja übersetzt „Liebhaber perfekt geschneiderter Herrenmode“ bedeutet, erfolgreich eine Lücke gefüllt und Trends gesetzt.
Phantastisch sind auch die Fotografien, die Menschen zeigen, wie sie in New York ankommen, und dann ein Jahr später und vor allem auch nachdem sie regelmäßig auf Schumans Blog verfolgt haben, wen und was er noch fotografiert hat, wie sie sich dann präsentieren. Fast alle sind weitaus eleganter und eigenwilliger gekleidet.


Hat seine Arbeit den gleichen Einfluss auf die Damenmode wie auf die Herrenmode? Ist die Darstellung eine Giovanna Battaglia genauso Trends setzend wie zum Beispiel ein Bild von einem älteren Herren in Mailand? Oder wird nur kurz der Verkauf eines Designerteils angekurbelt?

GK: Ich denke Scott Schuman prägt die Damen- wie die Herrenmode. Blogs haben das gesamte Gefüge der Modewelt verändert. Ihr Erfolg zeigt, wie radikal sich insbesondere die Entstehungs- und Durchsetzungsprozesse von Moden in den letzten Jahrzehnten verändert haben: Nicht mehr die Haute Couture bestimmt das Geschehen, sondern die – von Modebloggern weltweit dokumentierte - Mode auf der Straße. Sie ist Vorbild für Ton angebende Designer. Brüche, Authentizität und Individualität sind gefragt, nicht mehr wie noch vor wenigen Jahren die Handschrift eines einzigen Couturiers. Neu ist auch, dass Blogs wie The Sartorialist durch die weltweite Verbreitung durch das Internet unabhängig von Schauen und Zeitschriften das Potential haben, Trends zu schaffen, oft zeigen sie Looks – wie eine Studie des Deutschen Modeinstituts gezeigt hat - schon bevor man sie auf internationalen Laufstegen sieht.

Blogger werden immer gezielter ausgesucht um Werbung zu gestalten oder um als Model zu fungieren. Sind Blogger als Leitbilder mit Schauspielern oder Sängern gleichzusetzen? Warum ist dies der Fall?

GK: Wie hat Alfons Kaiser von der FAZ so schön gesagt: „Modeleute sind dauernd auf der Suche nach dem geglückten Moment, der erfüllten Gegenwart, in der Stil, Zeit, Person zusammenkommen. Die Blogger können dieser Sehnsucht nach der Millisekunde, die keine Vergangenheit und keine Zukunft kennt, näher kommen als andere Medienleute.“
Blogs sind Ausdruck unserer Zeit, eine Zeiterscheinung des Neuen Jahrtausends, sie werden sich überleben und es wird neue Formen der Medien geben, die wir jetzt nur noch nicht kennen, und neue Stars und Sternchen hervorbringen.
Ich glaube jedoch, dass Schuman sich mit seinen Bildern als ernsthafter Fotograf etabliert hat. Und es wird spannend sein, wie sich sein Stil auf die „traditionelle Modefotografie“ auswirkt und wie er seinen Modeblog weiterentwickeln wird.

Bei Les Mads wurden kürzlich sieben Blogger gefragt wohin sich die Blogs im Allgemeinen entwickeln werden. Wohin geht es ihrer Meinung nach?

GK: Das wird die Zukunft zeigen! Und Scott Schuman wird bestimmt dabei sein.

Bilder von RSF (1) und The Sartorialist (2&3)

2010/12/17

Zuhause...


Inspiriert durch Oliver Zahm's Purple Diary und einer kleinen, in seiner Wohnung fotografierten Serie, habe ich doch gleich mal das neue Objektiv ausprobiert. Hier also ein paar Eckchen meiner Wohnung.
Es erschreckt mich fast selbst, dass allerorts Bücher zu sehen sind. Keine Ecke in der keine stehen. Und man beachte bitte den Zweig mit der 'Klingglöckchenbande'. Sie sind Bestandteil der Kinderüberraschungsadventskalenders und erfreuen am Frühstückstisch.



Mein Neues Baby...


Ich habe schon seit Wochen, Monaten eigentlich, vor, mir für meine Kamera ein weites Objektiv zu kaufen. Bisher habe ich immer mit einer Kombination fotografiert, es deckte zwischen Weitwinkel und Tele ganz gut alles ab. Während meines Paristrips hatte ich aber zusätzliche eine Festbrennweite zur Verfügung und war sehr angetan davon. Heute habe ich ein neues Baby mit nach Hause genommen, das AF-S Nikkor 35mm 1:1,8G.

Geschenkidee Nr.17: Pucci Zum Anschauen...


Emilio Pucci hat sich mit seinen unverwechselbaren Designs einen Platz im Modeolymp gesichert und nun kann man diese aussergewöhliche Erfolgsgeschichte nachlesen. Oder auch einfach nur die wundervollen Bilder anschauen.
Jedes Buch ist übrigens mit original Pucci-Stoff bezogen und somit ein Unikat!

Von und bei TASCHEN zu kaufen, als quasi gerne mit ganz persönlicher Beratung von mir, für 150 €

Pre-Fall 2011: Burberry Prorsum...


Christopher Bailey's Pre-Fall Kollektion geht wieder weg vom Rockigen der vergangenen Saisons hin zu mehr klassischen, fast preppy wirkenden Looks. Damit dürfte der zu lange andauernde Nietentrend dann auch endlich zu den Akten gelegt werden können!?

2010/12/16

R.I.P. Blake Edwards And Thank You For 'Breakfast At Tiffany's'...


Filmtipp: Eugen Onegin...


20:15 Uhr auf 3Sat

Alexander Puschkin's Versroman diente als Vorlage für das gleichnamige, von TV Spielfilm fälschlich als Kostümromanze betitelte Werk. Der Film war stellenweise langatmiger als das Buch, hatte aber ganz wundervolle Bilder, die durchaus entschädigten.
Das verschneite St.Petersburg, eine ländliche Gegend mit Birkenwäldern und ein Landhaus waren die Kulisse für diese kleine Spiel um Liebe und Eifersucht. Historisch ist die Geschichte um 1830 angesiedelt. Die Kostüme spiegeln gelungen den Übergang zwischen Empire und Biedermeier wieder.
Nun habe ich zum ZDF umgeschaltet, da läuft gerade 'Pretty Woman'. Als Ausgleich zum Kostümdrama also nun die späten 1980-er und viel Valentino.

Geschenkidee Nr.16: SoundDock Von Bose...


Nachdem in den letzten Tagen eher die Damen am Zug waren, heute ein Geschenkvorschlag für Jungs: Ein SoundDock von Bose. Kann man immer und überall gebrauchen, von der Küche bis zum Hobbykeller.

Liegt bei ca. 400 €

Immer Ein Buch Dabei...


Eine Clutch die aussieht wie ein Buch? Männer können sowas eher nicht verstehen, aber Frauen fahren gerade ungemein auf diese Teile ab. Ende der 1990-er gab es mal Abendtaschen die sahen aus wie zusammengerollte Vogue's... Aber das ist Schnee von gestern, mittlerweile trägt Frau Weltliteratur mit sich herum und versteckt darin Lippenstift und Co.
Bis vor kurzer Zeit waren die Teile noch eher Insidern bekannt und nur vereinzelt zu kaufen, seit aber vor ein paar Wochen Natalie Portman zur Premiere von 'Black Swan' Nabukov's 'Lilita' als Abendbegleiter wählte, sind die Teile in aller Munde. Nahezu jede Zeitschrift hat darüber geschrieben, sogar die manchmal etwas hinterherhinkende deutsche Vogue hat die Taschen von Olympia Le-Tan auf ihrer Website vorgestellt.
Handwerklich sind die Teile keine Leichtgewichte. Handgearbeitet und -bestickt sind sie zwar nicht preiswert, aber auf jeden Fall ihren Preis von ca. 1.100 € wert.



Nun trugen bisher Damen die Le-Tan's Taschen, die durchaus intellektuell etwas zu bieten haben. Oder zumindest keine hohlen Püppchen sind. Was aber wenn eine Paris Hilton Cocteau's 'La Belle et la Bete' mit sich herumtragen würde, oder Rilke's 'Letters to a young poet'? Vielleicht wirken die Taschen aber auch für sich und 'adeln' ihre Trägerin sogar?

Bilder von Vogue.de und Olympia Le-Tan