2010/08/24

Fischgrat...


Ich habe meine Hosen gezählt und komme auf um die 60. Die Blazer zähle ich gar nicht erst, es dürften so um die 25 sein. Ich trage eigentlich fast nie Jackets, aber bin immer wieder empfänglich für neue Modelle. So ist es auch diesmal, das Modell von ts(s) würde in meinem Schrank Platz finden.


Lektüre...


Wikipedia ist manchmal ziemlich doof, zum einen sind die Sachen oft recht schlecht geschrieben und zum anderen weiß man dann eventuell wie eine Geschichte ausgeht noch bevor man sie zu Ende gelesen hat.
Am Samstag kam mein bestelltes Buch und seit dem bin ich von 'Never let you go' gefangen. Die Geschichte fesselt und gleichzeitig weiß man von Anfang an, dass es trotz schöner Worte gar nicht schön sein wird was man da liest.
Ich möchte nun nicht den Fehler machen und verraten was passiert. Ich möchte stattdessen jedem das Buch ans Herz legen. Und zwar noch bevor alle ins Kino rennen um Keira Knightley und Carry Mulligan in den Rollen von Ruth und Kathy zu sehen. Aber hier trotzdem der Trailer.


Details...


Ich fange mal damit an was ich an dem Anzug und dem ganzen Look mag: Die kleinen roten Knöpflöcher gefallen mir.
Und nun zu den Sachen die mir alle nicht gefallen, und das sind einige mehr. Mir gefällt der Haifischkragen des Hemdes nicht zum Gesicht des Mannes. Ich finde den Krawattenknoten zu klein um Verhältnis zur Breite der Krawatte, und das kleine Muster ist wieder eine andere Geschichte. Das Revers des Anzugs ist zu breit und die Ecken sitzen fast auf der Schulter, komisch! Dann mag ich die beiden Ringe nicht, zusammen mit der Uhr ist das echt zu viel...
Es kann sein, dass ich total falsch liege mit meiner Meinung. Ich lasse mich gerne eines besseren belehren!

Bild entdeckt bei The Sartorialist

2010/08/23

Ein Leben In Düften: Marcus Luft...

Text Marcus Luft

Ich muss zugeben, dass Düfte in meinem Leben eine nicht so große Rolle spielen wie für viele andere. Das Posing „Ich habe da ein ganz besonderes Wässerchen, welches von adligen Französinnen in einem kleinen Kloster nach Jahrtausender alter Rezeptur hergestellt wird“ ist mir fremd. Ich finde es geradezu albern. Stil hat etwas mit Selbstverständlichkeit zu tun. Das gilt eben für Bekleidung genauso wie für einen Duft.
Oft vergesse ich auch, morgens einen Duft aufzusprühen. Obwohl ich bei anderen sehr wohl schätze, wenn sie gut, also außergewöhnlich, riechen. Faszinierend finde ich, dass selbst der belangloseste Duft es schafft, Erinnerungen an einen Moment oder eine Person hervorzurufen. Und da ich genau das natürlich auch bei mir erreichen möchte, nehme ich mir in dieser Sekunde vor, wieder mehr auf mein Eau de Toilette zu achten…


Aigner "Real Life" – Ob dieser Duft mein Erster war, weiß ich nicht mehr. In jedem Fall fällt er mir spontan ein. Ich war geschätzte 14 und in der, nennen wir es, Findungsphase. Als verwöhntes Einzelkind trug ich knallbunte Marco Polo Sweater oder sehr viel Indio-Strick von Benetton. Im Nachhinein ist mir klar, dass man mich einfach hassen musste… In diesen Zeiten also bummelte ich, wie an jedem langen Samstag (für die Jüngeren: Früher hatten an diesem Tag die Geschäfte nur alle vier Wochen bis 18 Uhr offen) mit meiner Mutter durch die Stadt, um Besorgungen zu machen. Besorgungen hieß an einem langen Samstag für meine Mutter: Schuhe kaufen, Kaffee trinken, noch mal nach Schuhen schauen, fürs Kind etwas kaufen und die Grundausstattung bei Frau Türcke in der Parfumerie Hannhausen erstehen. Mir wurde damals „Real Life“ von Aigner empfohlen. Ein Memphis-esker Flakon in Lila mit grauer Kappe. Wie er roch, weiß ich nicht mehr. In jedem Fall so gut, dass ich erst im Auto merkte, dass ICH es bin, der so wahnsinnig grandios duftet…


Yves Saint Laurent "Opium Fraicheur D’Orient" – Dieser (Damen)-Duft ist seit 10 Jahren mein Sommerparfum. Eine Art Aprikosen-Sorbet zum Aufsprühen. Sobald es über 25 Grad hat oder ich in den Urlaub fliege, wird der Flakon aus der hintersten Ecke hervorgekramt. Ich bin dann gut gelaunt, da ich weiß: Nun ist endlich Sommer. Dummerweise ist der Duft – meines Wissens – in Deutschland nicht mehr erhältlich. Bei meinem letzten Ibiza-Urlaub war ich verzweifelt und glücklich zu gleich, als ich in einem kleinen Laden meinen Frucht-Duft fand. Dummerweise gab es nur noch den halb vollen Tester, den ich der Besitzerin dann für 40 Euro abkaufte. Was man hat, hat man…


Paul Smith "London" – Noch so eine verzweifelte Erinnerung. Denn auch „London for Men“ gibt es nicht mehr. Einerseits eine Schande, dass die Masse an Leuten offenbar auch bei Düften nur Parfums schätzt, die so belanglos sind wie Kaufhaus-Musik. Andererseits aber natürlich auch ein Vorteil, da so wie ich nicht viele riechen. London ist sehr holzig und frisch. Und offenbar sehr außergewöhnlich. Ich bekomme nach wie vor stets Komplimente, wenn ich London aufgetragen habe. Denn auch hier habe ich mir in London gleich mehrere Fläschchen zugelegt. Aber die letzte Pulle (ich habe nicht wirklich Respekt vor Duftwässerchen) ist nun angebrochen. Trost gibt’s aber bereits: Burberry Brit for Men kommt „London“ schon sehr nahe.


Cartier "Must for Men" – Während eines Sommerurlaubs lernte ich in einer Bar einen charmanten Herren kennen, den ich für einen Dänen hielt. „Ach“, dachte ich, „wie praktisch. Dann wohnt er nicht weit weg von Hamburg. Den lernste mal näher kennen.“ Dummerweise hatte ich mich verhört. Der junge Mann war Holländer. Als er in der ersten Nacht auch nicht das „eine“ von mir wollte (auf Mykonos! Wo gibt’s denn so was noch?) sondern einfach mit mir spazieren ging, war es um mich geschehen. Ich hatte meine erste Urlaubsliebe kennen gelernt, die schließlich vier Jahre hielt und mir am Ende eine lebenslange Abneigung gegen Amsterdam und Holländer beschied. Das wussten wir natürlich nach den zwei Tagen auf Ibiza (Grundproblem Urlaubsflirt: Der eine reist immer dann an, wenn der andere quasi schon auf dem Weg nach Hause ist) noch nicht. Also kaufte ich mir als Erinnerung im Duty Free Shop „sein“ Parfum: Es war „Le Must for Men“ von Cartier. Dachte ich. Denn ich verriet ihm viele Jahre dieses kitschige Erlebnis nicht. Hätte ich das mal vorher getan. Wie sich nämlich herausstellte, hatte ich mich vertan. Es war der Duft seines besten Freundes, der das Hotelzimmer mit ihm damals geteilt hat. Und mit ihm bin ich bis heute zusammen (kleiner Scherz…)


Prada "Infusion de Vétiver" – Als vor Jahren Prada seinen ersten Duft lancierte, war ich einer der Ersten, der ihn sich kaufte. Blind. Ein großer Fehler. Denn Miuccias Männerduft-Premiere war mir dann doch etwas zu sehr „Opas Barber Shop“. Bei der neuesten Kreation war ich daher skeptisch – wurde aber mehr als angenehm überrascht. Eine frische Vétiver-Note, die das Typische der Kopfnote mit etwas sehr frischem Außergewöhnlichen verbindet.


Zu Mir: Ich bin seit drei Jahren Modechef von Gala und Gala Style und seit einem Jahr Redaktionsleiter von Gala MEN. Außerdem bin ich Teilzeit-Blogger auf meinem Blog „Too posh to push“. Diesen habe ich ins Leben gerufen, da ich finde, dass sich viele Blogger völlig überschätzen und glauben, dass sie Ahnung von Mode haben, nur weil sie sich morgens anziehen.

Bild 1: Sceenshot von Too posh to push
Bild 6: Marcus Luft

2010/08/22

Funken...


Mein Sonntag ist geprägt von Kaffee und Croissants, der Wecker klingelt um zehn und zum Frühstück gibt es meist den Feuilleton und die Gesellschaftsseite der FAZ.
Und dann gibt es da auch das wöchentliche Fernsehpflichtprogramm. Wer sagt es kommt immer nur Mist, tut einigen Sendern und einigen besonderen Formaten wirklich unrecht. Besonders der Bayrische Rundfunk zeichnet sich durch wirkliche Glanzlichter aus. Sie sind quasi die Fortsetzung der Zeitung in Bewegtbild.
Lido ist eines dieser Formate. Ich weiß, dass ich mich vorher gar nicht informieren muss was kommt, es interessiert mich immer irgendwie. Ob Kasperlgraf oder heute barocke Architektur in Bayern, es ist super spannend und bereichernd.
Das zweite und viel zu kurz erscheinende Format ist 'Mit Milbergs im Museum'. Der Schauspieler Axel Milberg bekommt von seiner Frau Judith, einer Kunsthistorikerin, bedeutende Werke nahe gebracht. Es ist eine klare und charmante Rollenverteilung, Axel Milberg als interessierter Laie der sich nicht scheut eben die Fragen zu stellen, die einem auch durch den Kopf schießen, und Judith als Fachfrau, die einem ganz anderen Blickwinkel hat.
Ich möchte nicht auf Details eingehen, man muss dieses Format selbst sehen. Wenn ich im Oktober in München bin, werde ich in die Sammlung Brandhorst gehen und mir Cy Twombly's 'Lepanto'-Zyklus nochmals anschauen. Und es diesmal anders sehen... Danke lieber BR!

Gedenken...


Christoph Schlingensief (1960-2010)

2010/08/21

Allein Zuhaus...






Geständnis Nr. 2...


Ich habe mir gestern in einem großen deutschen Multimediakaufhaus die erste Staffel von 'Friends' gekauft!
Momentan hängen ja wieder Plakate in der Stadt, irgendein Spartensender strahlt gerade die Serie aus. Da ich nun aber selten die Zeit vorm Fernseher verbringe und es auch wieder zu den komischsten Zeiten kommt, habe ich unglaubliche 9,99€ investiert und kann nun immer schauen wann ich will.
Kann es eigentlich sein, dass Frauen die Sendung weder lustig noch anschauenswert finden? Und wenn ja, warum ist das so?
Ich werde nun jede freie Minute diese Sendung schauen, das wird mein Wochenendprogramm!


Puzzle...


Nein, ich habe keinen Sponsorenvertrag mit nonnative, und trotzdem taucht das Label heute noch einmal auf. Ich konnte es einfach nicht lassen den Onlineshop zu durchforsten und mal wieder ein Wunsch-Tages-Outfit zusammenzubasteln.








Bilder von und zu kaufen bei nonnative

2010/08/20

Easy...


Ich habe gerade so eine Phase, in der ich gar nicht gerne lange über meine eigene Kleidung nachdenke und schon gar nicht irgendwie lange irgendwelche Outfits kombinieren mag. Ich nehme am liebsten das ganz oben liegende Shirt und ziehe es zur ganz oben liegenden Hose an. Dazu noch ne Strickjacke oder nen Pulli und fertig.
Mein Kleiderschrank quillt über, aber ich mag die meisten Sachen gerade gar nicht. Vielleicht auch weil sie nicht dunkelblau sind? Das ist die zur Zeit favorisierte Farbe. Dunkelblau ist mein scharz!
Ich habe mich heute bei nonnative umgeschaut und fand alles großartig, einfach auch deshalb weil es angezogen aussieht, aber nicht gestylt. Genauso stelle ich mir meinen perfekten Herbst vor.




Zeitlos Schön...


Cleopatra war eine Stilikone und somit ist es nicht verwunderlich, dass auch ein Daybed nach ihr benannt ist.



Design: Dick Cordemeijer 1953

Gestriges Outfit...


Ich habe gestern gepostet was ich gerne getragen hätte, heute poste ich was ich tatsächlich getragen habe. Ich mag gerade einfach entspannte und unaufgeregte Klamotten, alles ist ziemlich simple. Die Details die man nicht sieht machen aber den Raus, der Pulli hat zum Beispiel Taschen und die Hose Bündchen mit Gummizug.

Jacke, Pulli und Hose sind von COS, die Hightops von einer französischen Firma.

2010/08/19

Spannendes Aus Stockholm: Filippa K...





Musikalisches Unter Chagall...


1963 gestaltete Marc Chagall die Decke im Zuschauerraum der Pariser Opera Ganier neu aus. Seit dem ziert sein pastoses Werk dieses Prunkstück des zweiten Rokoko und verleiht ihm etwas modernes.
Ich wußte nichts von diesem Werk, habe es erst in den Fotografien David Leventi's entdeckt. Er lichtet die berühmtesten Häuser der Welt ab und zeigt deren enorme Schönheit.



Oh Man(n)...


James Franco ist toll, schon allein seinetwegen fand ich den Film 'Milk' großartig. Nun ist er auf dem Cover des Esquire Magazin's und macht auch da wieder eine tolle Figur.



Heute Wäre Mir Nach...


Statt zu zeigen was ich trage, zeige ich ja viel lieber was ich für den Tag gerne im Schrank vorfinden würde.
Der Look von Hope würde mir sehr gefallen. Die gewachste Jacke zur ausgewaschenen Jeans...

2010/08/18

Zum Abend...


Ausserordentlich...


Kampagne von Wunderkind, entdeckt hier

Petri Heil...


Gleich vorweg, dass Bild oben bin weder ich noch einer meiner Freunde. Es stammt von der selben Seite wie die nachfolgenden Bilder.
Ich kann mich nicht erinnern in den letzten Jahren einen Fisch in Händen gehalten zu haben, und wenn überhaupt, war das nur ein einziges Mal in den vergangenen 28 Jahren der Fall. Ich war geschätzte 10, die Angel war selbst gebaut und den Fisch haben wir aus dem Aufzuchtteich 'entnommen'. Ja, unser Anglerglück war kalkuliert.
Heute würde ich das nicht mehr tun, also angeln in fremden Gefilden, aber damals wars super. Einzig unsere Klamotte war nicht so spannend, heute wäre ich dabei besser angezogen. Bei Freemans Sporting Club habe ich mal ein Angleroutfit zusammengestellt...






Zu Webshop und Blog

2010/08/17

Cliquenbildung...


Ich freue mich auf den Herbst, dann ist wieder die richtige zeit die Kordhosen aus den Untiefen des Kleiderschrankes zu kramen und dazu Tweedjacken zu tragen. Der Stil des Labels Lincs passt ganz wunderbar zu meine Vorstellung von lässiger Mode.