2012/06/22

Lucky Star #2...


Zwei Briefe hatte ich heute im Briefkasten, einmal Post von meiner Mama, die mir die Post von der Lebensversicherung weiterleitete – Ja, so was habe ich. Um circa 2029 bin ich ne gute Partie, oder aber man bringt mich vorher um die Ecke und schafft noch vorher als Begünstigter eingetragen zu werden. –  und einen dicken Brief von Vier5. 
Ich bin vor Freude im Kreis gesprungen als ich das neue T-Shirt gesehen habe. Schon die erste Version, weißer Font auf schwarz, löst immer Freude bei den Kollegen und Mitmenschen aus; 'Lucky Star' bringt die Leute in der Tat zum lächeln. 
Neben dem Shirt fand sich auch eine Einladungskarte zur Show von Vier5 Fashion Department in der kommenden Woche in Paris. Ich werde mal fragen ob ich die Karte hier veröffentlichen darf. Das Motiv ist toll gezeichnet von der Illustratorin Elisabeth Moch, die auch für verschiedene andere Publikationen arbeitet.

Pitti-Time...


Die Pitti Uomo Florenz ist nicht nur spannend was die dort gezeigte Mode betrifft, sondern durchaus auch in Bezug auf das Publikum. In meinen Augen sind die Looks neben denen in Mailand die interessanten, vor allem weil es sich immer um Interpretationen klassischer Männermode handelt, die mit feinen Details modern interpretiert werden. Love it!

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2012/06/21

Aus YSL Wird SL...


Hedi Slimane geht gleich mal mit der Brechstange ans Werk bei Yves Saint Laurent. Im März wurde verkündet, dass er nun die Geschicke des Hauses leiten wird und heute geht durch die Presse, dass seine erste Amtshandlung die Umbenennung des Labels sein wird. Nicht mehr wie bisher wird YSL auf den Etiketten zu lesen sein, sondern von nächsten Frühjahr am SL. Begründet wird dies mit einer Rückbesinnung ins Gründungsjahr der Marke, als sie noch nicht Yves Saint Laurent, sondern Saint Laurent Sanit Germain hieß. 
Man möchte die Marke damit zurück zu den Wurzeln führen, und damit gleichzeitig in die Zukunft. Eher klingt es aber nach dieser Weg-Wisch-Mentalität, in dem Fall weg mit den Hinterlassenschaften Stefano Pilatis. Nach Paris wird es Hedi Slimane aber nicht wieder verschlagen, von Los Angeles aus wird er die Geschicke der Marke zu leiten versuchen und von dort aus die 'truth, purity and essence' der Marke sichtbar machen. (Quelle: Vogue.co.uk)
Wie das alles von statten gehen wird das nächste große Kapitel in der Geschichte des Hauses Yves Saint Laurent, die ja auch Hedi Slimane schon einmal ein Stück weit mitgeschrieben hat. Zu hoffen ist nur, dass er bei aller Wahrheitssuche die Sinnlichkeit nicht vergisst, denn auch die ist Teil des Marken-Identität.

*Das Bild ist selbst bearbeitet und entspricht nicht zwangsläufig der Realität.

Florence Men FS-2013: Valentino...


Eine nicht zu übersehende technische Komponente ist in die neuen Kollektionsteile von Valentino eingearbeitet, eine fast pragmatische Klarheit überstrahlt die ganze, gerade in Florenz gezeigte Kollektion. Maria Grazia Chiuri und Pier Paolo Piccioli grenzen die Männerkollektion schon deutlich von der für die Frauen ab; sinnliches wird für die Männer nicht geboten. Eher sind es Teile, die praktisch und funktional sind, glücklicherweise auch aber noch dazu modische Raffinesse haben und sich somit auch deutlich Jack Wolfskin und Co. absetzen.
Was mir aber auch sofort in den Sinn kommt sind Uniformen, wie sie zum Beispiel UPS-Boten tragen. 
Nicht nur die Farbwohl, bevorzugt wurden Matschtöne mit Einsätzen in Grasgrün und Orange, auch die Art der Verarbeitung lassen dies vermuten; die aufgesetzten Taschen sind praktisch, man kann viel darin unterbringen,  und alles wirkt strapazierfähig bis zum umfallen. 

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Monks Vs. Loafer...


Ich glaube ja eher nicht, dass dann wenn der Sale bei Mr. Porter losgeht noch irgendwas von dem, was ich gerade auf meiner Wunschliste habe, in meiner Größe verfügbar ist. Aber man soll ja bekanntlich die Hoffnung nicht auf geben und so wünsche ich mir, dass entweder die Monks mit Crepesohle oder die Loafer mit den Bömmelchen sich von einem Wunsch in Realität verwandeln. 


Aktuell könnte ich nicht einmal genau sagen, welche mir den lieber wären. Ich finde beide wunderschön, finde für jeden nur Pro's. Auch preislich spielen sie in der gleichen Liga, kosten regulär um die 350 Euro. 

2012/06/20

Esmod Graduate Show...


Ich muss gestehen, dass der einzige Grund die Show zu besuchen war, dass es einfach fast vor meiner Haustür stattfand und ich so recht mühelos schnell auch wieder Zuhause war. Nach einem recht langen Arbeitstag habe ich selten Lust noch großartig rauszugehen, ich wäre also nicht nach Mitte oder sonstwohin gefahren. Am Ende muss ich aber sagen, dass es keine schlechte Möglichkeit war den Abend rumzubringen. Ich habe Catherine Baba gesehen und fotografiert, ich habe ein neues Stück Moabit kennengelernt und ich habe eine Schau gesehen, die qualitativ besser war als erwartet. 
Es folgen vor allem Impressionen von der Show, einzelne Namen rauspicken werde ich vielleicht zu einem späteren Zeitpunkt nochmals. Insgesamt gab es habe ich ein paar Sachen gesehen, die mir sehr gefallen haben und ein Mantel lief da, denn ich gerne im Kleiderschrank haben wollen würde.









Style Icon: Catherine Baba...


Unglaublich! Ausgerechnet in Moabit, Luftlinie 100m von meiner Haustür entfernt, habe ich die Chance mal die unglaublich schicke Catherine Baba* vor die Kamera zu bekommen. Ich muss zugeben, allein ihretwegen bin ich zur Graduate Show der Esmod gegangen. Und ich war unheimlich aufgeregt als ich sie darum bat sie fotografieren zu dürfen. Professionell, wie nicht anders zu erwarten, posierte sie. Jeder Handgriff sitzt, die weiß eben einfach was man zu tun hat, wenn eine Kamera vor einem ist. Dann schwand sie davon, in den Raum hinein. 


Ich habe sie dann noch mehrmals gesehen, man kann sie auch gar nicht übersehen. Sie brachte eine Eleganz mit, die man so am ehesten noch im Paris der 1970-er, um Umkreis von Yves Saint Laurent erwarten würden. Faszinierend, dass es tatsächlich noch solche Frauen zu geben scheint. Während andere anwesende Damen auf 5cm Pumps umhereierten, bewegte sich Catherine Baba geschmeidig wie ein Raubtier auf schwindeleregenden YSL-Sandalen. Das wie zufällig erscheinende Satinklein schmiegte sich wie zufällig um den Körper und der Kimonomantel wehte umher. Es sah einfach lässig aus, wie zufällig im Schrank gefunden, und war doch perfekt. Es war eine Lektion in Sachen Eleganz, nur leider haben zu wenige der anwesenden Frauen hingeschaut und davon gelernt. 

*Catherine Baba ist Stylistin, lebt in Paris und sammelt Vintage YSL.

2012/06/19

Inside Ralph's World...


Selectism nimmt ins mit auf eine Reise durch Ralph Lauren's New Yorker Boutique auf der Madison Ave. Allein das Haus in dem der Store seit 1986 untergebracht ist beeindruckt; wirkt es doch wie aus einer anderen Zeit. Typisch amerikanisch lässt es sich nur bedingt einordnen. Es erinnert an die Loire-Schlösser genauso, wie an Bürgerhäuser der Renaissance. Allein die sehr weit an der Fassade sitzenden Schornsteine sind eine nicht zu übersehende Merkwürdigkeit.
Im Inneren tut sich dann das Ralph Lauren-Universum erst richtig auf. Augenblicklich fühlt man sich in  Gatsby's Kleiderschrank versetzt, nur ohne umherfliegende Hemden. Edle Holzvertäfelungen, Stuckdecken und Kristalllüster feiern einen klassischen Stil, der sich dann in den Kleidern fortsetzt. 
"The flagship helped set a new standart for modern men's stores." kann man bei Selectism lesen, doch eigentlich wird man nur in eine Zeit zurückversetzt als die Auswahl der Kleider noch einen Ritual glich und es weder Onlinestores noch Fastfashion gab. 



London Men FS-2013: Margaret Howell...


Ich muss gestehen, dass ich vieles was ich hier an Klamotten poste zwar wirklich gut finde, es selbst aber niemals tragen würde. Ginge es nur nach meinen eigenen Vorlieben in Schnitt und Farbe, dann käme mir die Kollektion von Margaret Howell wohl am ehesten entgegen. Klar, es ist alles nicht sonderlich einfallsreich ausgearbeitet oder in superkrassen Farben aufgemacht, aber es würde zu mir passen und mich gut durch den Tag bringen.

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2012/06/18

London Men FS-2013: Pringle Of Scotland...


Die Rottöne stechen einem bei Pringle of Scotland sofort ins Auge, sie sind perfekt zusammengestellt. Selbst Camouflage, der aus der Kombination von Orangerot mit bei entsteht, hat einen besonderen Reiz. Auch die anderen Material- und Farbkombinationen sind stimmig; egal ob nun uni oder bedruckt. 
Leider ist es schon wieder die letzte Kollektion von Alistait Carr für das Label. Obwohl das alles ziemlich was her macht wird er das Label verlassen. Diese ständige Designerwechsel sind ziemlich ermüdend.

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Reminder...


Neben all der bunten, neuen Mode aus London soll dieses Bild als Erinnerung daran dienen, wie einfach Style auch sein kann. Eine schlichte Jeans, ein einfacher Pullover und fertig. 

Via

London Men FS-2013: James Long...


In den vergangenen Kollektion verschiedener Labels gab es häufiger den Versuch die überknielange Hose zu lancieren, sie waren nicht wirklich von Erfolg gekrönt. James Long zeigte nun in London ausschließlich Looks mit Bermuda's, mal sehen ob er Erfolg damit hat. Schön sind all diese Teile, das steht ausser Frage. 

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London Men FS-2013: J.W. Anderson...


Zuerst habe ich auf die Perücke geschaut, die man bei J.W. Anderson den Models aufgesetzt hat. Bisschen begossen sahen die Jungs aus, auch das Kopftuch schien nicht sonderlich zu helfen. Um der Klamotte was abgewinnen zu können, bedurfte es auch eines zweiten Blickes. Doch in der Tat finde ich einige Looks sehr gelungen, auch wenn ich sie selbst nur teilweise so tragen würde. Das braune Strickensemble ist ein solcher Kandidat; Jacke und Pullover sind toll.

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2012/06/17

London Men FS-2013: Christopher Shannon...


Christopher Shannon zeigte eine Kollektion, die in den Schnitten gar nicht sonderlich aussergewöhnlich erscheint; Hemden haben zwei Arme und ein Halsloch, Hosen zwei Beine. Der Reiz der Kollektion liegt in den Decors. Borten wurden aufgesetzt und verzieren ganze Ärmel und Hosenbeine, manchmal aber auch nur eine Manschette. 

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2012/06/16

London Men FS-2013: E.Tautz...


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London Men FS-2013: Jonathan Saunders...


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London Men FS-2013: Sibling...


Hinter den Models konnte man ganz groß 'Revolution' lesen. Ist es eine Aufforderung? Wenn ja, an wen ist sie gerichtet? Oder ist eventuell doch nur einer dieser Sprüche, die schnell mal eingeworfen werden um etwas mehr Bedeutung hinzuzufügen!?
Vor einem Jahr ungefähr branden in London's Stadtteil Tottenham Autos, Busse und nicht wenige Häuser. Die, die auf die Straße gingen kämpften für mehr Anerkennung und einen faireren Umgang. Sie waren vermummt und einige trugen Basecaps und Trainingsanzüge. Sibling zeigt nun die stylische Version des Ganzen, statt Revolution ist es wohl eher Disco. 

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London Men FS-2013: Topman Design...


Nun hat auch London seine erste Männermodewoche. Man beginnt klein, startet mit gerade einmal 10 Labels. Aber es ist kein schlechter Anfang. Eröffnet wurde am Donnerstag in Anwesenheit von Prinz Charles, der durchaus Geschmack und Stil in Kleiderfragen hat. 
London setzt natürlich mehr auf High-Street Labels, weshalb es auch nicht verwundert, dass Topshop seine Männersachen zeigt und in Anbetracht der überschaubaren Anzahl an Teilnehmern, mit eines der Highlights ist. Die Kollektion ist jung und farbenfroh; Grautöne werden leuchtenden Farben und wilden Mustern gegenüber gestellt. Innovationen und wirklich Neues gibt es da zwar nicht, aber es wird sicherlich bei einer am Markt ausgerichteten Kette auch nicht wirklich erwartet. 

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2012/06/15

A Little Something...


Die Sex-Kategorie habe ich stiefmütterlich vernachlässigt, blöd aber auch. Heute gibt's mal wieder was zum Thema; jemanden zum tief in die Augen schauen und...


W.Bill - Unbeschreibliche Schöne Tweedstoffe...


Einer der Vorteile die mein Job mit sich bringt ist, dass ich in Stoffmusterbüchern wühlen kann und so wundervolle neue Sachen entdecke. Einer meiner besonderen Favoriten ist dabei die in London ansässige Firma W.Bill Ltd., die seit 1846 mit Stoffen handelt.
Angefangen hat William Bill mit Nähzutaten für Trauerkleidung. Das war in England gar kein so kleiner Markt, schließlich wurde nirgendwo sonst die Trauer so zelebriert wie auf der Insel. Und trotzdem begann Bill sein Geschäft auszubauen, er erweiterte sein Angebot um Wollstoffe und ist seit dem eine feste Anlaufstelle für beste Qualitäten. 
Beim durchblättern der Bunches wird man nicht nur erstaunt feststellen, wie viele unterschiedliche Farben und Strukturen es gibt. Auch wie unterschiedlich sie sich anfühlen. Manche sind wie Reibeisen und lassen vermuten, dass man schon wirklich hartgesotten sein muss, wenn man sie auf bloßer Haut tragen würde, andere sind Zart wie die Haut von Pfirsichen. Natürlich wird nicht mehr nur Wolle von Schafen verwendet, oft wird Kaschmir beigemischt und so ein angenehmeres Tragegefühl erzeugt. 
Am faszinierendsten aber sind die Farben und Muster. Klassiker wie Fischgrat und Glencheck gibt es in rauen Mengen, und keiner gleicht dem Anderen. Durch unterschiedlich gefärbte Schuss- und Kettfäden bekommen die Stoffe leben, erst bei näherer Betrachtung kann man erkennen wie viele unterschiedliche Farben da verwendet werden. 
Es muss enormen Spass machen sich aus der Vielzahl von Möglichkeiten einen Stoff auszusuchen und daraus eine Jacke oder ein Jacket für sich anfertigen zu lassen. Meine Favoriten habe ich schon gefunden, nur den Schneider für die Anfertigung habe ich noch nicht zur Hand.